Neue Broschüre beschreibt Kunst und Geschichte im öffentlichen Raum
Gleich fünf Mal geht es rund

Sendenhorst -

Fünf geschichtliche oder kulturelle Stadtrundgänge gibt es aktuell in der Stadt. Nun sind sie erstmals in einer Broschüre zusammengefasst, die Einheimische und Besucher „auf den richtigen Pfad“ bringen soll. „Kunst und Geschichte im öffentlichen Raum in Sendenhorst“ ist der Untertitel zu „5rund“, wie das aufwändig gestaltete Heft heißt.

Donnerstag, 06.02.2020, 18:05 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 18:10 Uhr
Stellten die neue Broschüre mit fünf Rundgängen vor: Simone Goertz (Sparkasse), Christian Hölscher (Heimatverein), Künstler Jürgen Krass, Hans-Jürgen Ermer (Heimatverein), stellvertretender Bürgermeister Martin Mühlenhöver und Martina Bäcker (Stadt, v.l.).
Stellten die neue Broschüre mit fünf Rundgängen vor: Simone Goertz (Sparkasse), Christian Hölscher (Heimatverein), Künstler Jürgen Krass, Hans-Jürgen Ermer (Heimatverein), stellvertretender Bürgermeister Martin Mühlenhöver und Martina Bäcker (Stadt, v.l.). Foto: Josef Thesing

Eine lange Zeit: Das ist im stadtgeschichtlichen Kontext ein dehnbarer Begriff. Es habe eine relativ lange Zeit bis zur Umsetzung gedauert, erklärt Martina Bäcker von der Stadtverwaltung bei der Vorstellung einer neuen Broschüre. Doch was sind schon drei Jahre, wenn unter anderem Dinge beschrieben werden, die mehr als 700 Jahre alt sind?

Nach „langer“ Planung ist „5 rund“, wie das neue Heft heißt, nun fertig. In ihm sind fünf Stadtrundgänge beschrieben, die sich großer Beliebtheit erfreuen und für die es bislang nur einzelne Flyer oder gar keine gab. „Kunst und Geschichte im öffentlichen Raum in Sendenhorst“ ist der Untertitel des aufwändig gestalteten Heftes, das der Heimatverein herausgegeben hat und das von der Sparkassenstiftung finanziert wurde. Gestaltet hat das Werk der Sendenhorster Künstler Jürgen Krass , der auch für die siebenteilige Installation „Ausgegraben“ verantwortlich zeichnete, die zum Stadtjubiläum „700 Jahre Sendenhorst“ umgesetzt worden war.

Von „Ausgegraben“ bis zu den „Spiegeln der Erkenntnis“

Natürlich ist „Ausgegraben“ in dem neuen Heft vertreten. Dieser Rundgang führt die Menschen durch die Geschichte der Stadt, soweit sie bekannt und zumindest in Fragmenten dokumentiert ist. Ob Hexenjagd, der große Stadtbrand am 29. April 1806, die Geschichte des jüdischen Friedhofs oder die Zeit, in denen die Kornbrenner das Leben in der Stadt (mit)bestimmten: „Ausgegraben“ macht Stadtgeschichte lebendig.

„Die Broschüre sieht sehr wertig aus. Mit ihr wird es gelingen, Einheimische und Touristen auf den richtigen Pfad zu bringen“, freut sich Simone Goertz von der Sparkasse bei der Präsentation.

„Pfad“ ist dann auch das richtige Wort, denn der „Sendenhorster Brennereipfad“ führt ebenfalls in die – jüngere – Geschichte und an Orte, an denen früher Schnaps gebrannt wurde. Zwölf Brennereien gab es mal nur in der kleinen Innenstadt.

Es ist erstaunlich, was wir hier in Sendenhorst so zu bieten haben.

Jürgen Krass

Jürgen Krass freut sich bei der Präsentation ebenfalls, dass die Broschüre nun fertig ist. „Es ist erstaunlich, was wir hier in Sendenhorst so zu bieten haben“, sagt er beim Blick ins Blatt. Und Martin Mühlenhöver, ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister der Stadt, ergänzt, dass die Rundgänge sehr positiv angenommen würden.

Sie sieht die neue Broschüre im Inneren aus.

Sie sieht die neue Broschüre im Inneren aus. Foto: Josef Thesing

Auch jener entlang der Skulpturen, die der im Jahr 2004 verstorbene Sendenhorst Künstler Bernhard Kleinhans geschaffen hat. Die bekannte „Quadriga“ am Eingang zur Fußgängerzone ist nut eines von 20 Beispielen, bei denen Kleinhans Geschichte, Schöpfung, Persönlichkeiten und Kunst in Einklang gebracht hat.

Kostenlos erhältlich

Etwas weniger aufwändig, gleichwohl aber erlebenswert, sind die beiden weiteren Rundgänge, die im Heft ihren Platz gefunden haben. Die „Historischen Augenblicke“ sind dank der Heimatvereine auf Stromkästen in beiden Ortsteilen verewigt, und den Promenadenring zieren acht „Spiegel der Erkenntnis“.

Das Heft ist kostenlos. Es ist in der Sparkasse, bei den Heimatvereinen, im Reha-Zentrum und in der Buchhandlung Ebbeke zu haben.

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