Übermittagsbetreuung in der evangelischen Gnadenkirche
Nur der Altarbereich ist tabu

Albersloh -

Die Übermittagsbetreuung der Ludgerusschule hat sich in der evangelischen Gnadenkirche gut eingelebt. Die Schüler und die Betreuerinnen sind zufrieden und fühlen sich wohl. Davon konnte sich auch Bürgermeister Berthold Streffing beim Besuch überzeugen.

Mittwoch, 02.10.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 14:08 Uhr
Um sich ein Bild von der Übermittagsbetreuung der Ludgerus-Schule zu machen, ließen sich Annette Watermann-Krass (stehend, 2.v.li.) und Bürgermeister Berthold Streffing von Annette Stüer (3.v.li.) und Bianca Tschirner (li.) durch die Räume der Kirche führen.
Um sich ein Bild von der Übermittagsbetreuung der Ludgerus-Schule zu machen, ließen sich Annette Watermann-Krass (stehend, 2.v.li.) und Bürgermeister Berthold Streffing von Annette Stüer (3.v.li.) und Bianca Tschirner (li.) durch die Räume der Kirche führen. Foto: Christiane Husmann

Man wird der Übermittagsbetreuung in der Gnadenkirche wohl nicht gerecht, wenn man sie als Provisorium bezeichnen würde. Die Räumlichkeiten bieten alles, was man für die Betreuung der Grundschulkinder erwartet: Platz zum Spielen, Essen, Ausruhen und – wenn gewollt – auch schon mal für Hausaufgaben.

Um sich ein Bild von der Übermittagsbetreuung in der evangelischen Kirche zu machen, waren Bürgermeister Berthold Streffing und die Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass , die auch Vorsitzendes des städtischen Ausschusses für Schule und Soziales ist, nach Albersloh gekommen. Schulleiterin Annette Stüer begleitete den Besuch durch die Räumlichkeiten und zeigte sich angesichts der Übergangslösung zufrieden.

Alle fühlen sich hier wohl. Wir auch.

Bianca Tschirner

Für die nächsten drei Jahre hat die Stadt mit der evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck-Albersloh einen Mietvertrag abgeschlossen, der für beide Seiten wohl als klassische Win-Win-Situation bezeichnet werden dürfte. Während die evangelische Kirchengemeinde auf sichere Einnahmen setzten kann, hat die Stadt die nötige „Luft“, um weitere erforderliche Umbaumaßnahmen an der Ludgerusschule zu tätigen. „Das ist eine wirklich gute Lösung“, meinte Bürgermeister Bertold Streffing bei der Besichtigung der Räume in der Kirche.

Spielplatz in unmittelbarer Nähe

Doch nicht nur die Innenräume der Gnadenkirche erweisen sich als Glücksfall für die Betreuung. Direkt neben dem Kirchengrund befindet sich ein Spielplatz, der erst kürzlich neu gestaltet worden war. „Ganz unbürokratisch wurde ein Durchgang direkt vom Kirchengrundstück zum Spielplatz möglich gemacht“, freut sich Annette Stüer. So sei gewährleistet, dass die Kinder nicht erst die Straße passieren müssten.

Auch Annette Watermann-Krass zeigte sich zufrieden und meinte mit Blick in die Zukunft: „Wir wollen den OGS-Bereich ausbauen – das ist das Gebot der Stunde.“ Erweiterungsmaßnahmen an den Schulen seien nötig, um den verbindlichen Anspruch auf die OGS im Jahr 2025 einhalten zu können.

Inn allen Räumen ist viel Platz für die Kinder.

Inn allen Räumen ist viel Platz für die Kinder. Foto: Christiane Husmann

Während die Kinder im Kirchraum spielen, äußern sich auch die Betreuerinnen der OGS zum ungewöhnlichen Raumangebot: „Alle fühlen sich hier wohl. Wir auch“, erklärt Bianca Tschirner auch im Namen von Melanie Gilles. Beim Einrichten der OGS sei darauf geachtet worden, dass Spielsachen und andere Gegenstände schnell verstaut werden können. „Die Kirchenveranstaltungen haben Vorrang“, erklärt Bürgermeister Berthold Streffing. Um ein zügiges Umräumen zu gewährleisten, stünden die Mitarbeiter des Bauhofes tatkräftig zur Seite.

Alles kann schnell weggeräumt werden

Vor dem Altarbereich stehen gestapelte Stuhlreihen, die den Zugang dorthin verhindern sollen. „Der Altarbereich ist tabu“, erklärt der Bürgermeister, der sich über das Arrangement mit der evangelischen Kirche freut. „Die Kindergärten haben es uns notgedrungen vorgemacht“, erinnert Berthold Streffing, der sich freut, dass aus der Not, die Übermittagsbetreuung zu gewährleisten, eine Tugend gemacht worden sei, mit der alle zufrieden sein könnten.

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