Sternsinger in allen Ortsteilen unterwegs
„Ihr seid eine große Hilfe“

Walstedde/Drensteinfurt/Rinkerode -

Viele kleine Könige und Sternträger waren am Wochenende in allen Ortsteilen Drensteinfurts für den guten Zweck unterwegs. Zu den fast 150 aktiven Kindern und Jugendlichen gesellten sich zahlreiche Helfer und Unterstützer, ohne die die Spendensammlung so nicht möglich wäre.

Montag, 06.01.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 14:50 Uhr
Der Startschuss der Aktion in Walstedde fiel am Freitagnachmittag mit dem Aussendungsgottesdienst in der St.-Lambertus-Kirche.
Der Startschuss der Aktion in Walstedde fiel am Freitagnachmittag mit dem Aussendungsgottesdienst in der St.-Lambertus-Kirche. Foto: Simon Beckmann

„Frieden! Im Libanon und weltweit“: Unter diesem Motto stand die diesjährige Sternsingeraktion, bei der natürlich auch im Lambertusdorf fleißig für arme und in Not geratene Kinder gesammelt wurde. Dafür machten sich am Wochenende in Walstedde, Ameke, Mersch und in den umliegenden Bauerschaften fast 30 Kinder und Jugendliche, aufgeteilt in acht Gruppen, auf den Weg, um den Weihnachtssegen zu bringen und um Spenden zu bitten.

Der Startschuss fiel am Freitagnachmittag mit dem Aussendungsgottesdienst in der St.-Lambertus-Kirche. Währenddessen wurden nicht nur verschiedene Lieder gesungen, sondern auch die Kreide, die neu besprühten Sterne und die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 17 Jahren von Pater Johny gesegnet. Ebenso erklärte der Geistliche den Sternsingern den Sinn hinter der Sammlung. „Vor vier Jahren sind Menschen zu uns gekommen, die alles verloren haben. Aber auch heute gibt es noch Kinder und Erwachsene, die kein Haus, keine Verwandtschaft, kein Essen oder keine Kultur mehr haben. Das ist ganz schrecklich“, sagte Pater Johny. Danach lobte er die fleißigen Sternsinger: „Das, was ihr macht, ist eine ganz tolle Sache. Ihr seid eine große Hilfe für Menschen in Not.“

Im Anschluss ging es zu Pastor August Oberwies, der traditionell der erste Spender in Walstedde ist. Er freute sich wie jedes Jahr über die zahlreich erschienenen Sternsinger und natürlich über den kraftvollen Gesang der Schar vor seiner Haustür – und das trotz des durchwachsenen Wetters. „Es ist ganz großartig, dass ihr bei so einem Regenwetter loszieht.“ Natürlich durfte anschließend der Segensspruch „20*C+M+B+20“, was für „Christus mansionem benedicat“ steht und übersetzt „Christus, segne dieses Haus“ bedeutet, an der Wand des Pfarrheims nicht fehlen.

Kakao und Kuchen zur Stärkung

Am Samstag zogen die Sternsinger in ihren festlichen Gewändern ebenfalls durch das Dorf. Zwischendurch bestand für die Kinder und Jugendlichen immer wieder die Möglichkeit, sich im Pfarrheim aufzuwärmen und dort mit Kakao, Kuchen und anderen Speisen zu stärken. Am Samstagmittag wurden von Peter Berkemeier zubereitete Burger serviert.

„Am Sonntag waren wir dann auf Nachfrage auch noch unterwegs“, erzählte Anna Niehoff, die die Aktion in diesem Jahr zusammen mit Elena Brune, Carmen Adolf, Daniel Dubowy und weiteren Helfern vorbereitet und betreut hat.

Im Sinne der guten Sache waren am Wochenende auch in Drensteinfurt die Sternsinger unterwegs. 45 Kinder und Jugendliche besuchten die Haushalte und brachten Gottes Segen.

Zu Fuß und mit dem Bulli unterwegs

Die Sternsingeraktion hatte bereits beim Aussendungsgottesdienst am Donnerstagabend begonnen. Bis Sonntagabend waren die Gruppen dann im Einsatz, mal zu Fuß, mal mit dem Bulli. Sie sangen und erzählten, wie sie dem Stern gefolgt waren und baten schließlich um eine Spende, die für humanitäre Hilfe am Mittelmeer eingesetzt werden soll.

Am Samstagabend brachten die Sternsinger den Segen dann ein weiteres Mal in die St.-Regina-Kirche vor zahlreichen Familienmitgliedern und Freunden. Pastor Jörg Schlummer predigte über die Symbolik der Heiligen Drei Könige und der mitgebrachten Geschenke. Er dankte zudem den 55 Erwachsenen, die sowohl im Hintergrund Organisationsarbeit wie die Terminvereinbarung leisten, aber ebenso die Sternsinger begleiten und fahren. Auch den 23 Familien, die die Gruppen an den Abenden verköstigten, dankte Schlummer.

Mitorganisator Elmar Stracke zeigte sich in einem ersten Fazit sehr zufrieden mit den Besuchen. Allein bis Samstagabend waren fast 10 000 Euro an Spenden zusammengekommen. „Diese hohe Zwischensumme ist auch darauf zurückzuführen, dass die erstaunten Sternsinger fünf 500-Euro-Scheine und einen 200-Euro-Schein in ihren Sammelboxen fanden“, berichtet Stracke. Dies zeige, dass auch einige wohlhabende Mitbürger das Engagement der Sternsinger großzügig unterstützten. Und da weitere Besuche anstehen, wird die Summe noch steigen.

73 Rinkeroder Kinder im Einsatz

Last, but not least sind am Sonntagmorgen auch die Sternsinger in Rinkerode auf ihre wichtige Reise geschickt worden. Nach dem Aussendungsgottesdienst, den Pastor Jörg Schlummer zelebriert hatte, machten sich die 73 Kinder, aufgeteilt in 20 Gruppen, auf den Weg, um alle Haushalte im Davertdorf zu besuchen, den Segen zu bringen und Spenden zu sammeln. Für die Verpflegung sorgte am Mittag das Team der Seniorenmensa um Mechtild Pfumfel, das im Pfarrzentrum Nudeln mit Bolognesesoße servierte.

Dass sich rund 20 Kinder weniger als im Vorjahr an der Sternsingeraktion beteiligt hatten, habe laut Kirsten Stehmann vom Orga-Team an den Schulferien gelegen, die noch bis einschließlich heute dauern. Im nächsten Jahr werde die Aktion in Rinkerode deshalb erst am 10. Januar stattfinden. Dann soll es im Vorfeld auch nur noch ein statt wie bislang zwei Vorbereitungstreffen geben, bei denen die Lieder geübt und die Kostüme anprobiert werden.

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