Neuer MRT garantiert hohe Qualität in der Untersuchung
850 000 Euro für die Diagnostik

Sendenhorst -

Die Qualität der Diagnostik wird im St.-Josef-Stift signifikant verbessert. Das Krankenhaus hat 850 000 Euro in einen neuen Magnetresonanztomographen (MRT) investiert. Er löst das Gerät aus dem Jahr 2007 ab und sei eine weitere Investition der Fachklinik in die hohe medizinische Qualität in der Patientenversorgung.

Montag, 21.10.2019, 12:00 Uhr
Der neue Niedrigfeld-Magnetresonanztomograph (MRT) ist eine weitere Investition in die medizinische Qualität des St.-Josef-Stifts. Zum Abschluss des Großprojekts würdigte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann (4.v.li.) das gute Zusammenspiel der Berufsgruppen. Dr. Christian Brinkmann sowie Martina Reul (kleines Bild, Mi.) und Petra Balhar stellten das neue Gerät vor.
Der neue Niedrigfeld-Magnetresonanztomograph (MRT) ist eine weitere Investition in die medizinische Qualität des St.-Josef-Stifts. Zum Abschluss des Großprojekts würdigte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann (4.v.li.) das gute Zusammenspiel der Berufsgruppen. Dr. Christian Brinkmann sowie Martina Reul (kleines Bild, Mi.) und Petra Balhar stellten das neue Gerät vor. Foto: Bettian Goczol

Das St.-Josef-Stift hat 850 000 Euro in einen neuen Magnetresonanztomographen ( MRT ) investiert. Er löst das Gerät aus dem Jahr 2007 ab und ist eine weitere Investition der Fachklinik in die hohe medizinische Qualität in der Patientenversorgung.

14 Tonnen Gewicht

Wie berichtet, war der 14 Tonnen schwere MRT Ende August geliefert worden. Mehrere Wochen nahmen die technische Einrichtung, Inbetriebnahme und Schulung der Mitarbeiter in Anspruch. Zum offiziellen Abschluss des Großprojekts gab Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann der Abkürzung MRT eine neue Deutung: „MRT – Mit riesiger Teamleistung“.

Eine Mammutaktion im laufenden Klinikbetrieb.

Dr. Christian Brinkmann

Teamwork war nicht nur bei der Geräteauswahl und Vorbereitung zwischen Martina Reul, Petra Balhar, Leiterinnen der Röntgenabteilung, Chefarzt Dr. Christian Brinkmann und Technischem Leiter Peter Kerkmann erforderlich. „Auch in der Umsetzungsphase zogen alle Mitarbeiter mit, die von der Mammutaktion im laufenden Klinikbetrieb betroffen waren“, heißt es im Bericht des St.-Josef-Stifts. Die stiftseigenen Handwerker und die Mitarbeiterinnen des Perfekt-Reinigungsdienstes waren in jeder Phase des Projekts flexibel und zuverlässig im Einsatz. Klemann: „Der Einbau des neuen MRT war ein Projekt von großer Komplexität und das Zusammenspiel aller eine ganz besondere Leistung.“

2000 MRT-Untersuchungen im Jahr

Warum ein MRT fürs Stift? MRT-Untersuchungen seien für den Patienten besonders schonend, weil, anders als beim Computertomographen (CT), nicht mit Röntgenstrahlen gearbeitet wird. Die Besonderheit der MRT-Ausstattung im St.-Josef-Stift sei, dass ein Niedrigfeld-MRT mit einem schwachen Magneten (0,4 Tesla) zum Einsatz komme. Dadurch sei es möglich, auch Patienten mit Implantaten im MRT zu untersuchen, ohne dass die Bildqualität durch metallbedingte Unschärfen leide.

Dr. Christian Brinkmann sowie Martina Reul (Mi.) und Petra Balhar, Leiterinnen der Röntgenabteilung, stellen den neuen MRT vor.

Dr. Christian Brinkmann sowie Martina Reul (Mi.) und Petra Balhar, Leiterinnen der Röntgenabteilung, stellen den neuen MRT vor. Foto: Bettina Goczol

„Mit 2000 MRT-Untersuchungen im Jahr 2018 gehört die Magnetresonanztomographie zu einem wichtigen Bestandteil der Röntgendiagnostik im St.-Josef-Stift“, erklärt Dr. Christian Brinkmann, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und zuständig für die bildgebende Diagnostik im Krankenhaus. 85 Prozent der Untersuchungen würden auf Wirbelsäulenpatienten entfallen, da die Kernspin-Technologie eine sehr genaue dreidimensionale Darstellung weicher Gewebestrukturen wie zum Beispiel Nerven oder Bandscheiben zeigte Außerdem könnten durch Sturz oder Osteoporose bedingte Wirbel- und Beckenbrüche früh erkannt und behandelt werden.

Der zweithäufigste Grund für MRT-Untersuchungen im St.-Josef-Stift sei im Rahmen der rheumatologischen Diagnostik die Abklärung von entzündlichen Veränderungen des Kreuz-Darmbein-Gelenks am Becken.

Mehr Komfort für Patienten

Der neue MRT von Hitachi biete zusätzliche Mess-Sequenzen und einen höheren Komfort für die Patienten, die mit einer nicht magnetischen Liege oder einem Rollstuhl bis an den MRT gefahren und auf dem hydraulisch verstellbaren Untersuchungstisch in die richtige Position gelagert werden könnten. Patienten, die unter starken Schmerzmitteln stünden, könnten während der Untersuchung medizinisch überwacht werden. „Atmung und Pulsfrequenz können im Untersuchungsraum auf einem großen Monitor angezeigt werden. Das ist ein deutlicher Fortschritt hinsichtlich der medizinischen Qualität“, so Brinkmann. Auch die Untersuchungsdauer sei bei gleicher Bildqualität erheblich kürzer.

Im Untersuchungsraum sei mit großflächigen hinterleuchteten Naturfotografien eine entspannende Atmosphäre entstanden. Die offene Bauweise des MRT wirke Platzangst entgegen. Durch die leisere Arbeitsweise des Geräts könnten Patienten während der Untersuchung eigene Musik- und Hörspiel-CDs hören oder sich sogar mit einem begleitenden Angehörigen unterhalten.

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