„Urlaub ohne Koffer“ ist die erste größere Veranstaltung nach dem Lockdown
Eine Reise durch Frankreich

Sendenhorst -

Der traditionelle „Urlaub ohne Koffer“ führt die Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts in diesem Jahr nach Frankreich. Zum Auftakt gab es im Garten ein Fest, bei dem auch „Mireille Mathieu“ auftrat.

Freitag, 24.07.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 14:30 Uhr
Mireille Mathieu und ihre Schwestern, zum Teil mit etwas Bartwuchs, legten auf dem Rasen eine Show hin.
Mireille Mathieu und ihre Schwestern, zum Teil mit etwas Bartwuchs, legten auf dem Rasen eine Show hin. Foto: Josef Thesing

Im Innenhof steht der Eiffelturm, den fleißige Helfer aus 105 Getränkekisten errichtet haben. Bunte Lampen schmücken das Modell. „Bienvenue mesdames et messieurs“, begrüßt Markus Giesbers die zahlreichen Anwesenden. Im Hintergrund schwingen nebenan auf dem Balkon des St.-Josef-Stifts der technische Leiter Peter Kerkmann und Hauswirtschaftsleiterin Roswitha Mechelk die französische Nationalflagge. Und spätestens jetzt ist klar, wohin der traditionelle „Urlaub ohne Koffer“ die Bewohner diesmal hinführt: nach Frankreich. Über den „Canal du midi“ sind sie am Morgen in einer Fernsehreportage virtuell angereist.

Das erste größere Fest nach dem Lockdown

Petra Schlüter-Specht und Lioba Mertens-Surmann (li.) vom „Orchestre sans nom“ sangen und spielten französische Chansons und Lieder in deutscher Sprache.

Petra Schlüter-Specht und Lioba Mertens-Surmann (li.) vom „Orchestre sans nom“ sangen und spielten französische Chansons und Lieder in deutscher Sprache. Foto: Josef Thesing

Corona hatte natürlich auch dieses Seniorenheim in den vergangenen Monaten fest im Griff. Das Fest im Garten bei gutem Wetter ist das erste größere für die Bewohner, die dem Programm nach Wohnbereichen platziert, zwischen denen Abstand herrscht, folgen. Vorne spielen und singen Petra Schlüter-Specht und Lioba Mertens-Surmann vom „Orchestre sans nom“ französische Chansons und Lieder in deutscher Sprache, die vom Leben und Lieben in Paris handeln. Matthias Dieckerhoff vom begleitenden Dienst informiert die Senioren zwischendurch darüber, wie viele Kilogramm Käse und wie viele Liter Wein die Franzosen im Durchschnitt konsumieren.

Zahlreiche Bewohner versammelten sich vor dem Modell des Eiffelturms.

Zahlreiche Bewohner versammelten sich vor dem Modell des Eiffelturms. Foto: Josef Thesing

Der Höhepunkt des Nachmittags ist der Auftritt der Sängerin Mireille Mathieu, die, wie angekündigt wird, gleich sechs Schwestern mitgebracht hat. Gemeinsam legen die Mathieus, zu denen sich das Team der Einrichtung zusammengetan hat, auf dem Rasen eine kleine Show zum Gesang hin, die viel Beifall fand.

Eine Woche steht Frankreich nun im St.-Elisabeth-Stift im Mittelpunkt. Heute gibt es unter anderem für eine Wohnbereichsgruppe unter den Corona-Schutzmaßnahmen einen Spaziergang durch den Garten von Versailles, in den der Rosengarten am Stift kurzerhand umgetauft wurde. Sein Wissen konnte jeder beim Frankreich-Quiz testen, und abends steht das „Grand Diner“ auf dem Programm.

Und was sich so alles auf der berühmten Pont d‘Avignon getan hat, wissen die Bewohner des St.-Elisabeth-Stifts nun auch.

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