Neue Ausstellung in der Galerie Heinrich Friederichs
Zum Stehlen schöne Keramikkunst

Warendorf -

Ausgehend von den Grundformen keramischer Gefäße – Schale, Kugel und Rohr entstanden im Forum Keramik höchst reizvolle Gefäße und Objekte, die ab Samstag in einer Ausstellung in der Galerie Heinrich Friederichs zu sehen sein werden.

Dienstag, 14.01.2020, 10:44 Uhr
Gabriele Grohe (l.) und Marlies Hauk sind seit Tagen damit beschäftigt, die Kunstwerke, darunter die Flaschen von Bärbel Sebeke, die wirken, als seien sie aus Marmor, auf Podesten, Tischen und in Regalen zu positionieren, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.
Gabriele Grohe (l.) und Marlies Hauk sind seit Tagen damit beschäftigt, die Kunstwerke, darunter die Flaschen von Bärbel Sebeke, die wirken, als seien sie aus Marmor, auf Podesten, Tischen und in Regalen zu positionieren, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Foto: Joke Brocker

„Hier ist Einiges an keramischem Wissen versammelt“, sagt Gabriele Grohe , mit der Hand einen großen Bogen beschreibend. Um sie herum, auf Podesten, niedrigen Tischen und in geschickt improvisierten Regalen: Schalen, Kugeln, Röhren aus Ton, geschaffen von zehn Künstlerinnen, die sich vor 25 Jahren zum Forum Keramik zusammengeschlossen haben. Zusammengekommen waren sie in hochkarätigen Dozenten-Fortbildungen für VHS-Keramik-Kurse. Mit ihrem Dozenten Guntmar Stiegler hatten sie zahlreiche inspirierende Reisen unternommen und Künstler wie die Keramikerin Renée Reichenbach und deren Arbeiten kennengelernt. Bei regelmäßigen Treffen formulierte die Gruppe ein Thema, zu dem jede Künstlerin in ihrem eigenen Atelier arbeitet. „Die fertigen Arbeiten werden in einem zweiten Treffen in formaler und in technischer Hinsicht betrachtet, und wir stellen uns auch der gegenseitigen Kritik“, erläutert Gabriele Grohe die Arbeitsweise. Regelmäßig haben die Mitglieder des Forums ihre Arbeiten in Ausstellungen vorgestellt. Die Ausstellung, die am Samstag, 18. Januar, um 16 Uhr in der Galerie Heinrich Friederichs eröffnet

 

 

 

 

 

wird, dürfte für Ingeborg Dehnert (Soest), Gabriele Grohe (Warendorf), Marlies Hauk (Warendorf), Marlies Lohnherr (Oelde-Sünninghausen), Bärbel Sebeke (Warendorf), Monika Dworzynski (Glandorf), Raymonde Hackenholt (Oelde), Fia Jording (Soest), Gisela Pommerenke (Soest) und Maria Wulle (Beckum) die letzte gemeinsame sein. Fünf der Damen haben angekündigt, sich zurückziehen zu wollen.

Und so haben sie sich gemeinsam ein letztes Mal mit einer grundsätzlichen Spannung in der keramischen Arbeit, dem Übergang von der Gebrauchskeramik zur keramischen Plastik, beschäftigt. Gabriele Grohe: „Wir wollen die Nahtstelle zwischen Gebrauchskeramik und freier Plastik zeigen.“

Ausgehend von den Grundformen keramischer Gefäße – Schale, Kugel und Rohr – entstanden – höchst reizvolle Gefäße und Objekte, die die individuellen Handschriften der Künstlerinnen tragen. Diese haben das Thema auf ganz unterschiedliche Weise interpretiert, mit dem Material gespielt, mit der Gestaltung der Oberflächen experimentiert, Formen verändert, variiert, abstrahiert.

Ob Raku- oder Rauchbrand, ob Keramik aus Paperclay, einer Mischung aus Ton und Papierfaserbrei, mit dem Bärbel Sebeke filigrane Kugeln und an Birkenrinde erinnernde hauchzarte Objekte geschaffen hat, ob elegante bauchige Gefäße mit interessantem Abschluss, für die Marlies Hauk ein Händchen hat, ob Schalen, in denen Keramik und Glas eine Symbiose eingehen oder kunstvoll bemalte und glasierte Gefäße, die ausgestellten Objekte, die teilweise erworben werden können, sind zum Stehlen schön.

Geöffnet ist die Ausstellung „Vom keramischen Gefäß zur freien Plastik – Keramische Grundformen“ in der Galerie Heinrich Friederichs bis zum 19. April, immer mittwochs und sonntags, 15 bis 18 Uhr, außerdem nach Vereinbarung. Mitglieder des Keramik-Forums werden dann gerne über Techniken und Arbeitsweisen informieren. Musikalisch mitgestaltet wird die Vernissage durch Rebecca Blanz.

 

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