Offener Brief der Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Sendenhorst“ an den Landrat
Sperrung wird kurzfristig umgesetzt

Albersloh -

Wird sie nun gesperrt? Und wenn ja, wann? Die jüngste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Ende Oktober hat bei den Aktiven der Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ Verwirrung ausgelöst. Die Antwort des Kreises Warendorf auf einen offenen Brief an den Landrat ist jetzt eindeutig: Sie wird – und zwar kurzfristig.

Freitag, 15.11.2019, 15:15 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 16:00 Uhr
In einem offenen Brief an den Landrat stellt die Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ den Zeitpunkt der endgültigen Sperrung zur Diskussion.
In einem offenen Brief an den Landrat stellt die Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ den Zeitpunkt der endgültigen Sperrung zur Diskussion. Foto: Christiane Husmann

Wird sie nun gesperrt? Und wenn ja, wann? Die jüngste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Ende Oktober hat bei den Aktiven der Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ Verwirrung ausgelöst. Die Fragen, die sich daraus entwickelt haben, fassten die Aktiven in einem offenen Brief zusammen, den sie in dieser Woche an Landrat Dr. Olaf Gericke richteten.

So sei beispielsweise in der Sitzung der zugesagte Zeitpunkt der Sperrung in Frage gestellt worden. Während der Landrat von Ende 2020 gesprochen habe, hätte der zuständige Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr, Ralf Holtstiege, diesen Zeitpunkt in der Sitzung als unrealistisch eingeschätzt.

Als Antwort auf diesen Brief erklärte Thomas Fromme , Sprecher des Kreises Warendorf, im Gespräch mit den WN und in einer Presseerklärung: „Nach der erfreulichen Nachricht, dass die Baumaßnahmen im Ortskern Albersloh schon Anfang Dezember und damit Monate vor dem geplanten Fertigstellungstermin beendet sein werden, hat der Kreis Warendorf reagiert und entschieden, den Albersloher Ortskern für den Lkw-Durchgangsverkehr zu sperren. Für Anlieger und den Busverkehr bleibt die Durchfahrt erlaubt. Aufgrund der aktuellen Situation wird sich der Kreis mit der Stadt Sendenhorst, dem Land (Straßen.NRW) und der Kreispolizeibehörde zusammensetzen, um eine kurzfristige Lösung zu erreichen. Da die Vorbereitung und Umsetzung für eine dauerhafte Lösung längere Zeit in Anspruch nehmen wird, muss zunächst über eine vorläufige Beschilderung nachgedacht werden“, so Fromme. Dabei müsse man sowohl die Fertigstellung der Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt als auch die von Straßen.NRW geplanten Sanierungen der L 520 und der L 581 im kommenden Jahr in den Blick nehmen. Alle drei Verbindungen gleichzeitig zu unterbrechen, werde große Probleme bereiten. Da diese Straßen als Umleitungsstrecken für den Lkw-Durchgangsverkehr benötigt werden, sollten die Arbeiten dort vor Beginn einer Sperrung des Albersloher Ortskerns für durchfahrende Lkw abgeschlossen sein. „Da nach Auskunft des Landes mit einem Baubeginn in den nächsten Monaten aber nicht zu rechnen ist, können wir die Sperrung früher umsetzen“, teilte der Kreis gestern mit. Diese Option, die die Vertreter der Straßenverkehrsbehörde des Kreises bereits am 29. Oktober bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt genannt habe, werde also in die Tat umgesetzt.

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