SPD stellt Wahlkreiskandidaten auf
Selbstbewusst in den Wahlkampf

Sendenhorst -

Kämpferisch gaben sich die Sozialdemokraten bei der Wahl ihrer Kandidaten für die Kommunalwahl am Mittwochabend im Haus Siekmann. „Die SPD Sendenhorst ist eine starke Truppe“, betonte die Stadtverbandsvorsitzende Annette Watermann-Krass zur Begrüßung der Mitglieder.

Samstag, 23.05.2020, 05:32 Uhr aktualisiert: 25.05.2020, 16:50 Uhr
Selbstbewusst geht die Sendenhorster SPD in den Kommunalwahlkampf und will dabei unter anderem auch Landratskandidat Dennis Kocker den Rücken stärken.
Selbstbewusst geht die Sendenhorster SPD in den Kommunalwahlkampf und will dabei unter anderem auch Landratskandidat Dennis Kocker den Rücken stärken. Foto: Anke Weiland

Kämpferisch gaben sich die Sozialdemokraten bei der Wahl ihrer Kandidaten für die Kommunalwahl am Mittwochabend im Haus Siekmann. „Die SPD Sendenhorst ist eine starke Truppe“, betonte die Stadtverbandsvorsitzende Annette Watermann-Krass zur Begrüßung. Auch wenn sie keine Regierungsverantwortung habe – bezüglich der aktuellen Umwelt- und Stadtentwicklungsthemen habe die SPD immer überlegt, wie sie sich aufstellen könne.

Themen im Landtag seien zurzeit die Stärkung der Arbeitnehmerrechte in der Fleischindustrie und auch die Öffnung der Kitas in der Corona-Krise. So sei ein Regelbetrieb der Kitas ab dem 8. Juni – in begrenzter Art und Weise – im Gespräch. Aber auch die Stadt sollte sich Gedanken machen, was möglich ist, um Eltern zu entlasten. So wolle sie sich stark machen für ein Betreuungsangebot für Kinder über die Ferien. „Viele Eltern haben ihren Urlaub bereits aufgebraucht“, so Watermann-Krass.

Wir sind froh, mit Katrin Reuscher jemanden gefunden zu haben, der einen anderen Blick auf die Stadt hat.

Bernhard Daldrup

Zu Gast war an diesem Abend auch die unabhängige Bürgermeister-Kandidatin Katrin Reuscher , die von der SPD unterstützt wird. „Durch meine Gespräche mit den Menschen habe ich total Lust, hier etwas zu bewegen“, meinte Reuscher. „Es gibt in so vielen Bereichen noch Luft nach oben“, da wolle sie als Bürgermeisterin mit anpacken. Sie freue sich, dass sie mit der SPD ein Team für den Wahlkampf hinter sich hat, dass sie in vielen Fragen unterstützt. Sie sei bereit, Überzeugungsarbeit zu leisten: „Wir müssen diesen Wahlkampf ja heute auch etwas anders machen.“

Auch Dennis Kocker, gerade als Landratskandidat für den Kreis Warendorf aufgestellt, nutzte die Gelegenheit der Mitgliederversammlung, um sich den Anwesenden vorzustellen: „Ich bin 40 Jahre alt und Kommunalpolitiker aus Leidenschaft.“ Ein wichtiges Thema für ihn sei die Verkehrswende, der ÖPNV und die Reaktivierung der WLE. Trotz Verlustgeschäft seien der ÖPNV und die WLE eine Art „Daseinsfürsorge“. Von Oelde-Stromberg nach Sendenhorst zum Beispiel sei es eine Weltreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. „Hier muss eine bessere Vernetzung und Taktung der Regionallinien her. Auch die Querverbindungen müssen weiter ausgebaut werden“, so Kocker.

Auch bezahlbarer Wohnraum in den Innenstädten liege ihm am Herzen. Laut Landrat gebe es einen hohen Abruf an Fördermitteln. Das stimme auch, jedoch seien im Kreis Warendorf nur 36 Mietwohnungen aus öffentlicher Förderung entstanden. Kocker: „Das ist nichts. Und wir haben auch kein Konzept, wenn Wohnungen aus der Mietpreisbindung auf den Markt kommen.“

Zum Schluss machte er den Genossen Mut, hoch erhobenen Hauptes in die Kommunalwahl zu gehen: „Wir sind eine Volkspartei, weil wir Antworten für die gesamte Gesellschaft haben.“

Bevor die Kandidaten aufgestellt wurden, richtete auch Bernhard Daldrup, Mitglied des Bundestags, einige Worte an die Anwesenden. „Wir sind froh, mit Katrin Reuscher jemanden gefunden zu haben, der einen anderen Blick auf die Stadt hat.“ In dieser Zeitenwende lege man viel Wert auf Lebensqualität und darauf, was eine Stadt ausmache. Die SPD in Sendenhorst und Albersloh sei eine motivierte Gruppe, die die Stadt maßgeblich gestalte, ohne die Mehrheit zu haben. Die CDU habe eine Zeit der Farblosigkeit geprägt, auch der Bürgermeisterkandidat habe in seiner bisherigen politischen Arbeit keinen Eindruck hinterlassen. „Wir müssen für Konzepte werben“ und nicht wie andere Parteien versuchen, sich im Umgang mit der aktuellen Lage zu profilieren. Auch er berichtete kurz von seiner Arbeit im Bundestag, bevor schlussendlich die Wahl der Kandidaten zur Kommunalwahl anstand (Ergebnis in der nebenstehenden Infobox).

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