St.-Elisabeth-Stift und St.-Josefs-Haus sind geschlossen
Nun gilt ein generelles Besuchsverbot

Sendenhorst/Albersloh -

Im St.-Josefs-Haus und im St.-Elisabeth-Stift gilt nun ein generelles Besuchsverbot – auch für Angehörige. Das dient dem Schutz der Bewohner.

Dienstag, 17.03.2020, 12:28 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 14:42 Uhr
Das St.-Elisabeth-Stift in Sendenhorst ist geschlossen.
Das St.-Elisabeth-Stift in Sendenhorst ist geschlossen. Foto: Josef Thesing

Die Vorsorge und Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus haben auch in den vier Altenhilfeeinrichtungen der St.-Elisabeth-Stift gGmbH eine neue Eskalationsstufe erreicht. Auf Grundlage eines Erlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot, da insbesondere ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu dem besonders gefährdeten Personenkreis gehören. Eine Ansteckung mit dem Virus kann für alte Menschen mit geringen Abwehrkräften lebensbedrohlich verlaufen. Das teilt die Stiftung mit.

Um das Risiko zu minimieren, sind auch das St.-Elisabeth-Stift in Sendenhorst und das St.-Josefs-Haus in Albersloh bis auf Weiteres für Angehörige und Besucher nicht zugänglich. „Die Angehörigen sind schriftlich informiert worden. Ausnahmen gelten in medizinischen oder sozial-ethisch kritischen Situationen, wie beispielsweise im Falle einer Sterbebegleitung“, so Markus Giesbers, Koordinator für alle vier Einrichtungen im Pflege- und Betreuungsnetzwerk. Auch Ärzte haben ungehinderten Zugang zum Haus.

Informationen über das Telefon

Angehörige haben die Möglichkeit, Informationen über das Wohlergehen und Befinden ihres pflegebedürftigen Familienmitglieds zu erhalten. Über den Empfang der Einrichtung werden Anrufe zentral entgegen genommen. Der Rückruf durch einen zuständigen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus der Pflege erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da die Pflege und Versorgung der Bewohner Vorrang habe. „Bei akuten Veränderungen melden wir uns umgehend bei den Angehörigen, so wie wir es bisher auch getan haben“, versichert Hausleiterin Sabina von Depka Prondzinski. Auch können Sachen für Bewohner am Empfang abgegeben werden. Sie werden dann weitergeleitet.

Bei akuten Veränderungen melden wir uns umgehend bei den Angehörigen, so wie wir es bisher auch getan haben.

Hausleiterin Sabina von Depka Prondzinski

„Uns ist sehr wohl bewusst, welche einschneidenden Konsequenzen die von uns getroffenen Maßnahmen für unsere Bewohner und die Angehörigen haben“, erklärt Netzwerkkoordinator Giesbers. „Wir appellieren aber an alle, uns darin zu unterstützen, die Bewohner und auch die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.“

Ende nicht absehbar

Ein Ende der Situation ist derzeit nicht absehbar. „Mit dem generellen Besuchsstopp sind auch alle großen, wohnbereichsübergreifenden Veranstaltungen im St.-Josefs-Haus bis auf Weiteres ausgesetzt“ ergänzt Hausleiterin Annette Schwaack. Gleiches gilt für das St.-Elisabeth-Stift.

Gottesdienste, die zunächst noch hausintern möglich waren, finden nach einer Mitteilung des Bischofs nun ebenfalls nicht mehr statt. Der Zugang für Gottesdienste soll aber über TV und Internet möglich gemacht werden, heißt es in dem Bericht.

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