Sendenhorster ruft zur Unterstützung der Geschäfte auf und geht mit gutem Beispiel voran
„Kauft Gutscheine, kein Klopapier“

Sendenhorst -

Die Botschaft klingt sehr einfach: „Kauft Gutscheine, kein Klopapier“, sagt der Sendenhorster Marcel Schumann. Die Menschen sollten jetzt in den geschlossenen Geschäften Gutscheine bestellen, um den Inhabern durch die schweren Wochen zu helfen. Eingelöste werden könnten die Gutscheine ja später.

Montag, 23.03.2020, 23:37 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 05:02 Uhr
Marcel Schumann hat schon mal elf Gutscheine für Sendenhorster Geschäfte und Lokale gekauft. Er hofft, das andere es ihm gleichtun.
Marcel Schumann hat schon mal elf Gutscheine für Sendenhorster Geschäfte und Lokale gekauft. Er hofft, das andere es ihm gleichtun. Foto: Privat

Die Botschaft klingt sehr einfach: „Kauft Gutscheine, kein Klopapier“, sagt der Sendenhorster Marcel Schumann im Telefonat mit dieser Zeitung. Eigentlich wäre er jetzt gerade im Urlaub, aber der ist natürlich abgesagt. „Der Reisepreis wurde sofort zurücküberwiesen“, erzählt Schumann.

Und da er nun Geld „übrig“ hatte, das ja eigentlich schon ausgegeben war, habe seine Familie überlegt, wie sie den Sendenhorster Geschäften und Lokalen, die ja derzeit alle geschlossen sind, helfen könne. Und so entstand seine Idee: „Kauft Gutscheine, kein Klopapier“.

Die Probleme sind jetzt da

„Viele Sendenhorster Ladengeschäfte und Gastronomen mussten jetzt für einige Zeit ihre Tore schließen. Es ist wichtig, sie jetzt zu unterstützen, weil sie jetzt Probleme haben“, meint Schumann. „Ziehen wir einfach jetzt Einkäufe, Friseur- und Kosmetikstudiobesuche oder Restaurantbesuche vor, indem wir jetzt zahlen und später genießen, wenn wir wieder in unseren Geschäften bummeln und in den Restaurants essen können.“

Natürlich gibt es noch viel mehr Geschäfte in Sendenhorst, die jetzt unsere Unterstützung brauchen.

Marcel Schumann

Denn das könne ein wenig dazu beitragen, dass es die Läden und Einrichtungen dann überhaupt noch gibt.

Marcel Schumann hat schon mal einen Anfang gemacht. Auf seinem Tisch türmen sich derzeit elf Gutscheine, die jeweils einen Wert von 50 Euro haben. Diese hat er online oder per Telefon bestellt. Und sie seien sofort geliefert worden – „schneller als bei jedem Internethändler“, bemerkt er. „Natürlich gibt es noch viel mehr Geschäfte in Sendenhorst, die jetzt unsere Unterstützung brauchen“, sagt Schumann. Er glaubt, dass sich das trotz der Krise auch andere Sendenhorster leisten könnten. „Irgendwann werden wir wieder etwas Schönes kaufen und lecker essen gehen.“

Haben Sie, liebe Leser, auch eine Idee, wie anderen jetzt geholfen werden kann? Stellen Sie sie uns gerne vor: redaktion.seh@wn.de. Oder rufen Sie gerne an.

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