Bürgerstiftung, Pfadfinder und DAF erhalten „Heimatpreis“
Eine Heimat für alle Menschen

Sendenhorst/Albersloh -

Die Bürgerstiftung, die Pfadfinder und der DAF haben den ersten „Heimatpreis“ erhalten, den die Stadt verliehen hat. Damit würdigt die Stadt das ehrenamtliche Engagement der drei Organisationen, die sich um alle Menschen in der Stadt verdient machen. 2500 Euro gingen an die Bürgerstiftung

Freitag, 20.12.2019, 08:00 Uhr
Die Preisträger, die Mitglieder der Jury und der Bürgermeister freuten sich über die erste Verleihung des „Heimatpreises“. Für den musikalischen Rahmen in der Feierstunde sorgten Ronja Dresen und Svenja Winterstein, die sich in der Schule für Musik im Kreis Warendorf auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorbereiten.
Die Preisträger, die Mitglieder der Jury und der Bürgermeister freuten sich über die erste Verleihung des „Heimatpreises“. Für den musikalischen Rahmen in der Feierstunde sorgten Ronja Dresen und Svenja Winterstein, die sich in der Schule für Musik im Kreis Warendorf auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorbereiten. Foto: Josef Thesing

Heimat ist bunt, international und interkulturell. Und Heimat ist Frieden. Mit dieser Aussage setzte die Stadt am Mittwochabend bei der Verleihung des ersten „Heimatpreises“ ein deutliches Zeichen auch in Richtung solcher Kreise, die den Begriff „Heimat“ zuweilen anders interpretieren. Ausgezeichnet wurden von Bürgermeister Berthold Streffing im festlich dekorierten Kommunalforum die Bürgerstiftung, die Pfadfinder und der Deutsch-Ausländische Freundeskreis. Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hatte der Stadt 5000 Euro für die erstmalige Vergabe des „Heimatpreises“ zur Verfügung gestellt.

Platz eins für die Bürgerstiftung

Der Rat der Stadt hatte in der vergangenen Woche auf Vorschlag der Jury entschieden, die Bürgerstiftung auf Platz eins zu setzen und mit 2500 Euro zu bedenken. Für den zweiten Platz erhielten die beiden Pfadfinderstämme 1500 Euro. Und die Vertreter des DAF freuten sich über Platz drei und 1000 Euro. Alle drei Gruppen stünden mit ihrem Engagement dafür ein, „den Begriff Heimat sehr positiv zu besetzen“, erklärte der Bürgermeister in der Laudatio.

Platz eins ging an die Bürgerstiftung.

Platz eins ging an die Bürgerstiftung. Foto: Josef Thesing

Für die Verleihung des „Heimatpreises“ hatte es 21 Vorschläge gegeben, erklärte Berthold Streffing. Das sei eine unerwartet große Resonanz gewesen, und „alle Vorschläge waren richtig gut“. Die Vielzahl der Bewerbungen habe die Jury, die „hervorragende Arbeit“ geleistet habe, vor eine große Aufgabe gestellt, bei der es „viel zu bedenken“ gegeben habe.

Dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge

Der Deutsch-Ausländische Freundeskreis stehe seit vielen Jahren dafür, Sendenhorst und Albersloh zur „Heimat für alle Menschen“ zu machen, sagte Berthold Streffing. Und das generationsübergreifend und unabhängig von Religion, Staatsangehörigkeit und Geschlecht.

Die Pfadfinder freuten sich über Platz zwei.

Die Pfadfinder freuten sich über Platz zwei. Foto: Josef Thesing

Dass das in Sendenhorst so gut funktioniere, liege aber auch an der Stadt selbst, erklärte Theodor Lohölter für den DAF. Die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge sei ein entscheidender Faktor gewesen und habe Fremden „eine neue Heimat“ gebracht. Und auch die Menschen in beiden Ortsteilen hätten immens viel dazu beigetragen, Geflüchteten ein neues Zuhause zu bieten. „Das zweite Standbein des DAF sind die Bürger von Sendenhorst und Albersloh“, erklärte Annette Dimmer-Deppe für den Freundeskreis.

Das zweite Standbein des DAF sind die Bürger von Sendenhorst und Albersloh.

Annette Dimmer-Deppe

Die Pfadfinder böten Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten eine Heimat, würdigte der Bürgermeister. Und mit ihrem internationalen Engagement und Begegnungen mit jungen Menschen aus vielen Ländern stünden sie für weltweiten Frieden ein.

Der DAF erhielt 1000 Euro.

Der DAF erhielt 1000 Euro. Foto: Josef Thesing

Als Beispiel führte Jutta Kalbhenn von den Pfadfindern in ihren Dankesworten die junge Sendenhorsterin Marie Winkelkötter an, die es gerade noch so eben zur Preisverleihung geschafft hatte: Sie hatte in Berlin das Friedenslicht aus Bethlehem an Politiker verteilt.

Die Bürgerstiftung schließlich sei in der Stadt das „Dach“, unter dem sich Menschen in vielen Vereinen, Organisationen und Einrichtungen mit großem Engagement für den „Sozialraum Heimat“ in beiden Ortsteilen einsetzten. Die Stiftung unterstütze vieles in der Stadt, erklärte Streffing. „Wir springen gerne ein“, erklärte Vorsitzender Hubert Habla für die Stiftung.

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