K21: Unterführung soll im Sommer saniert werden
Vollsperrung – fast – überflüssig

Drensteinfurt -

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits abgeschlossen sein. Aus bautechnischen Gründen wurde die Sanierung der Bahnunterführung an der Schützenstraße allerdings verschoben. Nun liegt das fertige Konzept vor. Starten sollen die etwas fünfmonatigen Arbeiten im Sommer.

Mittwoch, 08.01.2020, 23:00 Uhr
Der sogenannte „Trog“ im Bereich der Bahnunterführung an der Schützenstraße ist seit langem marode. Die bereits für 2019 geplanten und aus bautechnischen Gründen verschobenen Sanierungsarbeiten sollen nun nach Möglichkeit im Sommer beginnen.
Der sogenannte „Trog“ im Bereich der Bahnunterführung an der Schützenstraße ist seit langem marode. Die bereits für 2019 geplanten und aus bautechnischen Gründen verschobenen Sanierungsarbeiten sollen nun nach Möglichkeit im Sommer beginnen. Foto: Dietmar Jeschke

Die Warnbaken sind mittlerweile ein gewohntes Bild. Kein Wunder, „zieren“ die Schlaglochmarkierungen doch nun bereits seit einigen Jahren die Bahnunterführung an der Schützenstraße. Dass deren Fahrbahndecke angesichts ihres Alters von über drei Jahrzehnten und der hohen Fahrzeugbelastung seit Langem sanierungsbedürftig ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Und eigentlich hätten die Arbeiten ja auch schon lange beginnen – und abgeschlossen – sein sollen.

Schon im November 2018 hatte der Kreis Warendorf als zuständige Behörde auf WN-Anfrage bestätigt, dass der im Jahr 1986 gebaute „Trog“ unterhalb der Bahnlinie aufgrund der massiven Schäden in der Abdichtung der Fahrbahnplatte umfassend saniert werden soll – der Austausch des kompletten Fahrbahnaufbaus auf einer Länge von rund 250 Metern inklusive. Anvisiertes Baudatum des rund 630 000 Euro teuren Projekts an der Kreisstraße 21: Sommer 2019.

Passiert ist seitdem bekanntlich nichts. Das aber soll sich nun in diesem Jahr ändern. „Dass wir mit der Baumaßnahme 2019 noch nicht begonnen haben, liegt daran, dass es noch einige technische Fragestellungen zu klären galt, die zu einer veränderten Ausführungsplanung geführt haben“, erklärt Thomas Fromme , Sprecher der Kreisverwaltung. „Wir haben die Zeit insbesondere dazu genutzt, uns detailliert die Fugen der einzelnen Elemente des Trogbauwerkes anzusehen. Dazu haben wir im Fahrbahnbereich eine Fuge freigelegt, um zu prüfen, woher das Wasser stammt, das man an den Wänden des Trogbauwerkes von außen als feuchte Stellen erkennen kann. So konnten wir die notwendigen Schlüsse ziehen, um die Ursache des Wassereintritts im Rahmen der Baumaßnahme zu beheben.“

Geplant sei nun, alle Fugen – sowohl unterhalb der Fahrbahn als auch im Bereich des beidseitig verlaufenden Geh- und Radweges – im Zuge einer Grundsanierung zu erneuern, um das Bauwerk vernünftig abzudichten. „Wir hoffen auf einen Baubeginn vor den Sommerferien“, erklärt Thomas Fromme, der zudem noch eine tröstliche Nachricht parat hat. Denn entgegen der ursprünglichen Planung habe der überarbeitete Entwurf ergeben, dass man auf eine Vollsperrung der einzigen innerörtlichen Straßenverbindung der durch die Bahnlinie geteilten Ortshälften während der etwa fünfmonatigen Gesamtbauzeit nach jetzigem Stand fast vollständig verzichten könne. „Die Abtragung des Asphaltes und die Sanierung der Fugen können – anders als zunächst geplant – jeweils unter halbseitiger Sperrung erfolgen“, so Thomas Fromme. „Lediglich in der letzten Bauphase, wenn wir neu asphaltieren müssen, ist eine Vollsperrung erforderlich, damit die Arbeiten sicher und fachgerecht stattfinden können. Die Vollsperrung dürfte allerdings lediglich etwa zwei Wochen dauern.“

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