Johannisbruderschaft hängst Nistkästen im Bürgerwald auf
Meisen sollen die Spinner-Raupen fressen

Sendenhorst -

Der Eichenprozessionsspinner treibt auch an der „Johannesallee“ im Bürger-und Schützenwald sein Unwesen. Nun sollen Meisen helfen. Hans-Günter und Ulrich Ermer haben 20 Nist- und Brutkästen aufgehängt, die Magdalena Ermer gespendet hat. Die Vögel sollen die Raupen fressen.

Dienstag, 18.02.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 16:14 Uhr
Hans-Günter (li.) und Ulrich Ermer haben im Schützen- und Bürgerwald an der „Johannesallee“ Brutkästen für Meisen aufgehängt.
Hans-Günter (li.) und Ulrich Ermer haben im Schützen- und Bürgerwald an der „Johannesallee“ Brutkästen für Meisen aufgehängt. Foto: Johannisbruderschaft

Im Oktober 2006 war in der Herbstversammlung der Johannisbruderschaft einstimmig entschieden worden, im Bürger- und Schützenwald eine „Johannisallee“ entstehen zu lassen. Aus den seinerzeit noch jungen Eichen, die nach dem Beschluss gepflanzt worden waren, hat sich im Laufe der Jahre eine prachtvolle Allee entwickelt, deren Bestand seit dem Sommer vergangenen Jahres durch den Befall mit Eichenprozessionsspinnern stark gefährdet ist. Das berichtet die Bruderschaft.

Das Nest der Eier und Raupen des Eichenprozessionsspinners kann bis zu einem Meter groß werden.

Das Nest der Eier und Raupen des Eichenprozessionsspinners kann bis zu einem Meter groß werden.

Gegen den Befall wollen sich die Johannisbrüder mit umweltschonenden Maßnahmen wehren. Magdalene Ermer, Witwe des vor einigen Jahren verstorbenen langjährigen Mitglieds der Johannisbruderschaft Bodo Ermer spendete der Bruderschaft 20 Nistkästen, in denen sich Meisen niederlassen und brüten sollen. „Meisen sind natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners und sollen die Raupen in einem frühen Entwicklungsstadium – wenn diese noch keine giftigen Härchen haben – fressen“, die Spenderin.

Nun wollen wir nur hoffen, dass die Meisen auch wissen, warum wir die Nistkästen für sie hier aufgehängt haben.

Ulrich Ermer

Die beiden Johannisbrüder und Söhne der Sponsorin, Hans-Günter und Ulrich Ermer , hatten sich vorher über die richtigen Standorte für die Nistkästen an den Bäumen schlaub gemacht und die Kästen in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz in der Johannisallee angebracht. „Nun wollen wir nur hoffen, dass die Meisen auch wissen, warum wir die Nistkästen für sie hier aufgehängt haben. Ansonsten müssen wir die Mietverträge nach einem Jahr wieder kündigen“, gab Ulrich Ermer augenzwinkernd nach Abschluss der Aktion zum Besten und hofft natürlich, dass die Johannisallee in ihrem Bestand erhalten bleibt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7268038?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker