VEKA unterstützt Verein „Beweggründe“
Wo Stärken statt Schwächen gesehen werden

Sendenhorst -

Der Verein „Beweggründe“ leistet gerade auch in Corona-Zeiten eine gute Arbeit, weil vielen Kindern Bewegung fehlt. Das wird auch von der VEKA AG so gesehen. Deshalb überreichte Personalvorstand Elke Hartleif eine Spende in Höhe von 10 000 Euro für das „Sprungbrett“.

Mittwoch, 14.04.2021, 08:04 Uhr aktualisiert: 14.04.2021, 08:10 Uhr
Elke Hartleif (2.v.l.) ließ sich in der Bewegungshalle am Schleiten von Hubert Bisping (l.), Martina Lackmann und Gerd Bröcker die Arbeit des Vereins „Beweggründe“ erläutern. 
Elke Hartleif (2.v.l.) ließ sich in der Bewegungshalle am Schleiten von Hubert Bisping (l.), Martina Lackmann und Gerd Bröcker die Arbeit des Vereins „Beweggründe“ erläutern.  Foto: Josef Thesing

Auch wenn das Gesundheitsamt das Hygienekonzept für gut befunden und die Wiederaufnahme der Arbeit genehmigt hat, so hat – wie viele andere – der Verein „Beweggründe“ mit seinem „Sprungbrett“ erheblich unter dem Lockdown gelitten. „Wir sind finanziell aus der Balance geraten“, sagt der Vorsitzende Gerd Bröcker. Denn die Unsicherheit bei der „Kundschaft“ war groß. Und das „Sprungbrett“, eine psychomotorische Entwicklungsbegleitung und frühe Hilfe für Kinder mit besonderem Förderbedarf aus Familien mit zum Teil schwierigem sozialen Hintergrund, muss sich selbst finanzieren – vor allem auch durch Spenden.

Verein braucht Spenden

Deshalb ist Gerd Bröcker sehr froh, dass an diesem Dienstagmorgen Elke Hartleif , Personalvorstand der VEKA AG, zu Gast ist, nachdem der Verein kurz vor Ostern ein Gespräch mit ihr über die Arbeit von „Beweggründe“ geführt hatte. 10 000 Euro für das „Sprungbrett“ hat die Sendenhorsterin im sprichwörtlichen Gepäck. Auch früher hatte VEKA den Verein immer mal wieder unterstützt.

Der Verein „Beweggründe“ ist derzeit in einer besonderen Situation, erklärt Hubert Bisping , Leiter der psychomotorischen Förderstelle des Vereins: Er hat eigene Räumlichkeiten inklusive eines großen und gut ausgestatteten Bewegungsraums mit hoher Decke, der gut durchlüftet werden kann. Das werde auch von der Jugend- und Familienhilfe geschätzt, die wichtige Gesprächspartner bei der Arbeit seien – etwa weil der gesamte Freizeit- und Sportbereich derzeit brach liege, weil Sportstätten gesperrt sind. Denn vielen Kindern sei eines gemeinsam: „die Lust auf Bewegung und Entladung“.

Stärken sollen gestärkt werden

Seit etwa 25 Jahren gibt es „Beweggründe“, und der Ansatz bei der Arbeit ist „Stärken zu stärken“, erklärt Bisping. Gemeinsam mit den Verantwortlichen freue er sich über Partner, die das verstehen würden.

Wie Elke Hartleif, die das Konzept „super“ findet und die meint, dass einiges daraus durchaus auch in Mitarbeitergespräche einfließen könne, zum Beispiel in solchen mit Azubis, die vielleicht den einen oder anderen Berufsschultag „schlabbern“ würden.

Nicht die Probleme in den Mittelpunkt stellen

Wenn Eltern ihre vermeintlich „schwierigen“ Kinder bei ihm vorstellen, erläutert Bisping, sei es wichtig, zunächst nicht die Probleme in den Mittelpunkt zu rücken, sondern eben die Stärken. „Es ist wichtig, einen Ansatz zu finden, der nicht rein funktional ist“, meint der Pädagoge.

Eltern werden immer auf die Probleme der Kinder angesprochen, zum Beispiel in der Schule. Das ist kein Weg.

Hubert Bisping

Dabei seien „kleine Schritte“ wichtig. „Eltern werden immer auf die Probleme der Kinder angesprochen, zum Beispiel in der Schule. Das ist kein Weg“, ist Bisping überzeugt. Es gehe im Kern zunächst einmal um die Frage, „was geht“, und nicht darum, „was nicht geht“.

In Gesprächen mit Eltern sei zunächst zu klären, was sie mit der Betreuung durch „Beweggründe“ erreichen wollen. „Hilfe in einer solchen Situation anzunehmen, ist gar nicht so einfach“, ist Bisping überzeugt. Für Gerd Bröcker ist das sogar „eine gesamtgesellschaftliche Frage“.

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