Caritas-Sozialstation hat drei zusätzliche Räume im Stift bezogen
Neue Büros für wachsendes Team

Sendenhorst -

Die Nachfrage nach ambulanter Pflege und Haushaltsbetreuung und mit ihr auch die Caritas Sozialstation St. Elisabeth. Nach außen sichtbar ist dies unter anderem im Standort im historischen Gebäude des St.-Josef-Stifts. Seit Kurzem verfügt die Sozialstation über zusätzliche Räume. „Wir benötigten insgesamt mehr Platz, insbesondere auch Stauraum für Pflegematerialien“, so Pflegedienstleitung Birgit Wonnemann.

Dienstag, 23.02.2021, 05:29 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 15:42 Uhr
Die Caritas-Sozialstation St. Elisabeth versorgt 280 Patienten mit einem Team von mittlerweile 35 Mitarbeitenden. Für konzentrierte Büroarbeit freuen sich Leitung Birgit Wonnemann (l.) und ihre Stellvertreterin Martina Menzel über drei zusätzliche Räume an ihrem Standort im St.-Josef-Stift.
Die Caritas-Sozialstation St. Elisabeth versorgt 280 Patienten mit einem Team von mittlerweile 35 Mitarbeitenden. Für konzentrierte Büroarbeit freuen sich Leitung Birgit Wonnemann (l.) und ihre Stellvertreterin Martina Menzel über drei zusätzliche Räume an ihrem Standort im St.-Josef-Stift. Foto: Caritas Sozialstation

Viele Menschen wollen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit möglichst lange und selbstständig in ihrem eigenen Zuhause wohnen. Somit wächst die Nachfrage nach ambulanter Pflege und Haushaltsbetreuung und mit ihr auch die Caritas-Sozialstation St. Elisabeth. Der ambulante Pflegedienst des Caritasverbandes Ahlen ist seit mehr als 25 Jahren ein verlässlicher Kooperationspartner im Pflege- und Betreuungsnetzwerk Sendenhorst. Nach außen sichtbar ist dies unter anderem im Standort der Caritas-Sozialstation im historischen Gebäude des St.-Josef-Stifts.

Seit Kurzem verfügt die Sozialstation über zusätzliche Räume. „Das Team ist auf 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Wir benötigten insgesamt mehr Platz, insbesondere auch Stauraum für Pflegematerialien“, so Pflegedienstleitung Birgit Wonnemann . Die drei neuen Büroräume ermöglichen vor allem ungestörtes Telefonieren, Beratung und konzentriertes Arbeiten an Dienst- und Tourenplänen. Die enge Verbindung zum Krankenhaus und zum St.-Elisabeth-Stift habe viele Vorteile. Der Austausch und die gegenseitige Hilfe, wenn zum Beispiel kurzfristig ein Kurzzeitpflegeplatz benötigt wird, funktioniere auf dem kurzen Dienstweg.

Birgit Wonnemann leitet seit 2009 die Sozialstation, Martina Menzel wurde im selben Jahr ihre Stellvertreterin. Sehr genau erinnert sich Birgit Wonnemann, dass in ihrem Startjahr 2008 insgesamt 123 Patienten versorgt wurden. 13 Jahre später sind es rund 280 Menschen in Sendenhorst, Albersloh, Rinkerode, Drensteinfurt, Walstedde, Everswinkel und Alverskirchen. Mit 19 Dienstfahrzeugen, von denen einige von den Mitarbeitern auch privat genutzt werden können, ist das Team unterwegs und legt dabei auch weite Strecken in die Bauerschaften zurück.

In der Pflege ist auch Kreativität gefragt.

Martina Menzel

Wie hat sich die Arbeit verändert? „Patienten werden heute früher aus dem Krankenhaus entlassen, so dass ein großer Teil der Wundversorgung heute im häuslichen Umfeld geleistet werden muss“, erläutert Martina Menzel. Auch sei der Beratungsbedarf viel höher. Pflegende Angehörige rieben sich in der Pflege auf, da sie oft nicht wüssten, welche Hilfen sie in Anspruch nehmen können oder wie man einen Pflegegrad beantragt. Auch in der palliativen Pflege am Ende des Lebens nimmt die Unterstützung der Angehörigen einen großen Teil der Arbeit ein.

Die Corona-Zeit stellte das Team der Sozialstation vor besondere Herausforderungen. Viele pflegebedürftige Menschen nahmen keine ambulante Pflege in Anspruch – aus Angst vor Ansteckung. „In vielen Fällen sind unsere Mitarbeiterinnen oft die einzigen sozialen Kontakte am Tag für Menschen, die zu Hause gepflegt werden“, beschreibt Martina Menzel. Auf die Corona-Situation habe sich das Team sehr früh und umfassend eingestellt. Wonnemann erläutert: „Wir haben schon sehr früh mit Masken gearbeitet, und alle Mitarbeiter werden alle drei Tage getestet.“ Bislang habe es noch keine Infektionsfälle im Team gegeben.

Anfang Februar sorgte der starke Schneefall für besondere Herausforderungen. „Wir konnten mit unseren Fahrzeugen nicht mehr alle Patienten persönlich erreichen. Wir haben viel telefoniert und die Versorgung über Angehörige oder Nachbarn sichergestellt.“ In einem Fall wurde eine Caritas-Mitarbeiterin sogar zu ihrem Einsatzort in einer Bauerschaft stilecht mit dem Trecker abgeholt. Martina Menzel: „In der Pflege ist auch Kreativität gefragt.“

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