Freundeskreis Nyang’oma
Kenia hat viele Probleme

Sendenhorst -

Mehr als 25 Jahre war Ulrich Tiedeken Vorsitzender des Freundeskreise Nyang’oma. Nun folgt ihm Rolf Nettebrock. Deutlich wurde in der Mitgliederversammlung das wegen der Corona-Pandemie und der Heuschreckenplage in der Missionsstation in Kenia schwere Zeiten herrschen.

Donnerstag, 10.09.2020, 10:19 Uhr aktualisiert: 10.09.2020, 15:18 Uhr
Annette Jäger ist neue zweite Vorsitzende des Freundeskreises, den sie gemeinsam mit Rolf Nettebrock führt.
Annette Jäger ist neue zweite Vorsitzende des Freundeskreises, den sie gemeinsam mit Rolf Nettebrock führt. Foto: Freundeskreis

Der Freundeskreis Nyang’oma hat einen neuen Vorsitzenden. Rolf Nettebrock leitet nun gemeinsam mit der neuen stellvertretenden Vorsitzenden Annette Jäger die Geschicke des Vereins. Die Wahl fand während der Mitgliederversammlung auf dem Pfadfindergelände „Himmelreich“ statt.

Verein unterstützt Missionsstation seit mehr als 25 Jahren

Der Freundeskreis unterstützt seit mehr als 25 Jahren die „Catholic Mission of Nyang’oma – Kenya“. Dort gibt es mehrere Schulen für Mädchen und Jungen, ein kleines Waisenhaus, eine Krankenstation und einen Ausbildungsbetrieb für diverse Handwerksberufe, heißt es im Bericht des Vereins.

Viele der Kinder und Jugendlichen sind gehörlos. Das sei ein weit verbreitetes Problem in Afrika, das durch Malaria und falsche Medikation ausgelöst werde. Im Westen des Landes unweit des Victoria-Sees würden Gehörlose aus ganz Kenia, die sonst kaum eine Chance auf Schulbildung hätten, im Internatsbetrieb unterrichtet.

Alle Schulen sind geschlossen

Seit März diesen Jahres sind alle Schulen in Kenia geschlossen und es wird in diesem Jahr keinen Schulbetrieb mehr geben. Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen die Kenianer zusätzlich die noch immer anhaltende Heuschreckenplage und eine Überschwemmung am Tana River hart. In Folge dieser Ereignisse hätten sich die Lebensmittelpreise vervielfacht.

Arbeitseinsatz kann nicht stattfinden

Der jährliche Besuch und Arbeitseinsatz des Freundeskreises in Kenia konnte in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Dennoch konnten einige Projekte für den Ausbau und Erhalt der Mission durch die finanzielle Unterstützung des Vereins umgesetzt werden, schreibt der Verein.

Ulrich Tiedeken und Dieter Müller treten ins zweite Glied

In der Mitgliederversammlung standen turnusgemäß die Wahlen des ersten und zweiten Vorsitzenden an. Ulrich Tiedeken und Dieter Müller, die als Gründungsmitglieder mehr als 25 Jahre die Geschicke des Vereins gelenkt haben, hatten im Vorfeld angekündigt, dass sie sich nicht wieder zur Wahl stellen. Annette Jäger und Rolf Nettebrock wurden einstimmig von der Versammlung gewählt. Ulrich Tiedeken und Dieter Müller bleiben dem Vorstand als Beisitzer erhalten. Rolf Nettebrock und Annette Jäger wollen den Verein künftig als Team leiten. „Gerade in der schwierigen Situation in Kenia brauchen die Menschen und insbesondere die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Hörbehinderung unsere Hilfe. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin so viel Unterstützung von den Menschen hier in der Region erhalten“, erklärte Nettebrock.

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