Dreikönigssingen in Drensteinfurt
Helfende Hände im Hintergrund

Drensteinfurt -

An vielen Türen in Stewwert, Mersch und in den umliegenden Bauerschaften haben die Sternsinger in den vergangenen Tagen geklingelt und so etwa 400 Familien erreicht. In zehn Gruppen aufgeteilt, haben die 22 Mädchen und 23 Jungen den Segen gebracht und Spenden für den guten Zweck gesammelt.

Dienstag, 07.01.2020, 07:00 Uhr
45 Kinder und Jugendliche und beinahe ebenso viele Helfer engagieren sich für das Dreikönigssingen in Drensteinfurt.
45 Kinder und Jugendliche und beinahe ebenso viele Helfer engagieren sich für das Dreikönigssingen in Drensteinfurt. Foto: Malte Oberhoff

In zehn Gruppen aufgeteilt, haben die 22 Mädchen und 23 Jungen den Segensspruch „20* C+M+B+20“ an die Hauswände geschrieben und Spenden für den guten Zweck gesammelt. Die Aktion stand dieses Mal unter dem Leitwort „Frieden! Im Libanon und weltweit“.

In Drensteinfurt besuchen die Heiligen Drei Könige nicht grundsätzlich alle Haushalte, sondern kommen nur nach vorheriger Anmeldung. Im Vorfeld der aktuellen Aktion waren 290 Besuche gewünscht worden, berichtet Mitorganisator Elmar Stracke . „Zusätzlich gibt es noch zehn Sondertermine, unter anderem in Kitas, bei den Caritas-Senioren, im Malteserstift oder auch bei der Versammlung der Bauernschützen“, so Stracke.

Die Aussendung der Sternsinger war am vergangenen Donnerstag erfolgt. Am Samstag haben sie geschlossen an der Abendmesse teilgenommen. „Am Ende haben Simon Möllers (Caspar), Rike Kröger (Melchior), Marie Rosendahl (Balthasar) und Lea Möllers (Sternträgerin) so überzeugend ihre Texte und Lieder vorgetragen, dass sie und natürlich auch alle übrigen Sternsinger mit spontanem Beifall belohnt wurden“, berichtet Elmar Stracke erfreut.

Extra Gewänder für „lange Kerle“

Erstmals sei eine Gruppe mit vier Jungs unterwegs gewesen, die alle 16 Jahre alt und mindestens 1,85 Meter groß waren. „Henning Winter, Maximilian Lenz, Maximilian Skowasch und Daniel Möllers wollten nach einem Jahr Pause 2020 unbedingt noch einmal als Sternsinger unterwegs sein“, erläutert Stracke. Für die „langen Kerle“ seien von Edgar Christians extra lange Gewänder angefertigt worden. „Die Familien waren überrascht, aber eine Ablehnung wegen der Größe oder des Alters war wirklich nicht zu spüren“, lautet das Fazit von Sternträger Daniel Möllers.

Die Gruppe hat am Montagmittag auch der Stadtverwaltung einen Besuch abgestattet. Texte und Lieder saßen perfekt – sodass Bürgermeister Carsten Grawunder und auch die Mitarbeiter gerne etwas in die bereitgehaltenen Spendenboxen taten.

Einsatz hinter den Kulissen

Hinter den Kulissen waren ebenfalls wieder viele Menschen im Einsatz, um das Dreikönigssingen zu ermöglichen, darunter zehn Begleiter und neun Gitarrenspieler. Sieben Frauen kümmerten sich um die Gewänder und waren beim Umkleiden behilflich. Jörg Beier bediente das Telefon in der Alten Küsterei, der „Steuerungszentrale“, und wurde dabei von Wolfgang Abeln und Elmar Stracke als Koordinatoren unterstützt. Das „Rückgrat“ der Aktion bildet ein 14-köpfiges Leitungsteam, das sich bis auf einen Aus- und einen Eintritt seit 2012 nicht verändert hat.

Dankbar sind die Sternsinger dafür, dass sie von 22 Familien am Ende des Tages zum Abendessen eingeladen wurden. Eine Familie hat eine Gruppe sogar gleich zwei Mal bewirtet. Für den Transport zu entfernt liegenden Häusern standen den Aktiven vier Bullis der Firma Heckmann sowie das „Stadtmobil“ zur Verfügung. Alle Kosten für das Drucken der Flyer und Gruppen-Mappen, für Gewänder, Schminke und Getränke werden von der Kirchengemeinde St. Regina, den Messdienern und dem Sternsinger-Leitungsteam übernommen.

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