Schulpflicht setzt sich nur zögerlich durch
Schüler müssen Schweine hüten

Albersloh -

Im Winter ging es in die Schule, im Sommer musste im Stall und auf dem Feld geholfen werden. Die früheren Albersloher Volksschüler hatten ein anderes Leben als heutige Kinder und Jugendliche in ihren jeweiligen Schulen. Die erste Albersloher Schule wird bereits im Jahr 1633 erwähnt – als eine der wenigen im Münsterland. Von Josef Thesing
Dienstag, 02.03.2021, 14:42 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.03.2021, 14:42 Uhr
Die „Rote Schule“, die später von der Stadt auch zu Wohnzwecken genutzt wurde, war früher im Dorf eine wichtige Bildungseinrichtung.
Die „Rote Schule“, die später von der Stadt auch zu Wohnzwecken genutzt wurde, war früher im Dorf eine wichtige Bildungseinrichtung. Foto: Josef Thesing
Es gab damals noch nicht allzu viele Schulen im Münsterland – und auf dem Land schon gar nicht. Die Schulpflicht im Hochstift Münster, zu dem Albersloh gehörte, kam erst später. Sie wurde von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen irgendwann nach 1650 eingeführt. Auf dem Land wurde gearbeitet – auch von den älteren Kindern. In den vermeintlich besseren Kreisen sorgten Privatlehrer für das, was seinerzeit als Bildung angesehen wurde. Gleichwohl muss von Galen die Schule in Albersloh bereits vor der Einführung von verpflichtendem Unterricht gegründet haben. Denn bereits im Jahr 1633 wird in Albersloh eine Schule erwähnt. Das ist dem Buch zu entnehmen, das vor 25 Jahren zum 825-jährigen Bestehen von Albersloh erschienen ist.
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