Am 21. April geht es an der Hoetmarer Straße weiter
„Tafel“ öffnet ihre Türen wieder

Sendenhorst -

Die Corona-Pandemie und noch nicht vorliegende Entscheidungen hatte das „Tafel“-Team dazu bewogen, die Ausgabestelle an der Hoetmarer Straße vor Ostern geschlossen zu lassen und einen alternativen Weg zu wählen. Doch vom 21. April an wird das Team die Türen der Ausgabestelle wieder öffnen.

Montag, 20.04.2020, 05:59 Uhr
In den Kisten, die bei der Aktion vor Ostern verteilt wurden, befanden sich hauptsächlich haltbare Lebensmittel wie auf diesem Symbolfoto.
In den Kisten, die bei der Aktion vor Ostern verteilt wurden, befanden sich hauptsächlich haltbare Lebensmittel wie auf diesem Symbolfoto. Foto: Archivfoto

Die Aktion war hilfreich, weil sie in einer Situation der Ungewissheit die Möglichkeit bot, Kunden der Tafel auch für Ostern mit Lebensmitteln zu versorgen. In den gepackten Körben, die das Team der Ausgabestelle in Sendenhorst zusammengestellt hatte und die von vielen Helfern zu den Menschen gebracht worden waren, die sich zuvor bei der „Tafel“ gemeldet hatten, befanden sich allerdings vornehmlich haltbare Lebensmittel und Kaffee oder Tee.

Die Corona-Pandemie und noch nicht vorliegende Entscheidungen hatte das Team, zu dem in der erste Linie Menschen der älteren Risikogruppe zählen, dazu bewogen, die Ausgabestelle an der Hoetmarer Straße geschlossen zu lassen und den alternativen Weg zu wählen. Doch vom 21. April an wird das Team die Türen der Ausgabestelle wieder öffnen.

„Wir haben mit dem Vorstand der Tafel Ennigerloh, zu dem die Ausgabestelle Sendenhorst ja gehört, beraten“, berichtet Manfred Weng im Namen des Teams auf Anfrage dieser Zeitung. „Wir werden behandelt wie jeder Versorger“, beschreibt Weng, so dass unter Einhaltung der Hygieneregeln, Abstand und Gesichtsmasken, wohl keine Gefahr mehr besteht. „Etwa 500 Tafeln haben bundesweit ihren Betrieb aufrecht erhalten“, berichtet Weng. Und so werden auch in Sendenhorst jetzt weitergemacht. „Markus Hartmann hat uns die Masken besorgt. Außerdem werden zusätzliche Helfer vor Ort sein, um auch das Geschehen vor der Ausgabestelle zu organisieren. „Sollte das nicht klappen, dann mach ich den den Laden aber dicht“, hat sich Weng auch vorgenommen.

Die Entscheidung wieder auf die direkte Ausgabe überzugehen, habe auch damit zu tun, dass die Kunden auf diese Weise spezieller aussuchen können, was sie benötigen und keine Lebensmittel verschwendet werden, die am Ende aussortiert werden oder schlecht werden. „Dieses Problem hatten wir am Anfang oft mit den vorgepackten Versorgungskisten“, erinnert sich Weng.

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