Margret Rasfeld zu Gast in der Montessori-Schule
Aufbruch in die Schule der Zukunft

Sendenhorst -

Mit „Bildung der Zukunft für die Zukunft der Welt“, befassen sich Schülern, Eltern und Lehrer der Montessori-Gesamtschule in dieser Woche. Grundlage und Denkanstoß für die Arbeitsrunden, die sich am gestrigen Mittwoch zusammenfanden, war ein Vortrag von Margret Rasfeld, der Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“. Sie forderte die Schüler aller Jahrgänge an der Montessori-Schule auf, sich für die von der UN formulierten 17 Nachhaltigkeits-Ziele stark zu machen.

Donnerstag, 13.02.2020, 05:39 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 15:28 Uhr
Margret Rasfeld ist Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“. Sie erklärte in der Montessori-Schule wie Bildung angesichts der schwierigen Situation der Welt aussehen sollte.
Margret Rasfeld ist Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“. Sie erklärte in der Montessori-Schule wie Bildung angesichts der schwierigen Situation der Welt aussehen sollte.

Mit „Bildung der Zukunft für die Zukunft der Welt“, befassen sich Schülern, Eltern und Lehrer der Montessori-Gesamtschule in dieser Woche. Grundlage und Denkanstoß für die Arbeitsrunden, die sich am gestrigen Mittwoch zusammenfanden, war ein Vortrag von Margret Rasfeld aus Berlin. Die Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“ forderte in ihrem Vortrag die Schüler aller Jahrgänge an der Montessori-Schule auf, sich für die von der UN formulierten 17 Nachhaltigkeits-Ziele stark zu machen. Rasfeld: „Wir brauchen eine veränderte Bildung, die junge Leute ermutigt und befähigt, Probleme zu lösen.“

„Es gibt viele Möglichkeiten auch für Euch, etwas zu tun“, appellierte Margret Rasfeld an die Schüler. Und diese Möglichkeiten müssten auch im Lernbereich Schule ihren Platz finden, schloss sie an. An der Schule, die sie bis vor einiger Zeit in Berlin geleitet habe, sei ein Tag in der Woche eingerichtet worden, an dem sich die Schüler für selbst gewählte Projekte eingesetzt hätten, berichtete sie. Und dieser Raum sei ohne Probleme abseits des reinen Lehrplans und doch auch mit diesem verzahnt einzurichten, erklärte sie. „Wer keine vier Stunden in der Woche dafür findet, sollte seine Schule schließen“, lautete eine ihrer Thesen in diesem Zusammenhang. Diese Aktion sei sogar in eine Struktur eingeflossen, die „Der Frei-Day für den Lernbereich Zukunft“ genannt wird.

Wer keine vier Stunden in der Woche dafür findet, sollte seine Schule schließen.

Margret Rasfeld

„Wir haben noch zehn Jahre, um zu verhindern, dass die Welt kippt“, unterstrich sie die Notwendigkeit, etwas gegen das von Menschen gemachte Ungleichgewicht zu tun. Aber: „Die wichtigen Fragen unserer Zeit sind zu komplex für zersplittertes Lernen in Stundenplänen. Wir brauchen Räume und Zeit für fächerverbindendes Lernen und zum Handeln“, fasste sie zusammen. „Habt den Mut, euch für eine Welt einzusetzen, in der ihr leben wollt.“ Die jetzige Welt des Konkurrenzdenkens sei jedenfalls nicht überlebensfähig“, lautete Margret Rasfelds abschließendes Fazit.

Schule im Aufbruch

Schule im Aufbruch ist eine Initiative, die zu mehr Potenzialentfaltung der Kinder führen soll. Die Initiative will Schulen, die die angeborene Begeisterung und Kreativität von Kindern und Jugendlichen erhalten und fördern. „Um Potenzialentfaltung in der Schule zu ermöglichen, bedarf es einer neuen Lernkultur, vielfältiger Lernformate und einer wertschätzenden Haltung. Was wirklich zählt: Vertrauen, Wertschätzung, Beziehung, Verantwortung, Sinn“, ist der Homepage zu entnehmen. Schule im Aufbruch steht für eine ganzheitliche und transformative Bildung, wie sie im Weltaktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung von der UNESCO formuliert ist. Es geht um Verantwortungsübernahme für sich selbst, für die Mitmenschen und für unseren Planeten. Gesucht werden positive und konstruktive „Veränderer”, die sich auf den Weg machen. „Wir rufen als Plattform alle Akteure an unseren Schulen auf, diese Veränderung gemeinsam anzugehen.“

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