Eigenbetriebe der Stadt schon seit Jahren auf dem Energiespar-Pfad
Für die Zukunft weiter optimieren

Sendenhorst -

Energiesparen ist ein Gebot der Zeit – auch für die Eigenbetriebe der Stadt Sendenhorst. Dort wird schon seit vielen Jahren immer wieder an Optimierungen gearbeitet. „In den vergangenen zehn Jahren haben wir den Energieverbrauch durch Optimierungsmaßnahmen um 30 Prozent gesenkt“, erklären Klaus Neuhaus.

Donnerstag, 09.01.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 06:10 Uhr
Die Eigenbetriebe haben als Ersatz für den alten Kontroll- und Bereitschaftswagen ein neues E-Fahrzeug angeschafft. Werksausschuss-Vorsitzender Timo Lütke Verspohl, Klaus Neuhaus (Leiter der Eigenbetriebe) und Sven Knauff (Betriebsleiter der Kläranlage, v.li.) freuen sich über die Neuanschaffung.Das erste von zunächst zwei neuen Gebläsen wurde inzwischen aufgebaut. Das Gebläse versorgt die in den Klärbecken vorhandenen Bakterien mit dem notwendigen Sauerstoff.21 neue LED-Lampen sorgen ab sofort für mehr Sicherheit auf dem Gelände bei gleichzeitiger Energieeinsparung.
Die Eigenbetriebe haben als Ersatz für den alten Kontroll- und Bereitschaftswagen ein neues E-Fahrzeug angeschafft. Werksausschuss-Vorsitzender Timo Lütke Verspohl, Klaus Neuhaus (Leiter der Eigenbetriebe) und Sven Knauff (Betriebsleiter der Kläranlage, v.li.) freuen sich über die Neuanschaffung.Das erste von zunächst zwei neuen Gebläsen wurde inzwischen aufgebaut. Das Gebläse versorgt die in den Klärbecken vorhandenen Bakterien mit dem notwendigen Sauerstoff.21 neue LED-Lampen sorgen ab sofort für mehr Sicherheit auf dem Gelände bei gleichzeitiger Energieeinsparung. Foto: Annette Metz

Energiesparen ist ein Gebot der Zeit. Das unterschreibt auch die Stadt Sendenhorst – spätestens seit auch für Sendenhorst der Klimanotstand ausgerufen wurde, der künftig dazu anhält, Entscheidungen auch unter dem Gesichtspunkt „Klimaschutz“ zu betrachten. Auf diese Entscheidung hat man in den Eigenbetrieben der Stadt Sendenhorst gar nicht erst gewartet. Dort wird schon seit vielen Jahren immer wieder an Optimierungen gearbeitet. „In den vergangenen zehn Jahren haben wir den Energieverbrauch durch Optimierungsmaßnahmen um 30 Prozent gesenkt“, erklären Klaus Neuhaus , Leiter Eigenbetriebe, Sven Knauff , Leiter des Klärwerks, und Timo Lütke Verspohl, Vorsitzender des Werksausschusses.

Zu den aktuellen Anschaffungen oder Erneuerungen in diesem Zusammenhang gehören ein neues E-Fahrzeug als Kontroll- und Bereitschaftswagen, der ein ausgemustertes, altes Fahrzeug ersetzt, neue Beleuchtungstechnik auf dem Gelände der Kläranlage und neue Gebläse, die für den Betrieb der Klärbecken benötigt werden.

1,65 Millionen Kilowattstunden kauft die Stadt Sendenhorst pro Jahr von Anbietern. Erst jetzt wurde nach einer europaweiten Ausschreibung beschlossen, den Strom, der komplett als Ökostrom bezogen wird, von zwei Anbietern zu kaufen. „Davon verbraucht das Abwasserwerk, das unter anderem die Kläranlage betreibt, etwa 40 Prozent“, erklärt Klaus Neuhaus. Das sei ein Wert, den man sich in den vergangenen zehn Jahren durch Optimierungsmaßnahmen erarbeitet habe. Durch den Einbau der neuen Gebläse, die die Bakterien in den Klärbecken mit Sauerstoff versorgen, und eine viel gezieltere und feinere Mess- und Regeltechnik erhoffen sich die drei Männer eine weitere jährliche Einsparung von etwa 20 000 Kilowattstunden. Das sei eine Menge, wie sie ansonsten in vier Vier-Personen-Haushalten verbraucht werde, rechnen Timo Lütke-Verspohl und Klaus Neuhaus vor. Zwei Anlagen werden jetzt in Betrieb genommen. Drei weitere Gebläse sind für den Austausch vorgesehen.

Nach dem neuen E-Fahrzeug ist zunächst einmal lange gesucht worden. „Wir brauchten mehr Reichweite und entsprechende Leistungskraft. Das Fahrzeug soll 25 KW pro 100 Kilometer verbrauchen und hat eine Reichweite von etwa 220 Kilometern“, hofft Sven Knauff, damit für eventuelle Mehrfachfahrten ausgerüstet zu sein, bevor das Auto wieder ans Kabel muss. 32 000 Euro hat die Anschaffung gekostet. 14 000 Euro davon kommen aus einem Fördertopf.

Die auf LED-Technik umgestellte Beleuchtung auf dem Betriebsgelände der Kläranlage soll einen weiteren Beitrag zum Energiesparen leistet. Nicht zuletzt durch den geringeren Verbrauch, aber auch durch die feine Steuerung der Bewegungsmelder.

Wenn man hinzurechnet, dass die Photovoltaikanlagen der BESA auf dem Dach in den vergangenen beiden Jahren 28 000 (2018) und 25 500 (2019) Kilowattstunden Strom erzeugt haben, der direkt in die Anlage eingespeist wurde und somit die Einsparung von Nutzungsentgelten möglich machte, sehen sich die Eigenbetriebe auf einem guten Weg, den es gelte fortzusetzen.

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