Zahlreiche Forderungen
Sendenhorst soll den „Klimanotstand“ ausrufen

Sendenhorst/Albersloh -

Zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz werden von der Stadt Sendenhorst bereits umgesetzt. Dennoch liegen der Verwaltung eine Reihe von Anträgen vor, den „Klimanotstand“ auszurufen.

Samstag, 28.09.2019, 15:00 Uhr
In Sachen regenerativer Energien ist die Stadt in der Region – gemessen an der Einwohnerzahl – führend.
In Sachen regenerativer Energien ist die Stadt in der Region – gemessen an der Einwohnerzahl – führend. Foto: Josef Thesing

Wildblumenstreifen für die Insekten, „Klima-Woche“ im Sozial-Zentrum, Windräder soweit das Auge reicht, Photovoltaik-Anlagen der BESA, vielfaches Engagement des städtischen Klimaschutzbeauftragten – auch in den Schulen –, Klimaschutzkommune und Fairtrade-Town: Wer all dieses und einiges mehr, was in der Stadt in Sachen Klimaschutz auf den Weg gebracht wird, betrachtet, dürfte kaum erwarten, dass ausgerechnet in Sendenhorst alsbald der – symbolische – „Klimanotstand“ ausgerufen werden muss.

Dennoch liegen der Stadtverwaltung genau hierfür inzwischen eine ganze Reihe von Anträgen vor, die vermutlich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Ende Oktober beraten werden. „Wir werden uns intensiv damit beschäftigen“, kündigte Bürgermeister Berthold Streffing in der Sitzung des Rates der Stadt am Donnerstagabend an.

Einen solchen Antrag habe unter anderem die SPD-Fraktion im Rat gestellt, erläuterte der Bürgermeister. Zudem hatten, wie berichtet, die Schüler der Montessori-Gesamtschule gefordert, den „Klimanotstand“ auszurufen. Sie hatten das unter anderem mit weltweit ständig gestiegenen Temperaturen, der Trinkwasserverknappung, dem Artensterben und der Ausweitung von Dürreregionen begründet.

Daneben bitte der Evangelische Kirchenkreis Hamm, zu dem die evangelische Gemeinde in Sendenhorst gehört, in allen Kommunen seines Einzuggebietes um einen solchen Beschluss gebeten. In Albersloh seien in der laufenden „Klima-Woche“ 110 Unterschriften von Bürgern zusammengekommen, die fordern, dass der Rat den „Klimanotstand“ für die Stadt beschließt. Gleiches ist bereits in verschiedenen Städten und Gemeinde in der Region geschehen, in anderen aber auch – wegen der reinen Symbolhaftigkeit – gescheitert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6963207?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker