Initiative schlägt „Baustraße“ als Verbindung zur L 586 vor
Vorschlag für den Dorffrieden

Albersloh -

Ab dem Nikolaustag geht für den Lkw-Verkehr kaum noch etwas im Dorfkern von Albersloh. Betroffen sind auch die heimischen Unternehmen. Die Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ schlägt deshalb vor, eine „Baustraße“ vom Gewerbegebiet zur L 586 zu errichten.

Donnerstag, 05.12.2019, 08:00 Uhr
Solche Bilder wird es rund um die Kirche künftig nicht mehr oder nur noch ganz selten geben.
Solche Bilder wird es rund um die Kirche künftig nicht mehr oder nur noch ganz selten geben. Foto: Christiane Husmann

Der Frieden im Dorf ist auch für die Initiative „Stoppt den Lkw-Verkehr in Albersloh“ ein hohes Gut. Und diesen Frieden sieht sie „in Anbetracht der teilweise erschreckend kontroversen Diskussionen, insbesondere in den sozialen Medien“, derzeit gefährdet, wie sie in einem Brief an den Bürgermeister deutlich macht. Denn die ab dem morgigen Freitag geltende Totalsperrung des Dorfkernes für Lkw über 3,5 Tonnen hat einige Gemüter mächtig erhitzt. Und sie hat zu Sorgen und Bedenken bei Unternehmen im Gewerbegebiet geführt, die wirtschaftliche Nachteile sehen.

Sorgen und Bedenken

Dass es solche geben kann, bestreitet auch die Initiative nicht, die in ihrem Brief noch einmal betont, dass sie keine Sperrung für alle Lkw gefordert habe, die Entscheidung von Landesbetrieb, Kreis, Polizei und Stadt gleichwohl nachvollziehen könne. Die Entscheidung sei „aufgrund der Ergebnisse des Verkehrsgutachtens folgerichtig“.

Willi Berheide , einer der Sprecher der Initiative, hatte bereits Ende vergangener Woche mit allen betroffenen Unternehmen gesprochen. Die Gespräche seien „bis auf eines freundlich, fair und konstruktiv“ gewesen. „Von einigen Stellen gab es sogar unerwartetes Lob“, heißt es in dem Brief an den Bürgermeister.

Viele Gespräche geführt

Auch deshalb, weil die Initiative einen Vorschlag macht, von dem sie glaubt, dass alle damit gut leben könnten und dessen Umsetzung die Dorfgemeinschaft stärken werde. Willi Berheide und seine Mitstreiter schlagen vor, für die Unternehmen im Gewerbegebiet eine „zeitlich begrenzte Baustraße“ zu erstellen, die vom Haberkamp zur Landesstraße 586 führt. Diese könnte schnell genehmigt und damit schnell realisiert werden. Die Straße, so heißt es im Brief weiter, könnte mit Hilfe von persönlichem Arbeitseinsatz der Albersloher – die Initiative eingeschlossen – und mit der Auftragsvergabe an Unternehmen im Dorf erfolgen.

Weniger Verkehr auf dem Nordtor

Die Erstellung der „Baustraße“ könnte in die Erschließung des Baugebiets Kohkamp, die derzeit beginnt, eingebunden werden. Nach der Realisierung einer dauerhaften Lösung sei die Straße schnell und umweltfreundlich rückbaubar. Zudem ergebe sich dadurch eine vereinfachte Baustellenzufahrt zum Kohkamp.

Die Initiative geht in ihrem Brief zudem davon aus, dass sich nach der Umsetzung ihres Vorschlags der Lkw-Verkehr auf dem Nordtor in Sendenhorst reduzieren werde.

Zudem bedeuteten die dann von den Fuhrunternehmen weniger zu fahrenden Kilometer einen Beitrag zum Umweltschutz sowie eine Stärkung der Unternehmen im Dorf, schreiben die Initiatoren im Brief an den Bürgermeister.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7110132?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Der Gartennachbar muss bezahlen
Ein heftiger Brand wütete im November 2015 in der Kleingartenanlage. Zwei Lauben wurden dabei völlig zerstört.
Nachrichten-Ticker