Gabi Rüther schreibt Fantasy-Romane
Der „Was wäre, wenn“-Gedanke

Sendenhorst -

Es ist die echte Welt – es gibt eben nur ein bisschen mehr Magie in ihr. Seit 2014 schreibt die Sendenhorsterin Gabi Rüther als Teilzeitautorin Fantasy-Romane mit Humor, Spannung und einem Hauch Romantik. Und immer spielen zauberhafte Fähigkeiten eine große Rolle.

Sonntag, 02.08.2020, 18:18 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 14:44 Uhr
Gabi Rüther lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Sendenhorst. „Magische Gezeiten – Die Jagd“ ist bereits ihr zehnter Fantasy-Romance-Roman.
Gabi Rüther lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Sendenhorst. „Magische Gezeiten – Die Jagd“ ist bereits ihr zehnter Fantasy-Romance-Roman. Foto: Gabi Rüther

Seit 2014 schreibt die Sendenhorsterin Gabi Rüther als Teilzeitautorin Fantasy-Romane mit Humor, Spannung und einem Hauch Romantik. Vormittags arbeite sie, „völlig unromantisch und nur maßvoll kreativ“, als Buchhalterin, lässt die Autorin wissen. Ihrer Fantasie lässt sie dann aber in ihrer Freizeit freien Lauf. Und da die Münsterländer Parklandschaft ja nun einmal wirklich bezaubernd ist, verwundert es kaum, dass in den Romanen von Gabi Rüther Wesen mit zauberhaften Fähigkeiten eine Rolle spielen. „Meine Romane spielen alle in der realen Welt, doch mit magischen Elementen. Ich liebe es, mit dem Gedanken ,Was wäre, wenn?‘ zu spielen, und in der Fantasie gibt es da keine Grenzen“, meint Gabi Rüther.

Dass sie mit dem Schreiben angefangen habe, sei die Schuld ihres Ehemannes. Zur Erholung und Entspannung habe Rüther früher selbst gerne gelesen. Als Viel- und Schnellleserin fragte ihr Mann irgendwann, wie viel Geld sie denn für Bücher ausgeben würde, berichtet sie. Zu der Zeit hatte Gabi Rüther gerade das Fantasy-Romance-Genre für sich entdeckt, ignorierte die Frage – und gab ihm einen der Romane. Er solle es mal lesen, es sei so schön, riet sie ihm. Der Gatte hat es versucht, ganze 20 Seiten geschafft und meinte daraufhin: „So etwas kannst du besser selbst schreiben. Das ist nicht so teuer.“

Seitdem ist Schreiben für sie wie Yoga. Sie versinkt in den eigenen Geschichten, blendet den Alltag aus und entspannt beim Tippen. Dass sie mittlerweile viele Stammleser hat und es von Buch zu Buch mehr werden, hätte Gabi Rüther zu Anfang nie gedacht. Sie freut sich über jeden, den sie in ihre zweite Welt entführen kann, und es motiviert sie ungemein bei unangenehmen Arbeiten wie dem Korrigieren, Überarbeiten oder Vitas schreiben.

Geschichten entstehen beim Schreiben

Gabi Rüthers Geschichten entstehen nicht am Reißbrett, sondern entwickeln sich während des Schreibens. Das macht es auch für die Autorin spannend, denn sie weiß nie, wie ein Roman endet. Ihr aktuelles Buch „Die Jagd“ ist ein gutes Beispiel dafür. Arbeitstitel war „Die Flucht“, doch die Protagonistin entwickelte sich mehr und mehr zur Jägerin. „Die Idee zu den Geschichten von ,Magische Gezeiten‘ hat mir das Wetter 2015 beschert“, erinnert sie sich. Im Mai des Jahres fegten mehrere Tornados durch Deutschland und verursachten schlimme Verwüstungen (unter anderem in Bützow in der Nähe von Rostock). Im Juli gab es Hitzerekorde mit mehr als 40 Grad Celsius, und der Dezember des gleichen Jahres war mit Abstand der wärmste seit 1881, blickt sie zurück. Sicher gebe es für solche Wetterphänomene Erklärungen, aber vielleicht habe sich einfach nur die Natur gewehrt und das Land mit Magie überschwemmt, so erklärte sie es sich damals. „Hat sich so ein Gedanke einmal bei mir festgesetzt, stelle ich mir vor, wie unsere Welt dann wohl aussehen würde, und wie man darin leben könnte. Die Abenteuer, die meine Protagonisten erleben, kommen dann von ganz allein.“

Hat sich so ein Gedanke einmal bei mir festgesetzt, stelle ich mir vor, wie unsere Welt dann wohl aussehen würde, und wie man darin leben könnte.

Gabi Rüther

Und die Romantik gehört für die Sendenhorsterin immer mit dazu. Mit Happy-End selbstverständlich. Und – ganz ehrlich – was bietet mehr Spannung und Potenzial als zwei Menschen, die sich kennenlernen und eine Beziehung beginnen, fügt sie hinzu. In ihrem zehnten Roman „Magische Gezeiten – Die Jagd“ entführt Gabi Rüther den Leser in ein Deutschland nach einer magischen Katastrophe. Die Menschen flüchten in die großen Städte und schützen sich mit hohen Mauern vor Hexen und Magiern, die das Land beherrschen. In diesem Szenario lebt eine junge Frau mit der Gabe, Tiere zu verstehen und ihnen zu helfen.

Die Ideen zu anderen Reihen entstanden ähnlich, mal durch eine Dokumentation über Erdställe, mal durch die Sage von Siegfried, dem Drachentöter, mal durch die alte Spielzeugfigur eines Elfen.

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