Stadtverwaltung ändert ihre Meinung
Klimanotstand: Nun also doch

Sendenhorst/Albersloh -

Die Stadtverwaltung schlägt vor, in der Ratssitzung am Donnerstag (12. Dezember) nun doch den Klimanotstand erklären zu lassen. Bisher hatte sie sich dagegen ausgesprochen. Und auch in der jüngste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt war – knapp – anders entschieden worden.

Mittwoch, 11.12.2019, 08:00 Uhr
Auch das Team des Sozial-Zentrums setzt sich mit verschiedenen Aktionen für mehr Klimaschutz ein.
Auch das Team des Sozial-Zentrums setzt sich mit verschiedenen Aktionen für mehr Klimaschutz ein. Foto: Christiane Husmann

Nun also doch: Der Rat der Stadt Sendenhorst soll in seiner Sitzung am morgigen Donnerstagabend den Klimanotstand ausrufen. Das schlägt die Verwaltung in einer Vorlage für die Sitzung vor. Zugleich soll die Verwaltung beauftrag werden, „die Umsetzung der in Klimaschutzkonzepten genannten Maßnahmen verstärkt voranzutreiben“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Zweiter Anlauf

Der Klimanotstand hatte – wie berichtet – bereits in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung auf der Tagesordnung und zur Abstimmung gestanden. Bei Stimmengleichheit waren SPD und BfA knapp unterlegen – und der SPD-Antrag wurde abgelehnt. Die Verwaltung hatte für die Sitzung Ende Oktober vergeschlagen, den Klimanotstand nicht auszurufen. Nun soll es also anders kommen.

Schüler haben protestiert

Ausgelöst hatte die Diskussion über den Klimanotstand unter anderem ein Antrag der Schüler der Montessori-Gesamtschule, der besagt, dass die Stadt den Klimanotstand erklären solle. Wie berichtet, waren die Schüler dafür im Sommer auf die Straße gegangen und hatten den Antrag auch im Rathaus abgegeben.

Auch andere Organisationen, wie zum Beispiel der Evangelische Kirchenkreis Hamm, zu dem die evangelische Gemeinde gehört, hatten beantragt, den Klimanotstand auszurufen. Dass das Ende Oktober nicht erfolgt ist, hatte bei den Bürgern zu einigem Unmut geführt.

Klimaschutz- und Nachhaltigkeitswoche

Die Verwaltung begründet ihren Vorschlag jetzt unter anderem damit, dass auch das EU-Parlament den Klimanotstand erklärt hat. Wenn es in der Ratssitzung dazu kommt, hat das unter anderem zur Folge, dass alle künftigen Beschlussvorlagen und Entscheidungen der politischen Gremien der Stadt auf ihre Relevanz für das Klima und die Umwelt geprüft werden müssen.

Zudem soll im kommenden Jahr eine Klimaschutz- und Nachhaltigkeitswoche inklusive Klimaschutzmesse stattfinden.

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