Küchenanbau im St.-Josef-Stift vollendet
„Dankbar, dass wir bleiben konnten“

Sendenhorst -

Das Küchenteam des St.-Josef-Stifts spielt in punkto Patientenzufriedenheit eine wichtige Rolle. Jetzt stießen die Mitarbeiter mit Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann und Kuratoriumsvorsitzendem Werner Strotmeier auf den im Dezember abgeschlossenen Umbau der Küche an.

Samstag, 04.01.2020, 05:12 Uhr aktualisiert: 04.01.2020, 05:20 Uhr
Freude über den erreichten Meilenstein: Im Dezember wurde das Projekt Küchenerweiterung im St.-Josef-Stift vollendet. Das Team der Küche stieß gemeinsam mit Krankenhausverantwortlichen auf den Abschluss der Baumaßnahme an.
Freude über den erreichten Meilenstein: Im Dezember wurde das Projekt Küchenerweiterung im St.-Josef-Stift vollendet. Das Team der Küche stieß gemeinsam mit Krankenhausverantwortlichen auf den Abschluss der Baumaßnahme an. Foto: St.-Josef-Stift

Das Küchenteam des St.-Josef-Stifts spielt in punkto Patientenzufriedenheit eine wichtige Rolle. 92 Prozent Zufriedenheit mit dem Essen wurden in einer Picker-Befragung 2019 ermittelt. Damit lässt die Küchenmannschaft des Stifts den bundesweiten Durchschnitt aller Klinikküchen mit 16 Prozentpunkten Vorsprung weit hinter sich. Um diesen Standard auch bei mittlerweile täglich 1300 Mahlzeiten zu sichern, wurde die Küche innerhalb eines Jahres um einen Anbau erweitert. Die Stärkung des bewährten Standorts im Herzen des St.-Josef-Stift-Campus‘ sichert darüber hinaus Arbeitsplätze mit Tageslicht und abwechslungsreichen Tätigkeiten.

Jetzt stieß das Küchenteam mit Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann , Kuratoriumsvorsitzendem Werner Strotmeier , Technischem Leiter Peter Kerkmann, Hauswirtschaftsleitung Roswitha Mechelk und Stefanie Korte (Perfekt) auf den im Dezember erreichten Meilenstein an. Klemann dankte den Mitarbeitern, dass sie trotz Lärm und Enge während der Bauphase Patienten, Bewohner, Mitarbeiter und Gäste in gewohnt guter Weise mit Speisen versorgt hätten. Sogar Aktionswochen habe es gegeben.

„Essen und Küche gehören mitten ins Haus. Die Nähe zu den Gästen ist wichtig für den Erfolg, denn die Zufriedenheit der Patienten hängt auch von der Qualität des Essens ab“, betonte auch der Kuratoriumsvorsitzende Werner Strotmeier. In seine Amtszeit als Geschäftsführer fiel die Entscheidung, die Küche am bestehenden Standort zu erweitern.

„Wir sind Ihnen dankbar, dass wir hierbleiben konnten“, sprach Küchenleiter Ulrich Sätteli für sein Team. Mehr Platz, mehr Licht sorgten für verbesserte Arbeitsabläufe. Die Vorteile des zentralen Küchenstandorts liegen auf der Hand: Das Konzept der frischen, regionalen und saisonalen Küche ist ein wesentlicher Faktor.

Frisch zubereitet und sofort serviert bedeute Qualität, die nur möglich sei, wenn es eine räumliche Nähe von Topf und Teller, von Küche und Gästen gebe, ist man sich im Stift sicher. Viele aktuelle Speiserezepturen eigneten sich nicht für Verfahren, bei denen Mahlzeitenkomponenten losgelöst vom tagesaktuellen Speiseplan gegart, heruntergekühlt, bereitgehalten, später kalt portioniert und erst auf dem Teller erhitzt (regeneriert) werden. Dieses Konzept wäre nur in einer Großküche außerhalb des Campus möglich gewesen. „Das erfordert andere Strukturen und Abläufe und hätte auch mehrstündige Arbeitsphasen in heruntergekühlten, fensterlosen Räumen bedeutet, um beispielsweise Mahlzeiten zu portionieren“, erklärt Hauswirtschaftsleitung Roswitha Mechelk.

Dem Küchenteam stehen künftig zusätzliche rund 350 Quadratmeter verteilt auf drei Ebenen zur Verfügung.

Der Anbau im Erdgeschoss umfasst zwei zusätzliche Kühlräume mit Schockkühler für die warme Küche und die kalte Küche, einen Logistikraum für die Transportbehälter (warme Speisen) für Altenheime und Reha-Zentrum sowie eine Verdoppelung der Fläche für die kalte Küche. Zusätzliche Lagerräume wurden im Sockelgeschoss eingerichtet.

Künftig wird die Temperierung für heiße Tage im Sommer verbessert. Außerdem wurde die Brotstube ertüchtigt mit Optimierung der Arbeitsabläufe. Das Büro und ein Mitarbeiterbesprechungsraum befinden sich nun im ersten Obergeschoss. Und auch der Aufzug wurde erneuert.

Gestartet war die Maßnahme im Herbst 2018 mit dem Rückbau des Apfelkellers. Dr. Ansgar Klemann dankte dem Technischen Leiter Peter Kerkmann und den beteiligten Planern für die gute Umsetzung der komplexen Bauabläufe im laufenden Küchenbetrieb. „Alle Töpfe standen unter Dampf, und nur drei Meter weiter wurden tonnenschwere Träger eingebaut, um die Statik des Gebäudes abzufangen“, beschrieb Technischer Leiter Peter Kerkmann, der bei dieser Baumaßnahme auch auf die Flexibilität, Erfahrung und Routine der hauseigenen Handwerker und der Perfekt-Mitarbeiterinnen aus der Reinigung bauen konnte.

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