SPD stellt Kommunalwahlprogramm vor
Buntes Heftlein mit Kernaussagen

Sendenhorst/Albersloh -

Der SPD-Stadtverband hat sein Programm für die Kommunalwahl vorgestellt. Neben der Langfassung gibt es ein kleines gedrucktes Helftlein mit vielen Bildern der Wahlkreiskandidaten an Orten, an denen sie einen Interessen- und Arbeitsschwerpunkt sehen. Dazu gibt es jeweils drei Kernaussagen.

Mittwoch, 05.08.2020, 09:55 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 13:42 Uhr
Detlef Ommen, Christiane Seitz-Dahlkamp und Annette Watermann-Krass stellen das Kommunalwahlprogramm der SPD vor.
Detlef Ommen, Christiane Seitz-Dahlkamp und Annette Watermann-Krass stellen das Kommunalwahlprogramm der SPD vor. Foto: Josef Thesing

Natürlich würde sich die heimische SPD-Spitze darüber freuen, wenn jeder Wähler die 23-seitige Langfassung des Kommunalwahlprogramms vor dem Urnengang am 13. September liest. Schließlich hätten die Sozialdemokraten seit Ende des vergangenen Jahres daran gearbeitet, berichtet die Stadtverbandsvorsitzende Annette Watermann-Krass bei der Vorstellung des Papiers am Dienstagmorgen. Denn: „Die SPD bleibt eine Programmpartei“, sagt sie.

Die SPD bleibt eine Programmpartei.

Annette Watermann-Krass

Doch natürlich wissen die Landtagsabgeordnete und ihre Mitstreiter, dass Wahlprogramme nicht unbedingt zur Lieblingslektüre vieler Menschen gehören. Deshalb habe sich die SPD in Sendenhorst und Albersloh die Frage gestellt, „wie wir an die Leute rankommen“, blickt Annette Watermann-Krass zurück. Herausgekommen ist ein kleines gedrucktes Helftlein mit vielen Bildern der Wahlkreiskandidaten an Orten, an denen sie einen Interessen- und Arbeitsschwerpunkt sehen. Dazu gibt es jeweils drei Kernaussagen.

„Starkes Team. Starke Ideen. Gute Politik. Wählbar am 13. September 2020“, ist auf die Titelseite des Heftes gedruckt, das an alle Haushalte in der Stadt verteilt werden soll. „Viele Menschen kennen die Wahlkreiskandidaten ja gar nicht“, meint Christiane Seitz-Dahlkamp, stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende und Sprecherin der SPD-Fraktion im Rad der Stadt.

Wir müssen den Verkehrsraum neu gestalten. Jeder muss ohne Auto alles erreichen können.

Detlef Ommen

Natürlich steht Detlef Ommen, der im Wahlbezirk 5 antritt, im Heft an der WLE-Schiene. Seit vielen Jahren setzt er, der auch für den Kreistag kandidiert, sich auf vielen Ebenen und in zahlreichen Gremien für einen Wandel der Mobilität und für die Umwelt ein. Eine seiner Aussagen an diesem Dienstagmorgen im Kommunalforum: „Wir müssen den Verkehrsraum neu gestalten. Jeder muss ohne Auto alles erreichen können.“

SPD fordert schnelleres Handeln

Dass das an vielen Stellen im ländlichen Raum noch Zukunftsmusik ist, weiß Ommen natürlich. Deshalb gelte es, „mehr Druck zu machen“, damit einiges schneller gehe. Ommen fordert unter anderem, dass der Anteil von Radfahrern und Fußgängern an allen Verkehrsteilnehmern auf 60 Prozent steige.

Schneller soll es nach Meinung der SPD auch an anderen Stellen in der Stadt gehen. Und zwar dort, wo Dinge zwar beschlossen worden seien, es bei der Umsetzung aber hake. „Es dauert einfach zu lange“, meint Christiane Seitz-Dahlkamp – und verweist auf den Prozess für die Umgestaltung der Promenade, wo erst jetzt die Aufträge erteilt worden seien. „Wir setzen uns für kurze Bearbeitungswege ein“, heißt es im Programm. Dabei könne die Digitalisierung des Rathauses nützlich sein.

Einsatz für Schwächere

Die SPD sehe sich weiter „als Volkspartei“ und stehe auch dafür ein, sich für die Belange der weniger gut situierten Menschen einzusetzen. So solle zum Beispiel der Kita-Besuch für solche Familien weniger kosten.

Mit ihrer bisherigen Arbeit ist die SPD zufrieden, meinen die beiden Vorsitzenden des Stadtverbandes. Dazu habe auch beigetragen, dass es in der zu Ende gehenden Wahlperiode keine absolute Mehrheit der CDU gegeben habe und deshalb im Ringen um die Sache eigene Vorschläge umgesetzt werden konnten. „Wir brauchen im Rat und in den Ausschüssen den Austausch von Meinungen und Positionen, um die besten Ergebnisse für Sendenhorst und Albersloh zu erzielen“, heißt es dazu im Programm.

Mehr Beteiligung der Bürger

Mehr Beteiligung der Bürger ist ein weiteres Anliegen der SPD, die es bedauere, dass die politische Diskussion vielfach unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfinde. Es müssten Wege gefunden werden, das zu ändern. Dazu gehöre auch, alle zwei Jahre eine Jugendkonferenz durchzuführen.

Die SPD in der Stadt sieht sich auf den verschiedenen politischen Ebenen „sehr gut vernetzt“, verweist Christiane Seitz-Dahlkamp auf die heimischen Kreistags-, Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Reihen der Sendenhorster Sozialdemokraten. Das helfe immer wieder dabei, Vorhaben umsetzen zu können. „Wir haben eine ganze Menge geschafft“, ist Annette Watermann-Krass überzeugt.

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