Die Ärztin Christine Sandmann arbeitet nun in Albersloh
Der Hausarzt hat Verstärkung

Albersloh/Drensteinfurt -

Die Hausarztpraxis von Dr. Edgar Kaup hat Verstärkung erhalten. Die Ärztin Christine Sandmann arbeitet nun mit, damit alle Patienten versorgt werden können. Die Neue in der Praxis kennt das Leben auf dem Dorf. Sie ist in einem solchen in Niedersachsen aufgewachsen.

Donnerstag, 19.12.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 14:26 Uhr
Dr. Edgar Kaup und Christine Sandmann sind in Albersloh nun ein Team.
Dr. Edgar Kaup und Christine Sandmann sind in Albersloh nun ein Team. Foto: Josef Thesing

Die Wellen waren hoch geschlagen, nachdem einer der beiden Albersloher Hausärzte aus Altersgründen seine Kassenzulassung zurückgegeben hatte. Nicht nur die Patienten, sondern auch Politik und Verwaltung stellten sich die Frage, ob Dr. Edgar Kaup den erwarteten Ansturm auf seine Praxis würde bewältigen können.

Der Mediziner hatte ähnliche Überlegungen angestellt und deshalb vor einigen Monaten angekündigt, dass er sein Team mit einem zweiten Arzt oder einer Ärztin verstärken wolle. Das ist nun geschehen. „Der Druck ist weg. Einer alleine kann das nicht schaffen“, sagt Edgar Kaup heute.

Für mich ist das genau das Richtige. Das habe ich immer schon gewollt.

Christine Sandmann

Christine Sandmann , die Neue in der Praxis, kennt das Leben auf dem Dorf. Sie ist in einem solchen in Niedersachsen aufgewachsen. „Für mich ist das genau das Richtige. Das habe ich immer schon gewollt“, sagt sie, die unlängst ihren „Facharzt“ abgelegt hat. An vier Vormittagen in der Woche kümmert sie sich nun mit um die Patienten.

Aus Hamburg aufs Dorf

Allerdings gab es zwischen Dorf und Dorf für sie durchaus etwas Größeres. Erst im Sommer dieses Jahres ist die 37-Jährige mit ihrer Familie – Mann und zwei Kinder – von Hamburg nach Drensteinfurt umgezogen. Und aus der Nachbarstadt hat sie es nicht weit bis nach Albersloh. Das Dorf Albersloh war ihr aber auch vorher nicht gänzlich fremd, hat sie doch im benachbarten Münster studiert.

Mehr Zeit für Patienten

Die Verstärkung gibt Edgar Kaup und seiner neuen Kollegin die Möglichkeit, wechselseitig die Bewohner des St.-Josefs-Haus zu versorgen. Und am Donnerstagmorgen stehen für Kaup Hausbesuche im Dienstplan. Zudem, erzählt der Mediziner, erforderten auch die Bürokratie und das Management viel Zeit. Und für längere Arzttermine, etwa bei der jährlichen Vorsorge für Männer, sei auch mehr Zeit. Das reduziere auch das Risiko, „vielleicht mal etwas zu übersehen“, meint Kaup.

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