Philipp Scharrenberg tritt im Haus Siekmann auf
Auch Deutschlehrer sind willkommen

Sendenhorst -

Er gilt als Wortakrobat im besten Sinne. Am Sonntag, 27. Oktober, tritt Philipp Scharrenberg im Haus Siekmann auf.

Dienstag, 22.10.2019, 08:00 Uhr
Der Wortakrobat Philipp Scharrenberg kommt am Sonntag nach Sendenhorst ins Haus Siekmann. Dort stellt er sein Programm „Germanistik ist heilbar“ vor.
Der Wortakrobat Philipp Scharrenberg kommt am Sonntag nach Sendenhorst ins Haus Siekmann. Dort stellt er sein Programm „Germanistik ist heilbar“ vor. Foto: Förderverein Haus Siekmann

„Unterhaltung für Menschen mit Hunger im Kopf“ verspricht der Slam-Poet, Kabarettist und Autor Philipp Scharrenberg mit seinem aktuellen Programm „Germanistik ist heilbar“. Am Sonntag, 27. Oktober, ist er um 17 Uhr im Haus Siekmann zu sehen und zu hören.

Ein vielfach ausgezeichneter Künstler

Der mittlerweile vielfach ausgezeichnete Künstler wuchs in Bonn auf und lebte seine manische Kreativität offen aus, heißt es in der Ankündigung des Fördervereins Haus Siekmann, der die Veranstaltung organisiert hat. „Nicht einmal sein Studium der Germanistik und Philosophie konnte daran etwas ändern“, heißt es in der Ankündigung. Nach dem Abschluss habe sich Philipp Scharrenberg für ein Medien-Aufbaustudium in Stuttgart entschieden und sei völlig unverhofft beim ältesten Medium überhaupt gelandet: der Bühne.

Im Oktober 2009 gewann Scharrenberg die deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Düsseldorf sowohl im Einzel- als auch im Team-Wettbewerb mit der Formation „PauL – Poesie aus Leidenschaft“. 2016 gewann er erneut die deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterschaft in Stuttgart in der Einzeldisziplin und holte sich zum zweiten Mal den Titel „Deutschsprachiger Poetry-Slam-Champion“.

Ein bisschen Philosoph, ein bisschen Querdenker, ein bisschen Klugscheißer

„Germanistik ist heilbar“ – oder doch nicht? So genau wisse das niemand, meint der Förderverein. Aber was sage schon der Titel über ein Programm aus? „Und eigentlich geht es gar nicht um Germanistik. Sondern um das, was sie aus einem Menschen macht. Einen wie Philipp Scharrenberg etwa, einen Wortfetischisten, der sich die Liebe zur Sprache bewahrt hat – trotz Studiums“, so die Veranstalter. „Einen feinsinnigen Reimwerker, den Uhrmacher unter den Verseschmieden, irgendwo pendelnd zwischen PoeTICK und AllTACK.“ Einer, der immer etwas abseits stehe, um das Publikum an seiner Sicht auf die Gesellschaft teilhaben zu lassen. Ein bisschen Philosoph, ein bisschen Querdenker, ein bisschen Klugscheißer: „ein philosophischer Querscheißer sozusagen“.

Zweifel an der Heilbarkeit seien also angebracht, wenn der verirrte Germanist die Bühne entere und zur „Reime-Kanone“ greife. Damit die Solo-Show nicht zur Lesung verkomme, nutze er die Gelegenheit, sich in allen Genres auszutoben: Slam-Poetry, Songs, Raps, Hörspiele, Kurzgeschichten: „Scharrenberg macht Narrenwerk und schickt sicherheitshalber die eigene Interpretation voraus. Sinn ist das, was du drin siehst“, heißt es in der Einladung.

Ist das Kabarett? Vielleicht nicht. „Kleinkunst statt Großkotz“, schreiben die Veranstalter. Nicht nur für Deutschlehrer, die trotzdem willkommen seien, sondern für alle, die wissen wollen, was sich so alles anstellen lasse mit dem Zeug, das man täglich in den Mund nehme. Kurz: Unterhaltung für Menschen mit Hunger im Kopf.

► Karten zum Preis von 17 Euro sind im Vorverkauf erhältlich in Sendenhorst in der Buchhandlung Ebbeke und in Albersloh im Geschäft Hesselmann sowie beim Förderverein Haus Siekmann, ✆ 0 25 26/ 95 05 64. Reservierungen sind auch online unter www.haussiekmann.de möglich.

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