Neuer Schulhof der Ludgerusschule feierlich eingeweiht
Jetzt macht die Pause wieder Spaß

Albersloh -

Der Hof der Ludgerusschule erstrahlt in neuem Glanz. Nach 17 Wochen Bauzeit feierte die Grundschule nun offiziell in großer Runde die Eröffnung. Wo vorher geflickter Asphalt lag, laufen die Kinder heute über Rasen, Sand und Pflastersteine. Und überall auf dem Platz warten tolle Geräte darauf, von den Kindern erobert zu werden.

Montag, 30.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 14:16 Uhr
Mit einer Feier wurde der neue Hof der Ludgerusschule eröffnet. Viele Gäste waren gekommen, um sich umzusehen. Und auch die Schüler waren alle da.
Mit einer Feier wurde der neue Hof der Ludgerusschule eröffnet. Viele Gäste waren gekommen, um sich umzusehen. Und auch die Schüler waren alle da. Foto: Christiane Husmann

Wenn der Gong der Ludgerusschule zur Pause ruft, gibt’s für die Schüler kein Halten mehr. Kein Wunder: Der Schulhof erstrahlt in neuem Glanz. Wo vorher geflickter Asphalt lag, laufen die Kinder heute über Rasen, Sand und Pflastersteine. Und überall auf dem Platz warten tolle Geräte darauf, von den Kindern erobert zu werden.

17 Wochen Bauzeit

Nach 17 Wochen Bauzeit feierte die Grundschule nun offiziell die Eröffnung des neuen Schulhofes. Das Wetter spielte mit, und viele Gäste waren der Einladung zum Fest gefolgt. Unter ihnen auch zahlreiche Ehrengäste, die von Annette Stüer begrüßt wurden. Vom Bürgermeister über Karin Schwarz vom Bauamt der Stadt bis hin zu den Planern und der ausführenden Baufirma: Die Liste war lang. „Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Unser Dank gilt ausdrücklich den vielen, die an diesem Projekt wie auch immer beteiligt waren“, sagte die Schulleiterin. Sie schloss auch die Bauarbeiter, die sich während des Schulbetriebs besonders rücksichtsvoll verhalten hätten, und den Hausmeister Rainer Gottmann, auf den nun mehr Arbeit zukommen werde, mit ein. „Er hat jetzt aber einen neuen Rasenmäher bekommen“, fügte Annette Stüer augenzwinkernd hinzu.

Bürgermeister Berthold Streffing berichtete von den Planen.

Bürgermeister Berthold Streffing berichtete von den Planen. Foto: Christiane Husmann

Ein besonderes Dankeschön richtete die Schulleiterin noch an die Schüler, die in diesem Jahr gewechselt sind: „Ihr hattet das Pech, die letzten Monate eurer Schulzeit den Baulärm ertragen zu müssen, ward aber bei der Fertigstellung bereits auf weiterführenden Schulen.“

Einige Viertklässler äußerten sich besorgt, dass es nachher so enden könnte wie mit dem Flughafen in Berlin.

Schulleiterin Annette Stüer

Weil marode Rohre unter dem Schulhof dringend erneuert werden mussten, hatten Verwaltung und Politik den Entschluss gefasst: „Wenn alles aufgebuddelt werden muss, kann man es nachher auch richtig gut und schön machen.“ Das war im Frühjahr 2016. Der Baubeginn war für 2017 geplant – wurde aber verschoben, weil die Ausschreibungen nicht erfolgreich waren hergaben. Danach wurde 2018 anvisiert – es musste erneut geschoben werden. „Einige Viertklässler äußerten sich besorgt, dass es nachher so enden könnte wie mit dem Flughafen in Berlin, und ein Kind wusste von einer Elbphilharmonie zu berichten . . .“, erinnerte sich die Schulleiterin schmunzelnd, hatte aber beruhigen können: „Wir sind hier doch in Albersloh.“ Und so konnten die Schüler dann auch nach dem Baubeginn im Frühjahr die Arbeiten verfolgen, die nach weniger als fünf Monaten abgeschlossen wurden.

Alle sind zufrieden

Zufrieden zeigte sich auch Bürgermeister Berthold Streffing mit dem Ergebnis und erklärte: „Hier mussten über 300 Meter Kanalrohr verlegt werden. Da hat man die Chance genutzt, statt mit vielen komischen Flecken den Asphalt zu flicken, den Schulhof endlich schön und neu zu gestalten.“

Pfarrer Clemens Lübbers segnete den Schulhof. Die Kinder begleiteten ihn.

Pfarrer Clemens Lübbers segnete den Schulhof. Die Kinder begleiteten ihn. Foto: Christiane Husmann

Ein Lob richtete er an die Kinder, die sich im Vorfeld viele Gedanken zur Gestaltung gemacht hatten: „Ihr ward ganz schön bescheiden: Sand, Holz, Bänke – wünscht ihr euch denn keine Schaukeln oder Klettergerüste?“, war seinerzeit die Frage des Bürgermeisters. Doch die waren zum Teil schon vorhanden und wurden wiederverwendet. Einige Geräte kamen neu hinzu. Da ein Teil der Bepflanzung noch ausstehe, liege eine Schlussrechnung noch nicht vor, erklärte Berthold Streffing. Einschließlich der Kosten für die Tiefbauarbeiten, die mit 610 000 Euro zu Buche schlagen, würden für die gesamt Baumaßnahme Kosten von rund 750 000 Euro erwartet.

Davon, dass das Geld sinnvoll verwendet wurde, überzeugten sich die Gäste und Kinder, die mit dem katholischen Pfarrer Clemens Lübbers und seinem evangelischen „Kollegen“ Dr. Christian Plate bei der Segnung über den neuen Schulhof liefen. Wie bei einer schönen Feier üblich, wurde auch gesungen: Der „Jekits“-Chor legte vor, und alle stimmten ein. Der Förderverein der Schule versorgte die Gäste mit einem Imbiss.

Bevor die Kinder den neuen Schulhof in Beschlag nahmen, wünschten sowohl die Schulleiterin wie der Bürgermeister verletzungsfreies Spiel mit viel Spaß und „höchstens mal ein kleines Pflaster.“

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