BfA-Stadtrundgang mit den Bürgermeisterkandidaten
Beigeordneter könnte Thema werden

Sendenhorst -

Auf reges Interesse stieß am Montagabend der von den BfA organisierte Stadtrundgang mit den beiden Bürgermeisterkandidaten. An verschiedenen Stellen in der Sendenhorster Innenstadt machten die Teilnehmer Halt, um sowohl Markus Hartmann als auch Katrin Reuscher nach ihren Vorstellungen zu lokalen Themen zu befragen.

Mittwoch, 29.07.2020, 05:14 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 14:26 Uhr
Vor dem Rathaus sprachen Katrin Reuscher, Hans-Ulrich Menke (BfA) und Markus Hartmann (vorne v.l.) darüber, wie die beiden Kandidaten ihre Fähigkeiten als Rathauschef ohne Verwaltungsausbildung einschätzen.
Vor dem Rathaus sprachen Katrin Reuscher, Hans-Ulrich Menke (BfA) und Markus Hartmann (vorne v.l.) darüber, wie die beiden Kandidaten ihre Fähigkeiten als Rathauschef ohne Verwaltungsausbildung einschätzen. Foto: Volker Dörken

Auf reges Interesse stieß am Montagabend der von den BfA organisierte Stadtrundgang mit den beiden Bürgermeisterkandidaten. An verschiedenen Stellen in der Sendenhorster Innenstadt machten die Teilnehmer Halt, um sowohl Markus Hartmann als auch Katrin Reuscher nach ihren Vorstellungen zu lokalen Themen zu befragen.

Ein erster Stopp wurde am Rathaus eingelegt, wo die beiden Kandidaten, die bislang keine Erfahrung mit der Führung einer Verwaltung haben, eine Einschätzung dazu abgaben, wie sie sich Verwaltungshandeln vorstellen. „Ich sehe mich durch meine vorherigen Aufgaben durchaus in der Lage, diese Aufgabe auszufüllen“, erklärte Markus Hartmann, der in den Mittelpunkt von Verwaltungshandeln Transparenz und permanente Diskussion mit Beteiligten stellt. Seine Gegenkandidatin Katrin Reuscher räumte ebenfalls ein, keine Verwaltungserfahrung zu haben. Sie habe aber zahlreiche Stadtentwicklungsprojekte begleitet und kenne sich in den Strukturen bis in die Ministerien hinein aus. Sie sehe Verwaltung als Dienstleister und Ermöglicher. Da außerdem in den kommenden Jahren viele Mitarbeiter des aktuellen Verwaltungsteams in den Ruhestand wechselten, würde sie ein Team zusammenstellen wollen, in dem der typische verfahrenssichere Verwaltungsmitarbeiter und der „Typ Visionär und Macher“ gemeinsam an Projekten arbeiteten.

Beide Kandidaten können sich im übrigen vorstellen, in der Verwaltung wieder mit einem Ersten Beigeordneten zusammenzuarbeiten.

BfA-Stadtrundgang mit den Bürgermeisterkandidaten

BfA-Stadtrundgang mit den Bürgermeisterkandidaten Foto: Volker Dörken

Auf dem Weg zum Mergelberg, wo natürlich über die Planung der neuen Feierhalle gesprochen wurde, machte die Gruppe auch an der ehemaligen Molkerei Halt. Während Hans-Ulrich Menke in seiner Einleitung das Thema aufwarf, wie die Stadt bei der Bewirtschaftung von Gewerbeflächen helfen könne, unterstrich Inhaber Bernd Gassner aber sogleich, dass die Molkerei da vielleicht doch der falsche beispielhafte Standort sei, da das komplette Objekt derzeit bewirtschaftet werde und er derzeit auch keinen Handlungsbedarf sehe. Zum Thema erläuterte Katrin Reuscher ihren Ansatz, neue Ideen für die Reaktivierung von Leerständen zu entwickeln, während Markus Hartmann betonte, es sei auch wichtig, auf die aktuelle, Corona-bedingt sehr schwierige Situation der Einzelhändler zu schauen.

Am Mergelberg betonten beide Bürgermeisterkandidaten, dass es vermutlich die Aufgabe des neuen Bürgermeisters werde, in Sachen „Feierhalle“ eine Lösung der Angelegenheit herbeizuführen. Auf jeden Fall müsse das aber gemeinsam mit allen Beteiligten geschehen. Während Katrin Reuscher bedauerte, dass es bislang wohl an Sensibilität gemangelt habe, Investor und Bürger gemeinsam in die Planung einzubinden, betonte Markus Hartmann, dass er beeindruckt gewesen sei, wie fair, sachlich und aufrichtig die Informationsveranstaltung der Anwohner in der vergangenen Woche abgelaufen sei. Ein Vorgang wie dieser dürfe sich nicht wiederholen. Bei dieser Gelegenheit widersprachen alle aus dem Bereich Politik Anwesenden den Ausführungen von Bürgermeister Berthold Streffing, der in einem Interview der WDR-Lokalzeit gesagt hatte, die Politik habe Kenntnis von den Planungen gehabt.

Für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, die am 18. August stattfinden wird und in der das Thema auf der Tagesordnung steht, wollen die BfA beantragen, einen größeren Sitzungsort zu wählen, damit möglichst viele Beteiligte trotz notwendiger Hygienebestimmungen teilnehmen könnten. Auf eine Anmerkung eines Zuhörers, dass die Anwohner früher Auskünfte bräuchten, da schon wenige Tage nach der geplanten Sitzung die Frist ablaufe, in der gegen den inzwischen ergangenen Bauvorbescheid Klage eingereicht werden könne, wurde über weitere Möglichkeiten nachgedacht.

Abschließend wurde am Feuerwehrgerätehaus im Schwerpunkt über die Neugestaltung des neuen WLE-Haltepunktes gesprochen. Dabei geht es weniger um die bauliche Gestaltung, als um die konzeptionelle Einbindung der Haltepunkte in Albersloh und Sendenhorst in das komplette Leben der Stadt, waren sich beide Kandidaten auch an dieser Stelle im Grundsatz einig.

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