Neue Brücke an der K 33 fast fertiggestellt – Durchfahrt noch nicht frei
West I feiert Wiedervereinigung

Sendenhorst -

Am 3. Oktober feierte die sogenannte vordere und hintere Bauerschaft West I ihre ganz persönliche Wiedervereinigung. Nicht Ost und West, sondern Nord und Süd sind nicht länger voneinander getrennt. Die neue Brücke über den Westerbach ist fast fertiggestellt. „Aller Grund zu feiern“, fanden die Anwohner, die allerdings auch die autofreie Zeit genossen hätten.

Freitag, 09.10.2020, 05:21 Uhr
Die Nachbarn aus der vorderen und der hinteren Bauerschaft feierten kurzentschlossen ihr eigenes kleines Wiedervereinigungsfest auf der neuen Brücke über den Westerbach (Foto li.).
Die Nachbarn aus der vorderen und der hinteren Bauerschaft feierten kurzentschlossen ihr eigenes kleines Wiedervereinigungsfest auf der neuen Brücke über den Westerbach (Foto li.). Foto: privat/cri

Am 3. Oktober feierte die sogenannte vordere und hintere Bauerschaft West I ihre ganz persönliche Wiedervereinigung. Nicht Ost und West, sondern Nord und Süd sind nicht länger voneinander getrennt. Die neue Brücke über den Westerbach ist fast fertiggestellt. „Aller Grund zu feiern“, fanden die Anwohner, die allerdings auch die autofreie Zeit genossen hätten.

In Anita Kuschel war die Idee gereift, mit Fertigstellung der Brücke ein kleines Fest zu feiern. Das teilte sie so auch Hubert Deventer mit. Der griff den Einfall gerne auf, fackelte nicht lange und trommelte die Nachbarschaft zusammen. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Hubert das so spontan umsetzt“, lacht Anita Kuschel, die vom guten Miteinander der West I begeistert ist. Auf Abstand und an der frischen Luft genossen die Nachbarn nicht nur die Tatsache, dass der Brückenschlag gelungen war, sondern auch das ein oder andere Kaltgetränk. Einsetzender Nieselregen konnte die gute Laune der von landwirtschaftlichen Betrieben geprägten Nachbarschaft natürlich nicht kippen.

„Wahrscheinlich war schon durchgesickert, dass die Brücke wieder befahrbar ist – obwohl das offiziell noch gar nicht sein soll“, mutmaßt Anita Kuschel, die sich während der kleinen Feier über manch fehlgeleiteten Autofahrer amüsieren durfte, dem man gut gelaunt eine Maut abverlangen wollte. „Da steht doch noch das runde rot-weiße Schild“, machte man mit Verweis auf das „Verbot für Fahrzeuge aller Art“-Verkehrsschild deutlich.

Bald ist die K 33 wieder offiziell befahrbar. „Wir haben die Auto- und Lkw-freie Zeit natürlich genossen“, sagt Anita Kuschel. „Die Nachbarn konnten sich zu Fuß, mit dem Rollator oder dem Fahrrad gefahrlos auf die Straße wagen, ohne zu überlegen, ob sie in den Graben springen müssen“, so die Albersloherin, die sich wünschen würde, dass entlang der K 33 ein Radweg gebaut wird. „Ich bin mir sicher, die meisten Nachbarn würden das unterschreiben“, sagt sie und weist darauf hin, dass die neue Brücke sogar so konzipiert worden sei, dass sich ein Radweg anschließen kann.

„Sicher ins Dorf“, sei ein großes Anliegen der Anwohner der K 33. Kleine Kinder, ältere Herrschaften, Spaziergänger mit Hund – „es wäre doch schön, wenn man, auch mit Blick auf die Reaktivierung der Bahn, ohne Auto ins Dorf gelangen könnte“, wünscht sich Anita Kuschel mit Blick in die Zukunft.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7623380?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F
Nachrichten-Ticker