Bischof Felix Genn weiht den neuen Altar in St. Ludgerus
Eine wunderbare Kirche

Albersloh -

Nach zehnmonatiger Renovierungszeit erstrahlt die Ludgeruskirche in neuem Glanz. Das Gotteshaus hat auch einen neuen Altar, den der Steinbildhauermeister Stefan Lutterbeck geschaffen hat. Im Festgottesdienst hat Bischof Felix Genn den Altar mit einer großen Zeremonie am Sonntag geweiht.

Montag, 25.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 15:09 Uhr
Auch das Feuer gehörte zur festlichen Zeremonie der Altarweihe, die Bischof Felix Genn (3.v.li.) vornahm.
Auch das Feuer gehörte zur festlichen Zeremonie der Altarweihe, die Bischof Felix Genn (3.v.li.) vornahm. Foto: Christiane Husmann

Der erste, Pfarrer Wilhelm Buddenkotte , hatte beim Einzug ein dankbares Lächeln auf den Lippen und sichtlich Freude an dem, was er sah. Dem zweiten, Pfarrer Clemens Lübbers, versagte es fast die Stimme, aber nicht „wegen des schönen Ereignisses“, wie er versicherte. Und der dritte, zugleich Hauptakteur an diesem Sonntagmorgen, hatte beste Laune und war richtig gut drauf, wie man umgangssprachlich so sagt. Denn auch für Bischof Felix Genn ist es nichts Alltägliches, einen neuen Altar in einer (fast) runderneuerten Kirche zu weihen: eine Zeremonie, die ihm – zwischenzeitlich mit einer blauen Schürze ausgestattet – durchaus handfeste Arbeit abverlangte. Nur gut, dass er seinen Kaplan dabeihatte, wie der Bischof von Münster anerkennend einräumte.

Zehn Monate Umbauzeit

Nach rund zehnmonatiger Umbauphase kündeten alle Glocken im Turm von St. Ludgerus am Christkönigssonntag ab etwa 9.15 Uhr von einem besonderen Ereignis, an dem, wie die volle Kirche deutlich machte, viele Gemeindemitglieder teilhaben wollten. Und mit der Altarweihe als Höhepunkt des Gottesdienstes erlebten sie einen Festakt, der heute selten geworden ist.

Der Bischof und die Priester knieten vor dem Altar nieder.

Der Bischof und die Priester knieten vor dem Altar nieder. Foto: Christiane Husmann

Dass es überhaupt dazu kommen konnte, sei vielen zu verdanken, erklärte Clemens Lübbers – besonders aber seinem Vorgänger in der Gemeinde, Pfarrer Wilhelm Buddenkotte. „Ohne dich, lieber Willi, wäre das hier gar nicht zu denken gewesen“, sagte der Geistliche, der das Amt des Pfarrers vor rund einem Jahr von Buddenkotte übernommen hatte. Für diesen Satz spendeten die Gottesdienstbesucher reichlich Beifall. „Alle haben auf diesen Tag hingefiebert“, meinte Lübbers.

Ohne dich, lieber Willi, wäre das hier gar nicht zu denken gewesen.

Pfarrer Clemens Lübbers

Bischof Felix Genn erklärte, dass er „gerne gekommen“ sei, um den Ambo und den Altar zu weihen und auch die vielen Besucher „in dieser wunderbaren Kirche“ zu segnen. Letztere beruhigte er auf seine humorvolle Weise, bevor er das Weihwasser spendete. „Das ist nichts Schlimmes. Das ist nur Wasser.“ Dass dabei die Sonne durch die Kirchenfenster auf den neuen und schicken Altarbereich schien, passte gut ins Bild.

Feuer, Flamme und Liebe

Dann war ein weiteres Mal der Kaplan des Bischofs gefragt: Das Aufnahmegerät des hohen Besuchers funktionierte offenbar nicht auf Anhieb. „Ich wollte die Predigt aufnehmen, damit sie alle später noch etwas davon haben“, erklärte Felix Genn. In seinen Worten spielten Feuer, Flamme und die Liebe eine besondere Rolle, wie auch später bei der Weihe des neuen Altars. „Alles, was aus Liebe geschieht, wird niemals verloren sein“, sagte Genn. Bilder, die im Kopf entstünden, seien etwas Besonderes – egal, ob in der Musik, der Kunst oder in der Sprache. Für Kinder sei das womöglich leichter nachzuvollziehen als für Erwachsene. „Wir sind manchmal etwas schwerer von Begriff.“

Mit einer Schürze ausgestattet salbte Felix Genn den Altar.

Mit einer Schürze ausgestattet salbte Felix Genn den Altar. Foto: Christiane Husmann

Doch nicht nur deshalb bat der Bischof die Kinder nach vorne an die Altarinsel, um bei der Altarweihe ganz nahe dabei zu sein. Der Nachwuchs der Gemeinde könne so jedes Detail der Zeremonie gut verfolgen. Und nachdem der Steinbildhauermeister Stefan Lutterbeck, der den Altar, der zwölf Säulen darstellt, geschaffen hatte, den letzten Stein eingesetzt hatte, salbte der Bischof das Kunstwerk. Unter dem letzten Stein waren zuvor Reliquien der Heiligen Ursula, Faustina, Desiderius und Modesta begraben worden.

► An den Festgottesdienst schloss sich ein Empfang im Ludgerushaus an. Bericht folgt.

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