Lkw-Ortsdurchfahrt in Albersloh
Verkehrsbelastung ist „keine erträgliche Situation“: Ende jedoch noch offen

Albersloh/Sendenhorst -

Wann genau wird der Albersloher Dorfkern für den Lkw-Transit-Verkehr gesperrt? Die Frage ist weiter offen, weil nicht bekannt ist, wann die Arbeiten auf den Landesstraßen 520 und 851 beendet sind. Teile der Politik fordern deshalb jetzt eine sofortige Sperrung.

Donnerstag, 31.10.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 31.10.2019, 17:12 Uhr
Lkw-Ortsdurchfahrt in Albersloh  : Verkehrsbelastung ist „keine erträgliche Situation“: Ende jedoch noch offen
Solche Situationen sollen künftig in Albersloh nicht mehr zu sehen sein. Foto: Christiane Husmann

Wann wird der Ortskern von Albersloh für nur durchfahrende Lkw gesperrt? Diese zentrale Frage konnte in der gut besuchten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am späten Dienstagabend nicht geklärt werden. Denn so einfach sei das alles nicht, erklärte Ralf Holtstiege vom Straßenverkehrsamt des Kreises Warendorf.

Er wollte sich auf ein konkretes Datum nicht festlegen. Zwar hatte Landrat Dr. Olaf Gericke im Sommer Ende 2020 – nach Abschluss der Sanierung der Landesstraße 520 und dem Ausbau der L 851 zwischen Drensteinfurt und Sendenhorst – als möglichen Termin genannt.

Straßenverkehrsamt hat Zweifel

Ob Gericke das aber tatsächlich so „gemeint“ habe, bezweifelte Holtstiege. Denn bevor es soweit ist, müssten nicht nur die Bauarbeiten auf den genannten Straßen abgeschlossen sein, sondern auch die Stellungnahmen von Behörden wie Straßen.NRW sowie die von betroffenen Kommunen wie Drensteinfurt (für Rinkerode) eingetroffen und bewertet sein.

Auch welche Straßen wo für die täglich im Schnitt 131 Transit-Lkw dicht gemacht werden, ist noch nicht ausgearbeitet.

Lkw-Verkehr in Albersloh

1/10
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann
  •  

    Foto: Christiane Husmann

Kritik von der BfA-Fraktion

Besonders der BfA-Fraktion schmeckten diese Aussagen überhaupt nicht. Dessen Sprecher Hans-Ulrich Menke beharrte in der zuweilen emotional und langatmig geführten Diskussion darauf, die Landesstraßen sofort für die Transit-Lkw zu sperren und den Verkehr weiträumig über Bundesstraßen abzuleiten, zumal die Arbeiten auf den Landesstraßen kaum Ende kommenden Jahres abgeschlossen seien. Bundesstraßen – sonst nix: So ähnlich lautete Menkes Devise.

P1300456

Im Sommer hatte Landrat Dr. Olaf Gericke mit seinen Mitarbeiterinnen im Kreishaus das Lkw-Durchfahrtverbot für den Albersloher Ortskern angekündigt. Aber ein konkreter Termin fehlt noch Foto: Christiane Husmann

Der Kreis Warendorf sah das etwas anders: Landesstraßen seien auch dafür da, überörtlichen Lkw-Verkehr aufzunehmen. Und die Durchfahrt in Albersloh erst zu sperren und dann bei Bauarbeiten auf den Landesstraßen wieder zu öffnen, um sie dann nach Ende von Sanierungsarbeiten wieder zu sperren, führe nur zu Verunsicherungen bei den Verkehrsteilnehmern. Wie es in dieser Causa nun weitergeht – oder gehen könnte –, will die Stadtverwaltung in Gesprächen mit dem Kreis und Straßen.NRW klären.

Das sind krasse Bilder.

Olaf Timm

Zuvor hatte Olaf Timm von der Ingenieurgesellschaft „nts“ die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung vorgestellt, die der Kreis für die Zeit vor der Großbaustelle beauftragt und die den Landrat im Sommer dazu bewogen hatte, die Sperrung für Transit-Lkw anordnen zu wollen. „Das sind krasse Bilder“, erklärte Timm bei der Präsentation der Videos, die seine Gesellschaft mit Drohnen aufgenommen hatte. Timm stellte unter anderem fest, dass es im Dorfkern „eine hohe Verkehrsbelastung“ gebe und dass der Zustand „keine erträgliche Situation“ sei.

Timm diagnostizierte zudem „ein hohes Sicherheitsrisiko“ für Fußgänger und Radfahrer sowie „wenig Aufenthaltsqualität“. Daran werde sich etwas ändern, wenn etwa 36 Prozent der großen Lkw mit einem Durchfahrtverbot belegt würden. Die große Sommerbaustelle habe gezeigt, dass das durchaus möglich sei. „Es geht auch ohne“, erklärte Timm – also ohne die Ortsdurchfahrt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7032748?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Legenden, Freaks und coole Socken
Kinder der Kita St. Peter und Paul in Nienborg singen im Karaoke-Studio „Däpp Däpp Däpp, Johnny Däpp Däpp“ . . .
Nachrichten-Ticker