Lehrer und Erzieher organisieren Notbetreuungsgruppen
„Sozialen Kontakt zu Schülern halten“

Sendenhorst -

„Was nun?“, fragen sich derzeit auch in Sendenhorst und Albersloh viele Menschen, die sich mit starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens arrangieren müssen. An den Schulen und in den Kitas hat man sich, so ergab es eine stichprobenartige Nachfrage dieser Zeitung, in der vergangenen Woche mit Möglichkeiten beschäftigt, wie die kommenden Wochen gestaltet werden können.

Dienstag, 17.03.2020, 05:54 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 06:01 Uhr
Schulen und Kitas stehen bis nach Ostern nur noch für Notbetreuungsgruppen zur Verfügung.
Schulen und Kitas stehen bis nach Ostern nur noch für Notbetreuungsgruppen zur Verfügung. Foto: Ulrich Perrey/dpa

„Was nun?“, fragen sich derzeit auch in Sendenhorst und Albersloh viele Menschen, die sich mit starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens arrangieren müssen. Vor allem berufstätige Eltern dürften durch die Schließung von Schulen und Kitas vor schwierigen Situationen stehen. An den Schulen und in den Kitas hat man sich, so ergab es eine stichprobenartige Nachfrage dieser Zeitung, in der vergangenen Woche mit Möglichkeiten beschäftigt, wie die kommenden Wochen gestaltet werden können. Auf der Homepage der katholischen Kirchengemeinde hat Verbundleiterin Brigitte Stasch die Maßnahmen, die für die Kitas der Pfarrgemeinde gelten, zusammengestellt. Und auch Gerd Wilpert hat mit seinen Kollegen schon in der vergangenen Woche einen Plan entwickelt, wie man die Zeit bis nach Ostern überstehen kann.

„Es ist ganz wichtig, dass wir auch den sozialen Kontakt zu den Schülern halten“, erklärt der Leiter der Realschule St. Martin. So werde man wohl die kommenden zweieinhalb Wochen gut überstehen können. Über Online-Portale können die Schüler Aufgaben abholen und erledigte Aufgaben auch wieder hochladen. In einer Konferenz am gestrigen Montag besprach Wilpert mit dem Kollegium Näheres. Wie die notwendigen Notbetreuungsgruppen aussehen werden und welche Kinder, deren Eltern bei ihrem Arbeitgeber sozusagen unabkömmlich sind, daran teilnehmen, wird sich erst bis zum heutigen Mittag entscheiden.

Gleiches gilt wohl auch für die Kitas, so ergibt es sich aus den Hinweisen von Kita-Verbundleiterin Brigitte Stasch. „Die Kindertageseinrichtungen sind nur für die unentbehrlichen Schlüsselpersonen geöffnet, wenn private Betreuung nicht möglich ist, flexible Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung (zum Beispiel im Homeoffice) nicht möglich sind und die Bescheinigung des Arbeitgebers bis Mittwoch, 18. März, darüber vorliegt“, heißt es auf der Seite. Wer unsicher ist, ob er zu diesem Personenkreis zählt, sollte mit seinem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen. Auch dieser müsse sich an die Landesvorgaben halten und werde die Bescheinigung, die für die Kita benötigt wird, zukommen lassen.

„Bringen Sie Ihr Kind erst in die Kita, wenn der Unsicherheitsfaktor geklärt ist. Die Bescheinigungen können auch per E-Mail in die Kita gesendet werden. Denken Sie daran, dass Ihr Kind ganz gesund sein muss. Alle anderen Kinder müssen zu Hause betreut werden“, heißt es in den Hinweisen abschließend.

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