Appell von Bürgermeister Berthold Streffing
„Für das schnelle Netz wird es eng“

Sendenhorst -

Bürgermeister Berthold Streffing appelliert an die Bewohner der Innenstadt, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden. Denn derzeit sei die geforderte Quote bei weitem noch nicht erreicht.

Freitag, 19.06.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 19.06.2020, 13:32 Uhr
Wenn sich bei der Nachfrage nicht noch einiges tut, wird die „Deusche Glasfaser“ derzeit im Innenbereich von Sendenhorst kein Glasfasernetz bauen.
Wenn sich bei der Nachfrage nicht noch einiges tut, wird die „Deusche Glasfaser“ derzeit im Innenbereich von Sendenhorst kein Glasfasernetz bauen. Foto: Dietmar Jeschke

Nur noch sieben Tage bleiben bis zum Stichtag der Nachfragebündelung zum Glasfaserausbau in Sendenhorst. Am Samstag, 27. Juni, endet die Frist, bis zu der die 40-Prozent-Marke erreicht werden soll, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. „Es wird eng für den Glasfaser-Ausbau für das Stadtgebiet in Sendenhorst, wenn wir in den verbleibenden Tagen bis zum Stichtag nicht noch Bewegung in die Nachfragebündelung bekommen“, äußert sich Bürgermeister Berthold Streffing besorgt. „Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern befürchte ich, wenn es nicht zum Glasfaserausbau im Stadtgebiet kommt, dass Sendenhorst in Zukunft deutlich schlechter versorgt bleiben dürfte als Albersloh, das ja schon mit Glasfaser ausgebaut wurde, und bald auch als der Außenbereich, der jetzt im Zuge des kreisweiten Breitbandprojekts mit Glasfaser erschlossen wird.“

Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern befürchte ich, wenn es nicht zum Glasfaserausbau im Stadtgebiet kommt, dass Sendenhorst in Zukunft deutlich schlechter versorgt bleiben dürfte als Albersloh.

Bürgermeister Berthold Streffing

Politik und Verwaltung seien besorgt, dass die Chance auf Glasfaser im Stadtbereich, die durch das Angebot der „Deutschen Glasfaser“ entstanden ist, vertan werden könnte. „Wir sprechen hier von einem Infrastrukturprojekt, das in seiner Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt vergleichbar mit dem Bau von Straßen ist. Ein Glasfasernetz ist ein wichtiger Standortfaktor für Arbeit und Wohnen. Wir verlieren sonst in Zukunft im Standortwettbewerb um Unternehmen und Einwohner“, so der Bürgermeister Streffing zur Relevanz der der sogenannten „Nachfragebündelung“.

Bitte denken sie nicht nur an heute, sondern auch an die künftige Versorgung mit schnellem Internet.

Berthold Streffing

Er appelliere „dringend“ an die Bürger: „Bitte denken sie nicht nur an heute, sondern auch an die künftige Versorgung mit schnellem Internet. Eine Glasfaserverbindung ist für die Anforderungen in Zukunft gerüstet, weil sie im Unterschied zur bisherigen Technik keine Qualitätseinbußen erleidet, wenn die Datenmenge unendlich steigt. Lassen sie sich informieren und leisten einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer schönen Stadt.“ Große Datenmengen könnten rasend schnell übertragen werden – sowohl beim Down- als auch beim Upload. Auch bei mehreren Nutzern gleichzeitig erleide die Verbindung keinen Qualitätsverlust.

Nach dem Start des Glasfaser-Projekts für Sendenhorst im Januar 2020 habe die Corona-Krise das Thema „Glasfaser“ in den Hintergrund gedrängt. Der aktuelle Stand der Nachfragebündelung liege bei 28 Prozent. Erst wenn sich 40 Prozent der Haushalte im Stadtgebiet von Sendenhorst für einen Glasfaseranschluss entschieden hätten, werde die „Deutsche Glasfaser“ das Netz bauen.

Öffnungszeiten des Servicebüros

Das Servicebüro der „Deutschen Glasfaser“ am Kühl ist dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 9.30 Uhr bis 15 Uhr geöffnet. Die Beratung und Information durch die Mitarbeiter erfolgt unter Einhaltung der notwendigen Schutzmaßnahmen gemäß der Corona-Schutz-Verordnung.

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