In der kommenden Woche startet der Schulunterricht
Ein fast normaler Stundenplan

Sendenhorst/Albersloh -

Die Schulen stehen in den Startlöchern. Doch diesmal ist nach den langen Sommerferien vieles anders.

Samstag, 08.08.2020, 14:40 Uhr aktualisiert: 09.08.2020, 13:36 Uhr
Annette Stüer geht davon aus, dass ein guter Unterrichtsbeginn und die Einschulung der i-Männchen gelingen werden.
Annette Stüer geht davon aus, dass ein guter Unterrichtsbeginn und die Einschulung der i-Männchen gelingen werden. Foto: Archiv

Die Ferien sind fast vorüber. Was von vielen Schülern sonst mit gewisser Wehmut zur Kenntnis genommen wird, sorgt aktuell bei den meisten für Freude. „Die Kinder haben in diesen Zeiten gespürt, wie wichtig ihnen das Lernen, die Gemeinschaft und der persönliche Kontakt zu ihren Lehrerinnen ist“, sagt Annette Stüer , die als Leiterin der Ludgerusschule miterleben darf, dass die Kinder mit strahlenden Augen in die Schule kommen.

Seit Montag haben wir Planungssicherheit.

Annette Stüer

„Seit Montag haben wir Planungssicherheit“, freut sich Annette Stüer, die von einer Dienst-E-Mail berichtet, in der ein umfangreiches Regelwerk aufgeführt ist, an das sie und ihre Kolleginnen sich halten müssen. Bei allen zu beachtenden Auflagen freut sich die Schulleiterin: „Die Kinder erhalten einen fast normalen Stundenplan. Wir haben das Glück, dass wird die Stundentafel erfüllen können, da bislang fast alle Kolleginnen für den Präsenzunterricht zur Verfügung stehen – was nicht selbstverständlich ist.“ Auch werde jede Klasse von einer Klassenlehrerin unterrichtet. Und im Gegensatz zu der Zeit vor den Sommerferien sei auch wieder Fachunterricht möglich, auch wenn keine Fachräume aufgesucht werden könnten. „Die Klassen sollen im Unterricht unter sich bleiben“, erklärt Annette Stüer. Während auf dem Schulgelände für Schüler, Lehrer und alle anderen Personen Maskenpflicht besteht, gilt diese im Unterricht nicht. „Ich sehe das Tragen der Masken nicht als großes Problem an“, sagt Stüer, die bereits in der Zeit vor den Schulferien die Empfehlung ausgesprochen hatte, Masken zu tragen. „Für die Kinder ist das ein weit geringeres Problem als für manche Eltern“, glaubt sie und hat die Erfahrung gemacht: „Alle machen bereitwillig mit und sehen das Maskentragen als notwendige Selbstverständlichkeit an.“ So hätten sich die Kinder auch schon vor den Ferien erstaunlich schnell an die Regeln gewöhnen können. „Da muss man den Hut vor ziehen, dass sie so gut mit der Situation umgehen.“

Tragen von Mund-Nase-Schutz ist hinnehmbar

Umso schlimmer sei es für die Schüler gewesen, als der Schulbetrieb ohne ihr Verschulden wieder unterbrochen worden war. „Wenn wir uns durch das Tragen von Masken gegenseitig schützen können, dann ist das eine gute Möglichkeit, unseren Kindern Schulalltag möglich zu machen, eine Maßnahme, die man in Abwägung der Verhältnismäßigkeiten auf sich nehmen kann“, findet die Schulleiterin, die zum Thema auch einen umfangreichen Elternbrief verfasst hat. „Jetzt bleibt uns zu hoffen, dass alle gut und gesund durch diese Zeit kommen und wir unseren Kindern viel Präsenzunterricht bieten können.“ Was ihr wirklich fehle, sei das Singen der Kinder. Doch auch da sei sie ganz zuversichtlich, dass die Zeit kommen werde, in der man aus den Klassenräumen wieder munteren Gesang hören könne.

Keine Feier für i-Männchen in Sendenhorst

Am Donnerstag freut sich die Grundschule, auch ihre i-Männchen begrüßen zu dürfen. Gestartet wird mit einem Gottesdienst, bei dem natürlich auf Abstand geachtet werden soll. Deshalb können auch höchstens zwei Erwachsene ein Kind begleiten. Dass im Anschluss nur eine kleine Begrüßungsfeier mit „Miniprogramm“ stattfinden kann, findet Annette Stüer zwar schade, tröstet aber: „Ich bin davon überzeugt, dass wir die Schulanfänger genau so herzlich willkommen heißen können, wie es sonst üblich ist.“

Wie das genau wird mit dem Unterrichtsbeginn und der Einschulung, das weiß Christel Hille, Leiterin der Sendenhorster KvG-Grundschule, heute noch nicht. „Wir planen“, sagt sie – und am Montag kommt das Kollegium zur Konferenz zusammen. Der Unterricht werde im vom Land vorgegebenen Rahmen ablaufen. Eine große Einschulungsfeier, die es bisher immer gab, entfällt diesmal. Die Klassen werden nacheinander in die Schule geführt. Die Schulleiterin geht davon aus, dass alle Kinder mit Mund-Nasen-Schutz ausgestattet sind. Die Schule selbst habe nur ein paar für „Notfälle“ vorrätig.

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