Die Jungs der Band „Livewire“ mögen Hard- und Punkrock
Mächtig unter Strom

Albersloh -

Ihre Musik ist nicht immer, aber oft laut. Wolfgang Wemhoff, Jürgen Säll, Raphael Mausolf, Michael Lömke und Daniel Bierfreund haben sich zur Band „Livewire“ zusammengeschlossen. Geprobt wird in Wemhoffs schallgeschütztem „Spielzimmer“. Und manchmal gibt’s auch Auftritte.

Sonntag, 06.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 17:30 Uhr
Im schalldichten Raum proben Daniel Bierfreund, Raphael Mausolf, Wolfgang Wemhoff, „Camel“ Jürgen Säll und Michael Lömke (v.li.) als „Livewire“ das rockig-punkiges Repertoire.
Im schalldichten Raum proben Daniel Bierfreund, Raphael Mausolf, Wolfgang Wemhoff, „Camel“ Jürgen Säll und Michael Lömke (v.li.) als „Livewire“ das rockig-punkiges Repertoire. Foto: Christiane Husmann

„Die Jungs proben schon“, sagt Ulrike Wemhoff beim Öffnen der Haustür. Aha, wundert man sich, denn zu hören ist nichts. Eigentlich eilt der neu gegründeten Band der Ruf voraus, dass sie eher auf Hard- und Punkrock als auf leise Töne steht. Schallschutz macht’s möglich. „Dann klappt’s auch mit den Nachbarn“, sind sich die Hausbesitzer einig und setzen auf maximale Rücksicht.

Geprobt wird im „Spielzimmer“

Der schallisolierte Probenraum ist eines der „Spielzimmer“, die sich die Eheleute Wemhoff geleistet haben. Wolfgang Wemhoff hat den Raum eingerichtet – ein wahrgewordener Männertraum. Genau wie die Gründung der Band „Livewire“, die sich aus fünf Musikern erst vor Kurzem zusammengesetzt hat. „Camel (Jürgen Säll) und ich hatten schon länger die Idee, eine Band zu gründen“, erzählt Wolfgang Wemhoff, der mit seiner Frau Ulrike mehrere Jahre im Oman gelebt hat und jetzt wieder in Albersloh wohnt.

„Warum lange über etwas reden, statt es anzugehen?“, hatten sich die Freunde gefragt und interessierte Musiker mit „überlappendem“ Musikgeschmack akquiriert: Raphael Mausolf , Michael Lömke und Daniel Bierfreund taten sich mit den beiden Alberslohern zusammen, und nach einigen Proben wagte man den ersten Liveauftritt. „Wir hatten auf Ottos (Werner Sievers) Geburtstag unsere Feuerprobe“, erzählen die Bandmitglieder. Natürlich wollten die Männer nicht nur mit Songs von Billy Idol, Judas Priest & Co. punkten, sondern schrieben zur Melodie von „The House Of The Rising Sun“ einen eigenen Text: „Da ist ein Dorf im Münsterland, man nennt es Albersloh. Es gibt so viele tolle Leute da, so trinkfest und so froh.“ Das machte den Partygästen natürlich viel Spaß.

„Die Groupies rennen uns die Bude ein.

„Camel“

Und – gibt‘s schon eine stattliche Fangemeinde? „Camel“ lacht: „Na ja, zumindest haben wir keine Feinde.“ Bei aller Bescheidenheit kommen die Jungs in Albersloh aber gut an. „Die Groupies rennen uns die Bude ein“, übertreibt „Camel“ dann doch ein bisschen. „Noch sind wir undercover unterwegs“, sagen die Musiker, die ihr Repertoire erst noch vergrößern und dann auch mal selber komponieren und texten wollen. „In erster Linie soll das Spaß machen.“

Eine Musikprobe zeigt, dass die Männer Musik machen können. Satte Beats gehen in Mark und Bein. Und die Lautstärke ist dabei erträglich. Finessen wie „Roland“, das elektronische Schlagzeug, machen es möglich. „Wir können auch richtig laut, es kommt eben immer auf das Raumangebot an“, erklären die Jungs, die sich mit ihren Instrumenten und der Beschallung den jeweiligen Gegebenheiten anpassen können. Und wie kam es zum Bandnamen „Livewire“? Wolfgang Wemhoff klärt auf: „Ich hatte schon im Oman eine Band, die ,Livewire’ hieß – das haben wir einfach übernommen.“

Zurück aus dem Oman

Sowieso wurde von den Wemhoffs einiges aus dem Oman mitgebracht. Das spiegelt sich in der Einrichtung des Hauses wider. Neben orientalischen Möbeln erinnern Mitbringsel und Fundstücke an den Wüstenstaat. Darunter auch ein Schildkrötenschädel und ein großer Kamelknochen, der von „Camel“ bisher wohl unentdeckt geblieben ist.

Im Probenraum wird das nächste Lied eingeübt. Auch Marius Müller-Westernhagen gehört zum Repertoire der Band, die schon bald ihren zweiten Auftritt hat. „Wir spielen auf ,Mückes’ (Christian Voß) Geburtstag.“ Nicht nur die Groupies wird‘s freuen, sondern sicherlich alle Fans rockig-punkiger Musik.

Keyboarder gesucht

„Wir suchen noch einen Keyboarder“, werben die Freizeitmusiker. Eigentlich sei Thorsten Lömke der „Hauskeyboarder“ der Truppe, doch der sei zeitlich stark bei der Feuerwehr eingebunden. Dienstags von 19 Uhr bis „es sitzt und solange es Spaß macht“ wird geprobt. „Wer Lust hat, mit uns Musik zu machen, soll sich melden“, laden die Männer ganz unverbindlich ein.

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