Finanzierungskonzept für „Promenade (er-)leben
Außergewöhnliches kostet auch etwas

Sendenhorst -

„Was nix kost‘, is‘ nix“, sagt der Volksmund. Diese Einschätzung lässt sich durchaus auch auf das neue Veranstaltungsformat „Promenade (er-)leben“ übertragen. Etwa 35 000 Euro, so rechnet die Stadt, werden pro Durchführung benötigt. Schon in diesem Jahr steht die nächste Auflage an. ein großer teil wird gesponsert, aber auch die Stadt muss noch einen Teil nachfinanzieren.

Mittwoch, 05.02.2020, 06:48 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 16:46 Uhr
Bei der Premiere wurde der Promenadenring zur Erlebnis-Meile. Etwa 4000 Besucher ließen sich von Künstler- und Musikgruppen, Anliegern, Vereinen und Nachbarschaften prächtig unterhalten.
Bei der Premiere wurde der Promenadenring zur Erlebnis-Meile. Etwa 4000 Besucher ließen sich von Künstler- und Musikgruppen, Anliegern, Vereinen und Nachbarschaften prächtig unterhalten. Foto: Josef Thesing

„Was nix kost‘, is‘ nix“, sagt der Volksmund. Diese Einschätzung lässt sich durchaus auch auf das neue Veranstaltungsformat übertragen, das im vergangenen Jahr in Sendenhorst so erfolgreich seine Premiere gefeiert hat. Es soll auch in diesem Jahr – und dann im Wechsel mit „Vocal Champs“ alle zwei Jahre – wieder ein „Promenade (er-)leben“ geben. Doch dafür werden außerplanmäßig in diesem Jahr und regelmäßig in den folgenden Veranstaltungsjahren Haushaltsmittel benötigt, über die der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am morgigen Donnerstag beraten wird.

Als Veranstalter sind das städtische Kulturbüro „Sendenhorst – Stadt der Stimmen“ und der Gewerbeverein im Boot. Die Veranstaltung „Promenade (er-)leben“ soll an einem Samstagabend und Sonntag, 6. und 7. Juni, wiederholt werden (die WN berichteten). Die Veranstalter laden dieses Mal zu einem besonderen, kulturellen Highlight ein. In Zusammenarbeit mit Gartenbesitzern, deren Gärten direkt angrenzend an der Promenade liegen und die ihren privaten Garten als Ort für einen Kulturgarten zur Verfügung stellen, soll am Samstagabend die neue Idee der „Kulturgärten“ beispielsweise zu folgenden Themen präsentiert werden: Klassik, Gesang, Chanson, Kino, Skulpturen, Singer-Songwriter, Poetry Slam, Literatur, Kabarett, (Kinder-)Theater oder Kleinkunst und mehr. „Die Verwaltung bewertet die Veranstaltung ,Promenade (er-)leben‘ als außergewöhnliches Veranstaltungsformat von hohem Gewinn für das städtische Zusammenleben und einer positiven Wirkung im Sinne des Stadtmarketings über die Grenzen von Sendenhorst hinaus“, heißt es in der Tischvorlage.

Um das Veranstaltungsformat als Stadtfest nachhaltig zu etablieren, wird daher in der Beratungsvorlage vorgeschlagen, alle zwei Jahre finanzielle Mittel für die Veranstaltung im Haushalt zu berücksichtigen – zunächst ohne mögliche Förderzusagen Dritter oder die Unterstützung von Sponsoring-Partnern in Betracht zu ziehen.

Insgesamt rechnet die Verwaltung für die Veranstaltung in diesem Jahr mit Kosten von rund 35 000 Euro. Dafür liegt eine Förderzusage der Sparkassen-Kulturstiftung in Höhe von 18 000 Euro vor. Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Stadt aus dem Haushalt 6000 Euro aus bestehenden Mitteln zusteuert. Auch der Gewerbeverein hat einen Zuschuss von 3000 Euro zugesichert. Somit müssten für die Veranstaltung in diesem Jahr noch 8000 Euro außerplanmäßig aus dem Etat zur Verfügung gestellt werden, wird in der Vorlage ausgeführt.

Mit diesen Mitteln sollen neben dem Honorar für die Künstlergruppen auch die Kosten für Marketing und Werbung, für die Veranstaltungstechnik und für weitere Aufwendungen – insbesondere für einen Sicherheits- und Ordnerdienst, der einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Veranstaltung gewährleisten soll, – finanziert werden, ist der Vorlage zu entnehmen.

 

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