Unterhaltsame Generalversammlung der Bürgerschützen
Mit Tradition in die Moderne

Albersloh -

In bester Stimmung ging die Mitgliederversammlung der Albersloher Bürgerschützen über die Bühne. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen.

Montag, 02.12.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 15:16 Uhr
Auch in diesem Jahr war die Generalversammlung der Albersloher Bürgerschützen in der Wersehalle wieder sehr gut besucht.
Auch in diesem Jahr war die Generalversammlung der Albersloher Bürgerschützen in der Wersehalle wieder sehr gut besucht. Foto: Christiane Husmann

Bevor sich die Schützenbrüder in der voll besetzten Wersehalle einen Platz gesucht hatten, mussten sie sich in die Mitgliederlisten eintragen. Genau musste die Teilnehmerzahl der Generalversammlung ermittelt werden, denn es galt, über die Verabschiedung einer neuen Satzung abzustimmen, wofür eine Zweidrittelmehrheit erforderlich war. Dass sich die Versammlung geschlossen und ohne Gegenstimme für den Entwurf entschied, sorgte für einen entspannten Vereinsabend mit gewohnt hohem Unterhaltungswert.

160 Schützen waren dabei

Als Vorsitzender der Schützenbrüder begrüßte Udo Borgmann einige Ehrengäste, 160 Schützenbrüder und natürlich die königlichen Hoheiten. Erstmals in der Geschichte des Albersloher Schützenvereins von 1885 sind es zwei, die mit Königswürden ausstaffiert sind. Neben Schützenkönig Christof („Hülse“) Hülsmann war auch Kinderkönig Maximilian Kuhlmann anwesend. Mit einem dreifachen „Horrido“ würdigte die Versammlung die Regenten und manchen Liter spendiertes Freibier, was die gute Laune in der Wersehalle weiter steigern sollte.

Kinderschützenkönig Maximilian Kuhlmann stattete der Versammlung einen Besuch ab. Udo Borgmann (l.) und Christof Hülsmann nahmen ihn in ihre Mitte.

Kinderschützenkönig Maximilian Kuhlmann stattete der Versammlung einen Besuch ab. Udo Borgmann (l.) und Christof Hülsmann nahmen ihn in ihre Mitte. Foto: Christiane Husmann

Mit einem unterhaltsamen Jahresrückblick ließ Schriftführer Tobias Budde das Schützenfest und andere Höhepunkte des Schützenvereins Revue passieren. Unterstützt wurde er dabei durch aussagekräftige Fotos, die „Hoffotograf“ Richard Stoffers beigesteuert hatte. Beim Kassenbericht legte Bernhard Nieße Zahlen auf den Tisch, die von den Kassenprüfern als korrekt bestätigt wurden. „Es wurde addiert, subtrahiert und manche Flasche Bier liquidiert“, beschrieb Walter Strohbücker die „intensive“ Kassenprüfung. Der Vorstand wurde entlastet.

Es wurde addiert, subtrahiert und manche Flasche Bier liquidiert.

Kassenprüfer Walter Strohbücker

Mit Blick auf die alte Satzung aus den 1960-er und 1970-er Jahren meinte Udo Borgman : „Es macht Sinn, sich nach so langer Zeit die Zeit zu nehmen, die Vereinsgrundlage auf aktuelle Füße zu stellen.“ Ebenso wichtig sei es aber, dass die Satzung bei einem Verein mit fasst 135 Jahren erfolgreichem Vereinsleben weiterhin die Werte und Traditionen des Vereins widerspiegelt. „Deshalb ist auch vieles, was sich in früheren Jahren erfolgreich bewährt hat, weiterhin in der Satzung verankert geblieben“, erklärte der Vorsitzende und stieß dabei auf Zustimmung der Versammlung, die sich einstimmig für die neue Satzung gemäß Entwurf entschied.

Vorschlag: Festzelt vergrößern

Kurz richtete Oberst Theo Hoenhorst das Wort an die Versammlung, um ein neues Mitglied im Offizierskorps zu begrüßen. Nachdem Rainer Lehmkuhl nach 20 Jahren das Offizierskorps verlassen hatte, rückte Yannik Happe als Fahnenschläger nach. Mit viel Applaus wurde der 19-Jährige von der Versammlung willkommen geheißen.

Beim Punkt „Verschiedenes“ wurde angeregt, das Festzelt aufgrund einer stetig steigenden Gästezahl zu vergrößern. „Wo wird das Zelt eigentlich in Zukunft stehen?“, wollte ein weiteres Mitglied wissen. „Unweit von der Stelle, wo es bisher steht“ präzisierte Udo Borgmann den Standort. Ob man die Anmeldungen zum Kinderkönigsschießen nicht online erledigen könne, regte Luise Dreyer an und monierte: „Die Anmeldungen am Schießstand waren ziemlich chaotisch.“

Der Vorstand des Schützenvereins hat noch 213 Tage Zeit, sich den Aufgaben bis zum nächsten Schützenfest zu stellen. Doch vorher steht das Winterfest am 11. Januar mit Livemusik der Band „Startup“ an. „Ich hoffe, ihr kommt zahlreich“, lud Udo Borgmann ein, bevor er unter Begleitung der örtlichen Musikzüge und der Mitglieder traditionell das Albersloher Heimatlied anstimmte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7105579?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Eurobahn wird bestreikt
Zugausfälle im Münsterland: Eurobahn wird bestreikt
Nachrichten-Ticker