Polizeiliche Kriminalstatistik für Sendenhorst
Sicherheitslage ist mittelmäßig

Sendenhorst -

Die Sicherheitslage in Sendenhorst ist mittelmäßig im Vergleich zu den übrigen Kommunen im Kreis Warendorf.

Montag, 02.03.2020, 14:58 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 15:16 Uhr
Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im vergangenen Jahr deutlich an. 21 Mal brachen Unbekannte ein, in keinen Fall konnte der Täter ermittelt werden.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im vergangenen Jahr deutlich an. 21 Mal brachen Unbekannte ein, in keinen Fall konnte der Täter ermittelt werden. Foto: Klaus Meyer

Die Sicherheitslage in Sendenhorst ist mittelmäßig im Vergleich zu den übrigen Kommunen im Kreis Warendorf. Das ist der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2019 zu entnehmen, die Landrat Dr. Olaf Gericke gestern im Kreishaus vorgestellt hat. Demnach wurden in sechs Gemeinden bessere und in sechs Gemeinden schlechtere Vergleichszahlen ermittelt. Allerdings liegt Sendenhorst damit immer noch unter der Vergleichszahl des Kreises Warendorf. Zum Vergleich herangezogen werden ebenso wie bei der Unfallstatistik sogenannte Häufigkeitszahlen. Diese stellen die Anzahl der bekanntgewordenen Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner dar.

In Sendenhorst wurden im Jahr 2019 497 Straftaten gemeldet. Das sind 97 mehr als im Jahr zuvor. 54 Prozent dieser Straftaten wurden aufgeklärt. Dabei kam kein Mensch ums Leben. Allerdings musste die Polizei zehn Mal wegen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung ermitteln, darunter sogar eine Vergewaltigung. Alle gemeldeten Fälle wurden aufgeklärt. 66 Mal wurden Körperverletzungsdelikte gemeldet, die zu 95 Prozent aufgeklärt wurden.

188 Fälle von Diebstahl gingen im vergangenen Jahr in die Statistik ein. Darunter waren 60 Fahrraddiebstähle, von denen nur fünf Prozent aufgeklärt wurden. Es gab aber auch 21 Wohnungseinbrüche, von denen keiner geklärt werden konnte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein 200-prozentige Steigerung.

Zusätzlich gab es 60 Vermögens- und Fälschungsdelikte, 57 Sachbeschädigungen und 52 Rauschgiftdelikte. Im Fall der BTM-Vergehen stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr von 25 auf 52. In diesem Bereich kann die Polizei eine 98-prozentige Aufklärungsrate vorweisen. Und schließlich stehen zwölf Straftaten aus der Kategorie Gewaltkriminalität und 131 aus dem Bereich Straßenkriminalität in der Statistik.

Unter dem Strich liegt Sendenhorst mit einer Kriminalitätshäufigkeitszahl von 3777 also unter der Zahl des Gesamtkreises (4486). Sie stieg seit dem Vorjahr aber auch um 747 Punkte an. Schlechter fällt die Vergleichszahl in den drei großen Städten des Kreises aus: Ahlen 5907, Beckum 5583 und Warendorf 5080. Die drei sichersten Gemeinden im Kreis sind Everswinkel (2348), Wadersloh (2484) und Sassenberg (3036).

Was den Vergleich der Kreise im Münsterland angeht, fasste der Landrat gestern zusammen: „Auch für das Jahr 2019 kann festgestellt werden, dass der Kreis Warendorf der sicherste Kreis im Münsterland ist.“

 

Weitere Berichterstattung auf der Kreisseite.

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