Karnevalsauftakt der KG „Schön wär‘s“
Und das war erst der Auftakt

Sendenhorst -

Dass man auch ohne besetzten Prinzenthron königlich feiern kann, durften die Karnevalisten erfahren, die der Einladung der KG „Schön wär’s“ zum festlichen Auftakt der närrischen Session in der Wersehalle gefolgt waren.

Sonntag, 17.11.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 11:14 Uhr
In der Wersehalle feierten die Närrinnen und Narren den Auftakt zur fünften Jahreszeit und genossen dabei ein tolles Programm.
In der Wersehalle feierten die Närrinnen und Narren den Auftakt zur fünften Jahreszeit und genossen dabei ein tolles Programm. Foto: Christiane Husmann

Dass man auch ohne besetzten Prinzenthron königlich feiern kann, durften die Karnevalisten erfahren, die der Einladung der KG „Schön wär’s“ zum festlichen Auftakt der närrischen Session in der Wersehalle gefolgt waren. Ein tolles Programm mit vielen Höhepunkten sorgte für ausgelassene Stimmung, die Lust auf die fünfte Jahreszeit machen sollte.

„Heute fällt die Proklamation leider aus“, informierte Uwe Wuttke die Festgäste. „Wir haben bisher weder Prinz noch Prinzessin finden können“ räumte der Präsident der KG „Schön wär’s“ ein. „Vielleicht entwickelt sich ja was – der Berthold guckt schon so rüber“, meinte Uwe Wuttke mit Blick zu Bürgermeister Berthold Streffing. Doch der lehnte dankend ab. „Bestimmt findet sich noch jemand, der Spaß hat, das Rathaus zu stürmen, sonst bleibe ich einfach noch ein paar Monate auf meinem Bürgermeisterplatz sitzen“, erklärte Streffing im Cowboykostüm. „Wir werden die Beine nicht hochlegen und suchen weiter nach einer Totalität“, versicherte der KG-Präsident und meinte ganz zuversichtlich: „Vielleicht finden wir ja eine unterm Weihnachtsbaum.“ So oder so werde man in Sendenhorst und Albersloh die fünfte Jahreszeit wie gewohnt ausgelassen feiern und den Karnevalisten ein tolles Programm bieten.

Auf Adel musste an dem Abend aber nicht gänzlich verzichtet werden. Totalität Prinz Uli II. genoss noch einmal seine Regentschaft, bevor er die Prinzenwürden abgeben sollte. Umringt von seinem Elferrat bedankte er sich bei allen, die ihn während seiner närrischen Regentschaft unterstützt hatten. „Ein besonderer Dank geht an Uwe, den ich jederzeit kontaktieren konnte und an meine beiden Töchter Sabrina und Kirsten.“ Doch damit nicht genug: „Und natürlich meinen Elferrat – ich bin stolz, solche Freunde zu haben.“

Geehrt werden sollte an diesem Abend auch ein langjähriges Mitglied der KG, das nicht nur vor 25 Jahren die Prinzenwürde inne hatte, sondern seitdem auch aktiv im Vorstand der KG agiert: Heinz Schemmelmann. Nach seiner Ehrung erzählte er noch kurz, wie er zu Amt und Würden gekommen war: „Hermann Meier, Paul Geschermann und Alfred Kordt schellten eines Abends bei uns an.“ Dann habe es lange gedauert, bis sie die Katze aus dem Sack gelassen hätten. Auf die Frage, ob er Prinz werden wolle, habe er geantwortet: „Da muss ich erst mal meine Frau und meinen Kegelclub fragen.“ Die gaben grünes Licht – und ein neuer Prinz ward geboren.

Vielleicht schellt es in den nächsten Tagen ja wieder bei einem Sendenhorster oder Albersloher an der Tür. Und vielleicht geht es dabei nicht um ein Haustürgeschäft, sondern das verlockende Angebot, die Regentschaft als Totalität zu übernehmen.

Wenn sich die KG auch derzeit darum sorgt, noch einen Regenten zu finden: Nachwuchssorgen muss sie sich nicht machen. Eine ganz besondere Tanzgruppe eröffnete das Festprogramm an diesem Abend: die „Minis“ der KG „Schön wär’s“, deren jüngste „Tanzmaus“ erst zwei Jahre alt ist. Tosender Applaus belohnte die kleinen Bienen, die sich danach mit einem Präsent nach Hause verabschiedeten. Nach Hause mussten und wollten die übrigen Narren noch lange nicht. Bis in die späte Nacht wurde gefeiert. Ob „Coerder Cometen“, „Strandjungs“ oder andere Tanzartisten: Die Stimmung war gut. Beim Auftritt des Wolfgang-Petri-Doubles hielt es dann niemanden mehr auf dem Sitz. Statt in die „Hölle, Hölle, Hölle“ schickte er die Narren zum Tanzen auf Tische und Bänke.

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