Auszeichnung für FiZ, Willi Berheide und die Stadt- und Feuerwehrkapelle
Großer Einsatz für die Heimat

Sendenhorst/Albersloh -

Die Stadt Sendenhorst hat den Heimatpreis verliehen. Die Stadt- und Feuerwehrkapelle, der Albersloher Willi Berheide und der Verein „FiZ Sendenhorst und Albersloh – Lokales Bündnis für Familie“ wurden auf diesem Wege für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Corona-beding gab es keine Feier.

Donnerstag, 17.12.2020, 19:19 Uhr aktualisiert: 18.12.2020, 12:02 Uhr
Bürgermeisterin Katrin Reuscher (2.v.r.) verlieh den Heimatpreis an (v.l.). Eva Rüschenschmidt (FiZ), Willi Berheide und Christian Wonschick (Stadt- und Feuerwehrkapelle..
Bürgermeisterin Katrin Reuscher (2.v.r.) verlieh den Heimatpreis an (v.l.). Eva Rüschenschmidt (FiZ), Willi Berheide und Christian Wonschick (Stadt- und Feuerwehrkapelle.. Foto: Josef Thesing

Natürlich hätte die Veranstaltung größer und feierlicher sein sollen. „Wir hätten das gerne in einem anderen Rahmen gemacht“, erklärte Bürgermeisterin Katrin Reuscher . Aber auch diesem Wunsch machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Und so fand die Verleihung des Heimatpreises in einem bescheidenen Rahmen statt. Angestoßen wurde bei der kurzen Veranstaltung im Kommunalforum auch nicht.

Aber das wird, kündigte Katrin Reuscher an, im Sommer nachgeholt – möglicherweise bei einem großen Ehrenamtsfest für alle, die sich – wie die drei Preisträger – in der Stadt unentgeltlich für die Allgemeinheit engagieren. „Wir wollen das Ehrenamt noch mehr in den Fokus rücken“, erklärte die neue Bürgermeisterin, für die es einer der ersten offiziellen Termine war.

Durch die Einbindung in das gesellschaftliche Leben ist über viele Jahre eine tiefe Verbundenheit mit dem Ort, den Bewohnern, ihrer Geschichte und ihren Traditionen entstanden.

Bürgermeisterin Katrin Reuscher

Der erste Preis – dotiert mit 2500 Euro – geht an die Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst. Nach Auffassung der Jury biete sie generationenübergreifend Menschen die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und dieses Zusammensein als Heimat wahrzunehmen. „Durch die Einbindung in das gesellschaftliche Leben ist über viele Jahre eine tiefe Verbundenheit mit dem Ort, den Bewohnern, ihrer Geschichte und ihren Traditionen entstanden“, erklärte Reuscher.

Über die Musik vermittele die Kapelle den Bürgern „gemeinsame emotionale Erlebnisse, die gemeinschaftsbildend wirken und den Zusammenhalt im Ort stärken“. Bestes Beispiel hierfür sei mitten in der Corona-Pandemie das „Kreis-Konzert“ unter freiem Himmel gewesen. „Ein unvergessliches Open-Air-Erlebnis“, erklärte die Bürgermeisterin, an dem sie selbst teilgenommen hat.

Willi Berheide ist erster Einzelpreisträger

Es gibt in Albersloh vermutlich nicht allzu viele Menschen, die Willi Berheide nicht kennen. „Sie haben sich sehr viel um Ihre Heimat Albersloh verdient gemacht“, erklärte Katrin Reuscher bei der Überreichung des zweiten Preises, der mit 1500 Euro dotiert ist.

Erstmals wurde mit dem Albersloher eine Einzelperson ausgezeichnet. Berheide, langjähriger Vorsitzender und heute Ehrenmitglied und Kiepenkerl „ut Abschlau“ des Heimatvereins, habe sich „durch sein jahrzehntelanges und vorbildliches ehrenamtliches Engagement und durch hohen persönlichen Einsatz für die Kultur- und Heimatpflege verdient gemacht“, hatte die Jury festgestellt.

Ich bin fast sprachlos und nehme den Preis stellvertretende für viele andere entgegen.

Heimatpreisträger Willi Berheide

Für „alle spürbar“ sei sein besonderer Einsatz für die Integration der Bürger, vor allem auch Neubürger, in die Dorfgemeinschaft. „Die Wertschätzung, die Willi Ber­heide in Albersloh entgegengebracht wird, findet ihren Ausdruck in der Skulptur ,zweiter Abschlauer Kiepenkerl’, die sich am Ortseingang befindet“, erklärte die Bürgermeisterin.

„Ich bin fast sprachlos und nehme den Preis stellvertretend für viele andere entgegen“, erklärte der Geehrte. Er wolle sich auch weiter dafür einsetzen, dass sich noch mehr Menschen für ihre „Heimat“ engagieren.

Verein „FiZ“ kümmert sich um Familien

Der Verein „FiZ Sendenhorst und Albersloh – Lokales Bündnis für Familie“ wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet, der mit 1000 Euro dotiert ist. Der Verein sei „ein Netzwerk für Familien und Generationen“. Das Bündnis sei heute in verschiedenen Bereichen der Familienpolitik „äußerst aktiv“, etwa im Bereich „frühe Hilfen und Schutz“ oder für die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. „FiZ“ trage durch „großes ehrenamtliches Engagement“ dazu bei, dass Familien und Generationen „gestärkt werden und hier eine gute Heimat finden“, erklärte Reuscher.

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