SPD-Fraktion und ADFC erkunden per Rad die Stadt
Tour zu den „Problemzonen“

Sendenhorst -

Viele „Problemzonen“ für Radfahrer in der Stadt könnten beseitigt werden. Darin sind sich die SPD-Fraktion und der ADFC nach einer gemeinsamem Radtour einig.

Sonntag, 20.10.2019, 20:00 Uhr
Gemeinsam begaben sich Mitglieder der SPD-Fraktion und der Ortsgruppe des ADFC auf eine Fahrradtour durch die Stadt, um „Problemzonen“ zu identifizieren.
Gemeinsam begaben sich Mitglieder der SPD-Fraktion und der Ortsgruppe des ADFC auf eine Fahrradtour durch die Stadt, um „Problemzonen“ zu identifizieren. Foto: SPD

Wo gibt es Probleme beim Fahrradfahren in der Stadt? Dieser Frage gingen Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat der Stadt und Vertreter der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ( ADFC ) am Freitagnachmittag gemeinsam nach. Per Rad erkundeten sie einige neuralgische Punkte des Radverkehrs. „Wenn die Verkehrswende gelingen soll, müssen wir die aktuelle Vorrangstellung des Autos überdenken und die zahlreichen Vorteile der Fahrradmobilität durch geeignete verkehrsplanerische und bauliche Maßnahmen unterstützen“, erklärt Annette Watermann-Krass , SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete.

Würde mehr im Sinne des Radverkehrs gehandelt und damit die Unfallgefahr für die Radfahrer gemindert, würden sicherlich mehr Menschen auf das Rad umsteigen.

Maria Schäfer (ADFC)

Bei der Besichtigung mehrerer Verkehrsknotenpunkte verdeutlichten die ADFC-Mitglieder den Lokalpolitikern ihre Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer, heißt es im Bericht der SPD . „Würde mehr im Sinne des Radverkehrs gehandelt und damit die Unfallgefahr für die Radfahrer gemindert, würden sicherlich mehr Menschen auf das Rad umsteigen“, bilanziert Maria Schäfer , Sprecherin des Sendenhorster ADFC. Detlef Ommen, Verkehrsexperte der SPD, ergänzt: „Gerade das Münsterland als einzigartige Radfahr-Region bietet hervorragende Möglichkeiten zur Umsetzung von modernen Mobilitätskonzepten, so wie sie die SPD fordert. Es darf keine Denkverbote geben. Ein Blick nach Holland oder Dänemark zeigt, wie erfolgreich vernetzte Konzepte sein können und damit gleichzeitig umweltschonend und entlastend für die Innenstädte.“

Umwidmung von Parkplätzen

Viele konkrete Beispiele seien auf der Radtour diskutiert worden, schreibt die SPD. Teilweise seien Optimierungen recht einfach umzusetzen, zum Beispiel durch verbesserte, eindeutige Beschilderungen und Bodenmarkierungen. „Aber auch größere bauliche Veränderungen, wie beispielsweise die Umwidmung von Parkplätzen in Radfahrstreifen oder die komplette Neukonzeption von Übergangs- und Kreuzungssituationen, dürfen nicht tabu sein“, meint Annette Watermann-Krass.

Die Kommunalpolitiker hätten zahlreiche Anregungen mitgenommen. Fraktionsgeschäftsführer Timo Lütke-Verspohl habe zugesagt, dass bereits zu den anstehenden Haushaltsberatungen 2020 entsprechende Prüfaufträge an die Stadtverwaltung gestellt werden sollen, heißt es im Bericht der SPD-Fraktion.

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