Fahrraddemonstration in Albersloh
Zwölf Runden für das Klima geradelt

Albersloh -

Die Sorge ums Klima geht alle an. Das machte die Teilnehmer der Fahrraddemonstration für das Klima in Albersloh deutlich. Um das Thema möglichst breit sichtbar zu machen, radelten sie zwölf Runden durchs Dorf. Zwölf Runden, denn es ist kurz vor Zwölf – also allerhöchste Zeit etwas zu unternehmen.

Dienstag, 23.03.2021, 06:16 Uhr aktualisiert: 23.03.2021, 06:20 Uhr
Mit seinem Fahrrad und Albert Schweitzer zitierend beteiligte sich auch Gerhard Trottier an der Klimademo. Einige Erwachsene nahmen auch ihre Kinder mit (kl. Bild).
Mit seinem Fahrrad und Albert Schweitzer zitierend beteiligte sich auch Gerhard Trottier an der Klimademo. Einige Erwachsene nahmen auch ihre Kinder mit (kl. Bild). Foto: Christiane Husmann

Am frühen Freitagabend machten sich zahlreiche Albersloher auf den Weg, um zwölf Runden lang auf ihren Rädern fahrend fürs Klima zu demonstrieren. „Zwölf Runden, um deutlich zu machen, dass es beim Thema Weltklima High Noon – allerhöchste Zeit – ist, weitestgehende Maßnahmen zu ergreifen, damit die Durchschnittstemperatur auf dieser Erde nicht mehr als um 1,5 Grad ansteigt“, so die Organisatoren des Sozial-Zentrums, die zu der Demonstration eingeladen hatten. Ein Statement, dem weitere folgen sollten.

Coronabedingt war eine zentrale Auftaktveranstaltung nicht erlaubt worden. Trotzdem konnten einige kurze Statements durchs Megafon an die durch die Abstandsregel verstreute Teilnehmerschaft gerichtet werden. „Wir tragen Verantwortung für die zukünftige Entwicklung des Weltklimas, aber wir werden auch die Verantwortung dafür tragen müssen, wie es dazu kommen konnte“, mahnte Eva Rüschenschmidt.

Wälder als Lebensgrundlage schützen

„Unser hiesiger Lebensstil verbraucht mehr als doppelt so viele Ressourcen, wie die Natur bereitstellen kann. Eine ganz einfache Rechnung: Es geht auf Kosten anderer Menschen weltweit und auf Kosten unserer nachfolgenden Generationen“, schloss Heinz Wenker an. „Jetzt sind wir alle gefordert, auch die Politik. Sie kann uns Bürgern mit klaren Richtlinien und Gesetzen den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen“, vertrat Christiane Sommer ihre Meinung. „Wir alle haben die Verantwortung für das Wohlergehen unserer Generation, unserer Nachfahren, unserer Kinder und Enkelkinder: Fangt alle an, dann können wir es schaffen“, so die Aufforderung von Dr. Rainer-Maria Deppe, bevor sich Annette Dimmer-Deppe abschließend mit einem Denkanstoß an die Versammlung richtete: „Schon gewusst? Der Mensch verbraucht Sauerstoff und verbrennt ihn zu CO. Das wird von den Bäumen wieder zu Sauerstoff umgewandelt. Die Wälder auf der ganzen Erde sind unsere Lebensgrundlage.“

Bevor sich der Demonstrationszug nach der Kundgebung in Gang setzte, waren die Fahrräder mit einer kleinen Bastelei so bestückt worden, dass sie auch akustisch wahrgenommen werden konnten. Auch wenn die Organisatoren mehrfach darauf hingewiesen hatten, dass auf die Abstandsregeln zu achten sei, freuten sie sich über die Bereitschaft von Polizei, Ordnungsamt und weiterem Security-Personal, zum einen ein Auge auf die Einhaltung der Corona-Regeln zu werfen und zum anderen für die Sicherheit der Demonstranten zu sorgen. Am Ende der friedlichen Demonstration war lediglich ein Plattfuß zu beklagen. „Eine Kleinigkeit im Vergleich dazu, wenn dem Weltklima die Luft ausgehen würde“, meint Heinz Wenker, der, wie er sagt, auf das Handeln der Gesellschaft setzt.

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