Pumpwerk an der Kopernikusstraße
Fit für die Zukunft

Sendenhorst -

Der kreisrunde, in den Boden eingelassene Raum bietet nicht viel Platz. Doch auch in kleinem Raum ist vieles möglich. Eine neue Raumaufteilung, ein neuer Sammelbehälter, drei leistungsstarke Pumpen, neue Leitungen: Alles zusammen soll das Abwasserpumpwerk an der Kopernikusstraße zukunftssicher machen.

Donnerstag, 03.10.2019, 06:00 Uhr
In einer Hälfte des engen Kellerraumes stehen nun die drei neuen, leistungsfähigeren und energetisch sparsameren Pumpen. Dort sind sie für Wartungsarbeiten nun leichter zugänglich. Die andere Hälfte wird durch das neue Sammelbecken ausgefüllt.
In einer Hälfte des engen Kellerraumes stehen nun die drei neuen, leistungsfähigeren und energetisch sparsameren Pumpen. Dort sind sie für Wartungsarbeiten nun leichter zugänglich. Die andere Hälfte wird durch das neue Sammelbecken ausgefüllt. Foto: Annette Metz

Der kreisrunde, in den Boden eingelassene Raum bietet nicht viel Platz. Doch auch in kleinem Raum ist vieles möglich. Vor knapp drei Monaten mussten sich die Mitarbeiter der städtischen Eigenbetriebe noch um die technischen Installationen des Pumpwerkes an der Kopernikusstraße herumquetschen. Die Wartung der Pumpen war daher sehr kompliziert. Derzeit befindet sich die Sanierung der Einrichtung schon fast auf der Zielgeraden. Und die Veränderung ist beachtlich.

Die in die Jahre gekommenen Pumpen, die das im Behälter gesammelte Abwasser Richtung Kläranlage gepumpt haben, wurden durch neue, energetisch verbesserte Modelle ersetzt. Und der Sammelbehälter, der zuvor mitten im Raum stand, wurde wie ein halbes Tortenstück so nahtlos an die Kellerwand versetzt, dass kein Platz verschenkt wird.

„Wir mussten hier für die Arbeiten schon logistische Feinplanung entwickeln“, erklärt Klaus Neuhaus , Leiter der städtischen Eigenbetriebe. Jetzt sei zwar mehr Platz vor allem für die Wartung der drei Pumpen vorhanden. Doch mehr als ein, im Höchstfall zwei Arbeitsschritte gleichzeitig geben es nicht. So wurde beispielsweise am Dienstagvormittag der Innenraum des Sammelbehälters abgedichtet. Die Arbeit musste zwingend erledigt sein, als am Nachmittag die neuen Steuerungsschränke im Erdgeschoss-Stockwerk installiert wurden. „Da gibt es keine Zeit zu verschenken“, erklärten auch Bauleiter Marc Sparenberg vom Büro „Rummler und Sparenberg“ und Sven Knauf, Leiter der Kläranlage, der währenddessen schon mal eine alte Verkleidung von der Wand kratzte.

Drei Pumpen, zwei kleine und eine große, werden künftig die Arbeiten der vier alten Maschinen übernehmen. „Bei normalem Betrieb reicht eine der kleinen Pumpen“, erläuterte Neuhaus. Die große sei eine „Regenwettermaschine“.

Dafür, dass die Sendenhorster, die in diesem Bereich wohnen, während der Bauzeit nicht im Abwasser versunken sind, sorgte übrigens ein Provisorium, das gut funktioniert hat, beschrieb Klaus Neuhaus. „Wir haben die Abwässer vor dem Pumpwerk im Kanal aufgestaut und von dort mit einer Pumpe Richtung ,Auf der Geist‘ gepumpt.“ Die Anlage sei sicher gelaufen und habe sogar den kurzen Stromausfall an einem Sonntagmittag überstanden, war Neuhaus froh, dass bislang alles reibungslos geklappt hat.

Bis Ende Oktober muss nun noch die Steuerung der Anlage angeschlossen werden. Und dann wird noch ein kleiner Kran installiert, der dabei hilft, wenn die schweren Pumpen auseinander gebaut werden müssen.

Dann ist das Pumpwerk, in das bei dieser Sanierungsmaßnahme rund 340 000 Euro investiert wurden, fit für die Zukunft.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6973958?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker