Landfrauenverband Albersloh/Rinkerode ist am Puls der Zeit
Bereit für Veränderungen

Albersloh/Rinkerode -

Die Landfrauen setzen sich intensiv mit der Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft auseinander. Das wurde in der Mitgliederversammlung ihres Verbandes deutlich.

Samstag, 09.11.2019, 06:38 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 06:40 Uhr
Gut aufgestellt: Der aktuelle Vorstand des Ortsverbands der Landfrauen Albersloh/Rinkerode.
Gut aufgestellt: Der aktuelle Vorstand des Ortsverbands der Landfrauen Albersloh/Rinkerode. Foto: Christiane Husmann

Sie sind ein starker Verband: die Landfrauen. Und sie sind ganz nah am Zeitgeist. Themen wie Nachhaltigkeit, Rechte der Frauen, gesunde Ernährung, Kultur und politisches Handeln gehören zu ihrem Profil. So mag es nicht verwundern, dass längst nicht nur Frauen mit landwirtschaftlichem Hintergrund die Mitgliedschaft im Verband suchen. Auch das wurde in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Albersloh/Rinkerode deutlich, die informativ und unterhaltsam war.

Blick auf die Agrarpolitik

Als Albersloher Ortsvorsitzende begrüßte Christa Budde neben den Landfrauen verschiedene Ehrengäste, die sich im voll besetzten Saal der Gaststätte Geschermann einen Platz gesucht hatten. Besonders freute sie sich, dass auch viele junge Frauen der Einladung gefolgt waren. „Da sitzt unsere Zukunft“, meinte die Ortsvorsitzende die sich mit einigen einleitenden Worten an die Versammlung richtete und dabei den Blick auf aktuelle Themen wie den Umweltschutz oder die Agrarpolitik warf: „Genau wie alle anderen Verbraucher sind auch wir Landwirte für Umweltschutz. Auch wir wollen und brauchen eine intakte Umwelt.“

Dass insbesondere junge Menschen mit Blick auf die Agrarpolitik verunsichert seien, gefährde indes die Weiterführung vieler Betriebe. „Das Agrarpaket, das Klimapaket, die verschärfte Düngeverordnung: All das verunsichert die jungen Menschen und nimmt ihnen die Perspektive“, meinte Christa Budde.

Auch wir wollen und brauchen eine intakte Umwelt.

Christa Budde

Sicher seien in der Vergangenheit Fehler gemacht worden, aber man sei bereit für Veränderungen. Und es sei auch schon viel geschehen, stellte sie hinsichtlich der teilweise massiven Kritik an der Landwirtschaft fest. Die Ortsvorsitzende appellierte: „Wir können und müssen miteinander reden und nicht übereinander. Nur so können Missverständnisse ausgeräumt und Dinge geändert werden.“

Mit Neuigkeiten aus dem Kreisverband richtete sich Gisela Kellner an die Landfrauen und stellte deren neuen Slogan „Wissen pflanzen – Werte entfalten“ vor. „Sie alle sind in diesem Verband, weil wir für Werte einstehen, die sie gut finden, die sie akzeptieren und ebenso vertreten.“ Dazu gehöre das Engagement auf vielen Gebieten, mit dem man ganz nah am Zeitgeist sei. „Ich bemerke in der Gesellschaft ein Umdenken. Die Jugend fordert es ganz massiv, und das ist richtig so.“

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Themen wie Vermeidung von Plastikmüll, Nachhaltigkeit oder Umweltschutz stünden daher ganz oben auf der Agenda der Landfrauen. „Auch wir sind Verbraucher, Einkäufer, Konsumenten. Jeder muss bei sich etwas ändern: jetzt, jeden Tag, immer wieder“, meinte das Kreisvorstandsmitglied. Dem schloss sich auch Ortsvorsteher Sebastian Sievers an, der die Verantwortung des eigenen Handels in einem kurzen Grußwort in den Fokus rückte.

Mit einem unterhaltsamen Jahresrückblick holte Beate Heimann viele Unternehmungen der Landfrauen in die Gegenwart zurück. Ob beim „Tag der Milch“, einem Ausflug zum Flughafen Münster-Osnabrück mit echtem Feuerwehreinsatz, dem Bau eines Hochbeetes oder einem hochprozentigen Cocktailabend: Den Landfrauen wurde ein attraktives Verbandsjahr präsentiert. Und auch die Aussicht auf das laufende Programm verspricht unterhaltsame Unternehmungen. Explizit wurde auf den Kreislandfrauentag am 23. November in Ahlen verwiesen, für den die Buchautorin und „Stehaufqueen“ Nicole Staudinger als Referentin gewonnen wurde.

Nachdem der offizielle Teil der Versammlung nebst Kassenbericht und Entlastung des Vorstands beendet worden war, genossen die Landfrauen nicht nur eine Suppe, die die Raiffeisengenossenschaft spendiert hatte, sondern auch einen musikalischen Leckerbissen: Die „Pinguine“ aus Hoetmar überzeugten mit ihrem glockenreinen A-capella-Gesang.

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