Kleine Nutzungsändern für das Sendenhorster Haus Siekmann
Jansbrüder wollen am Haus Siekmann schießen

Sendenhorst -

Derzeit sind viele Vereine auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Traditionen zu leben. Die Schwierigkeiten sind dabei nicht nur in der Corona-Pandemie begründet, sondern auch in inzwischen fehlenden Räumlichkeiten in Sendenhorst. Die Jansbrüder können sich ihr Schützenfest künftig zu Teilen im Haus Siekmann vorstellen. Dafür allerdings müsste die Satzung des Hauses geändert werden.

Dienstag, 13.04.2021, 05:39 Uhr
Das Schützenfest der Jansbrüder soll zum Teil im und am Haus Siekmann stattfinden.
Das Schützenfest der Jansbrüder soll zum Teil im und am Haus Siekmann stattfinden. Foto: Anke Weiland

Die Johannisbruderschaft möchte einen Teil ihres traditionellen Schützenfestes künftig am und im Haus Siekmann feiern. Dazu gehören unter anderem das Königs- und Preisschießen. Das ist dem entsprechenden Antrag für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit zu entnehmen, der heute im Kommunalforum stattfindet.

Damit das „Teil“-Schützenfest möglich ist, muss die Satzung für das Haus, in der der Nutzungszweck festgelegt ist, etwas anders interpretiert werden. Die Verwaltung befürwortet das in ihrer Vorlage.

Mit im Boot sind auch der Förderverein Haus Siekmann und der Heimatverein als wesentliche Nutzer des Hauses, die im sozio-kulturellen Zentrum der Stadt auch besondere Aufgaben übernehmen. Nach entsprechenden Gesprächen seien sich alle Beteiligten einig, dass es künftig eine „maßvolle“ Öffnung der Nutzung für kleinere, „dem Charakter nach auf Brauchtum und Traditionen gerichtete, Veranstaltungen“ geben solle, heißt es in der Vorlage. Das könnten zum Beispiel Herdfeuerabende, Grünkohlessen der Kolpingsfamilie und auch Teilveranstaltungen von Schützenvereinen wie das Königs- und Preisschießen der Jansbrüder sein.

Nutzungsordnung müsste geändert werden.

Ansonsten ändert sich wenig. Private Feiern wird es auch künftig im denkmalgeschützten Haus nicht geben. „Kulturelle, soziale, bildungsfördernde und politische Veranstaltungen sowie Trauungen haben Vorrang in der Nutzung“, heißt es dazu ausdrücklich vonseiten der Stadtverwaltung.

Die Satzung zur Nutzung des Hauses ist seit Sommer 2002 in Kraft. „Von der Nutzung ausgeschlossen sind überwiegend gesellige Veranstaltungen wie zum Beispiel Vereins- oder Familienfeiern“, heißt es dort.

Eine Besonderheit gilt demnach für das Erdgeschoss des Villenteils. Die dortigen Räume sind ausdrücklich dem Jugendwerk für die offenen Jugendarbeit vorbehalten. Abweichungen hiervon sind nur ausnahmsweise möglich.

Interessant ist mit Blick auf die aktuelle Diskussion um Abfallvermeidung, dass bereits im Jahr 2002 festgelegt worden war, dass bei Veranstaltungen im Haus kein Wegwerfgeschirr verwendet werden darf.

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