Albersloher Heimatverein stellt Informationsstelen am „Grünen Kranz“ auf
Von Arnhust bis Terra Alest

Alberasloh -

„Arnhus“ und „Terra Alest“ hießen die Bauerschaften Ahrenhorst und Alst einmal. Das und einiges mehr ist neuen Stelen zu entnehmen, die der Heimatverein gemeinsam mit der Stadt am Radrundweg „Grüner Kranz“ aufgestellt hat. Dort erfahren Interessierte viel über die Bauerschaften.

Sonntag, 27.10.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 15:00 Uhr
Die Informationstafeln, die jetzt auf Stelen am „Grünen Kranz“ von Albersloh zu finden sind, werden von Paul Breul, Berthold Streffing, Christiane Austin, Fritz Schulte-Bisping, Willi Berheide, Antonius Breul und Volker Dörken (v.li.) präsentiert.
Die Informationstafeln, die jetzt auf Stelen am „Grünen Kranz“ von Albersloh zu finden sind, werden von Paul Breul, Berthold Streffing, Christiane Austin, Fritz Schulte-Bisping, Willi Berheide, Antonius Breul und Volker Dörken (v.li.) präsentiert. Foto: Christiane Husmann

Wo kommt eigentlich der Name Ahrenhorst her? „Der Name der Bauerschaft Ahrenhorst ist der älteste, der für Albersloh überliefert ist. Er erscheint bereits im ältesten Abgabeverzeichnis der Abtei Werden an der Ruhr gegen Ende des neunten Jahrhunderts als Arnhust“, steht auf einer der Stelen, die der Heimatverein am Rad- und Wanderweg „Grüner Kranz“ rund um Albersloh aufgestellt hat. Das ist nur eines von vielen interessanten Details, die den neu aufgestellten Informationstafeln zu den Bauerschaften des Dorfes zu entnehmen sind.

Meine Kinder sind hier aufgewachsen. Sie sollen wissen, welche Geschichte sie umgibt.

Fritz Schulte-Bisping

Der Albersloher Heimatverein hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt auf die Beine gestellt. „So eine Sache hat immer mehrere Mütter und Väter“, erklärt Willi Berheide , der sich mit vielen Helfern daran gemacht hat, das Projekt zu realisieren. „Meine Kinder sind hier aufgewachsen. Sie sollen wissen, welche Geschichte sie umgibt“, erklärt Fritz Schulte-Bisping , der die Idee zu dem Vorhaben in einer Mitgliederversammlung des Heimatvereins im Jahr 2016 geäußert hatte.

Gleiches gelte auch für neu zugezogene Bürger und genauso für die Menschen, die schon lange hier leben. „Wer weiß schon, woher die Namen der Bauerschaften kommen?“, meint Schulte-Bisping.

Um das herauszubekommen, haben Antonius Breul, Fritz Schulte-Bisping und Willi Berheide ihre Nasen tief in die Vergangenheit gesteckt. „Im Ergebnis entstand ein ziemlich langer und holpriger Text – zunächst nur über die Bauerschaft Storp“, erinnert sich Willi Berheide an die Anfänge des Projekts. „Volker Dörken hat den Text dann überarbeitet – das hat er sehr gut gemacht. Allerdings fiel sein Text noch länger aus“, lacht Berheide.

Blick in die Vergangenheit

Ein weiterer Anlauf wurde unternommen, bei dem Christiane Austin von der Stadt mit ins Boot geholt wurde. Die städtische Mitarbeiterin der und der ehemalige Heimatvereinsvorsitzende setzten sich zusammen und griffen auf die Beschreibungen aus dem Buch „Albersloh 1171 – 1996“ zurück.  „Mit Zustimmung unserer Verfasser änderten wir die ersten Texte geringfügig ab“, erklärt Willi Ber­heide zum Ergebnis der nun fertigen Informationstafeln.

In der Bauerschaft Alst montieren Willi Berheide, Volker Dörken und Paul Breul (v.l.) die erste Informationstafel auf einer Stele.

In der Bauerschaft Alst montieren Willi Berheide, Volker Dörken und Paul Breul (v.l.) die erste Informationstafel auf einer Stele.

„Bisher war mir der ,Grüne Kranz’ als Albersloher Rundweg gar nicht so präsent“, räumt Christiane Austin ein. Doch das sollte sich bald ändern. „Wir sind den Weg dann gemeinsam abgeradelt“, erzählt Willi Ber­heide.

Dabei wurden gleich die Standorte für die Stelen festgelegt und die Genehmigungen der Grundstückseigentümer zu deren Aufstellung eingeholt. „Die Stelen stehen dort, wo es Rastmöglichkeiten gibt“, informiert der Heimatverein, der den „Grünen Kranz“ mit Bänken und Sitzgruppen ausgestattet hatte.

Auch Bürgermeister Berthold Streffing ist von dem Projekt angetan: „Ich bin begeistert von dieser Aktion. Ich finde, sie wertet den schon seit Jahren gut angenommenen Radweg rund um Albersloh weiter auf und liefert Einheimischen und Touristen interessante Erklärungen zu den jeweiligen Bauerschaften.“

Die Karte zeigt die Lage der Bauerschaften und den Rundweg „Grüner Kranz“.

Die Karte zeigt die Lage der Bauerschaften und den Rundweg „Grüner Kranz“. Foto: Stadt Sendenhorst

Die Gestaltung der Stelen haben Ludger Sandknop und Christiane Austin übernommen. Gefertigt hat sie Dieter Sternberg, informiert Willi Berheide noch, bevor er sich mit einigen Helfern daran macht, die erste Informationstafel an einer Stele zu befestigen. Die steht bei der Sitzgruppe an der Landesstraße 586 in der Bauerschaft Alst. „Der Name kommt als ,Terra Alest’ bereits Anfang des zwölften Jahrhunderts vor. Dort hatte vor allem das Stift Überwasser Grundbesitz. Für 1547 ist der Name Allste überliefert“, steht neben weiteren Informationen nun auf der Stele zur Bauerschaft Alst, die, wie es auf der Tafel weiter heißt, „mit 14 Hofstellen zu den kleinen Bauerschaften des Dorfes zählt“.

Im Flyer ist der Weg dargestellt

Die Stadt hat einen Flyer aufgelegt, der an verschiedenen Stellen im Dorf ausgelegt werden soll. Darin ist der 23 Kilometer lange „Grüne Kranz“ ausgewiesen, der nicht nur in die schöne Münsterländer Parklandschaft locken will, sondern nun auch viel Wissenswertes über die Albersloher Bauerschaften und deren spannende Geschichte liefern kann.

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