Bilanz des städtischen Baubetriebshofes
Gemeindestraßen kosten viel Geld

Sendenhorst -

Die Arbeit, die die Mitarbeiter des Städtischen Baubetriebshofes in einem Jahr erledigen, lässt sich sehr genau aufwiegen. Leiter Uwe Bayer legte die Bilanz dafür im jüngsten Betriebsausschuss vor. Dabei ist zu sehen, dass die Instandhaltung innerörtlicher Gehwege das meiste Geld verschlingt.

Mittwoch, 03.02.2021, 05:52 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 06:04 Uhr
Die Unterhaltung von Gehwegen im Stadtgebiet gehört zu den kostenintensivsten Arbeiten in der Bilanz des Baubetriebshofes.
Die Unterhaltung von Gehwegen im Stadtgebiet gehört zu den kostenintensivsten Arbeiten in der Bilanz des Baubetriebshofes. Foto: Thesing

Leistungen für insgesamt 871 030 Euro haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes im vergangenen Jahr für städtische Aufgaben erbracht. Das geht aus einem Handlungskonzept hervor, das Bauhofleiter Uwe Bayer im jüngsten Betriebsausschuss vorlegte. Damit erhöhte sich die Summe im Vergleich zum Jahr 2019 um knapp 5000 Euro, obwohl die Zahl der Mitarbeiter des Bauhofes im vergangenen Jahr zwar einerseits um eine halbe aufgestockt wurde, andererseits aber auch 1100 Stunden weniger geleistet wurden. Waren es 2019 noch 18 400 Stunden, so wurden im Jahr 2020 dann 17 300 Stunden verzeichnet.

Die leichte Kostensteigerung sei, so ist dem Bericht zu entnehmen, durch eine Erhöhung des abgerechneten Stundensatzes auf 51,40 Euro begründet.

Zahlreiche Dauer- und Einzelaufträge sind dem Bericht zu entnehmen. Die größte Summe stellte der Bauhof für die Unterhaltung der Gemeindestraßen in Rechnung. Für dieses Haushaltsprodukt wurden 490 086 Euro in Rechnung gestellt. Darin sind unter anderem die bauliche Straßenunterhaltung (164 377 Euro) und die Unterhaltung des sogenannten Straßenbegleitgrüns im Innenbereich (155 254 Euro) enthalten. Aber auch das Straßenbegleitgrün im Außenbereich (84 771 Euro) sowie die nicht gebührenpflichtige Straßenreinigung und der Winterdienst (53 880 Euro) werden hier verbucht. Den Schwerpunkt der baulichen Straßenunterhaltung im Innenbereich bildet dabei übrigens die Ausbesserung von schadhaften Bürgersteigen. Nahezu das ganze Jahr über, so berichtet Uwe Bayer, sei ein Zweier-Team mit diesen Arbeiten beschäftigt.

Gut 80 000 Euro hat der Bauhof für seine Arbeiten im Zuge der Umsetzung des Spielplatzkonzeptes abgerechnet. Die Spielplätze im Zegen Esch, Langen Esch und am Geschermannweg banden dabei etliche Arbeitsstunden. Aber auch die Grünflächenunterhaltung in diesem Bereich (27 709 Euro) und die Spielplatzkontrolle (20 342 Euro) werden an dieser Stelle bilanziert.

Im Bereich der Kultur- und Heimatpflege zählt der Bauhof Kosten in Höhe 23 324 Euro auf – und damit gut 5000 Euro mehr als im Vorjahr, obwohl coronabedingt nahezu alle kulturellen Veranstaltungen, für die die Bauhofmitarbeiter sonst Leistungen erbringen, nicht stattgefunden haben. Doch sind an dieser Stelle auch Kosten der Unterhaltung des Hauses Siekmann und der dort vorhandenen Außenanlagen eingepreist, die mit 9614 Euro verbucht werden. Und auch der Karneval in Sendenhorst, der ja kurz vor dem ersten Lockdown noch stattfinden konnte, schlägt mit 7800 Euro zu Buche. Da alles andere im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, musste unter dem Stichwort „Märkte“ nur ein Betrag von 4883 Euro für Arbeiten rund um die Wochenmärkte abgerechnet werden.

Deutlich weniger Kosten verursachte im vergangenen Jahr die Unterhaltung von sozialem Wohnraum für Asylbewerber und Wohnungslose. Mussten dafür 2019 noch 19 323 Euro aufgewendet werden, rechnet der Bauhof für diesen Posten im Jahr 2020 lediglich 2403 Euro für Arbeiten der Häuser „Auf dem Bült 18“ und am Mergelberg ab.

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